Letzte Heimspiele des HSV haben es in sich

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Fußball-Westfalenliga 2: SV Holzwickede – 1. FC Kaan-Marienborn (So., 15 Uhr, Montanhydraulik-Stadion). Letzte Saison-Heimspiele des HSV in der Westfalenliga haben es offensichtlich „in sich“. Ging es am Ende der Spielzeit 2012/13 beim 1:1 gegen Eving noch um den endgültigen Klassenerhalt, so können die Blau-Weißen diesmal das „Zünglein an der Waage“ in der Meisterschaftsvergabe sein. Denn der 1. FC Kaan-Marienborn, der am Pfingstsonntag ins Montanhydraulik-Stadion kommt, hat bei einem Rückstand von nur zwei Punkten auf Spitzenreiter ASC 09 Dortmund allerbeste Chancen, doch noch Meister zu werden. Vorausgesetzt, die Aplerbecker gehen daheim gegen Brünninghausen punktemäßig leer aus und die „Käner“ selbst landen einen Dreier in Holzwickede.

„Also wissen wir, was auf uns zukommt“, geht HSV-Trainer Ingo Peter davon aus, dass der Saisonabschluss kein Zuckerschlecken für sein Team werden wird. Schließlich haben die Gäste aus dem Siegerland seit dem Amtsantritt von Coach Thorsten Nehrbauer, der im Januar Peter Wongrowitz ablöste, eine imponierende Serie hingelegt und stellen das deutlich beste Rückrundenteam sowie die zweitbeste Auswärtsmannschaft der Liga. 58 Zähler hat der 1. FC bisher geholt – über 62 Prozent, nämlich 36, in der Rückrunde und fast 45 Prozent (26) auf fremden Plätzen. Viel mehr wird Ingo Peter seinen Schützlingen eigentlich nicht zum sonntäglichen Gegner sagen müssen. Die Gästeelf mit ihrer Torbilanz von 60:38 besticht durch ihre mannschaftliche Breite. Die zwölf Treffer, die Michael Kügler bislang auf seinem Konto hat, sind wie die acht Tore für Steve Sam, dem Bruder des Nationalspielers und Neu-Schalkers Sidney Sam, im Ligavergleich zwar nicht schlecht, doch auch nicht unbedingt Top-Platzierungen. „Aber gerade die Ausgeglichenheit macht die ,Käner‘ für jeden Gegner schwer ausrechenbar“, sagt Ingo Peter und vertraut zugleich darauf, dass seine Elf wie im Hinspiel (0:0) mit der Spielweise der Siegerländer klar kommt.

Beim Freundschaftsspiel unter der Woche gegen die deutsche Polizeinationalmannschaft (1:1) hinterließen die HSVer einen guten Eindruck, den sie nun auch gegen Kaan-Marienborn bestätigen wollen. „Schließlich soll, darf und wird man uns nicht nachsagen können, dass wir in der entscheidenden Phase der Meisterschaftsvergabe nicht unser Bestes gegeben hätten“, so der Holzwickeder Linienchef, der hofft, dass die Blessuren, die sich Sascha Grasteit und Fabian Lenz beim Training zugezogen haben, nicht allzu schwerwiegend sind und einen Einsatz am Sonntag verhindern. „Eins ist klar: Wir wollen eine Saison, in der wir deutlich besser abgeschnitten haben als in der vorigen, für uns und unsere treuen Fan mit einer guten Leistung abschließen!“

Bild: Der Einsatz Sascha Grasteit (Mitte) ist Pfingstsonntag noch fraglich.

 

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