Laura Nolte gewinnt WM-Bronze in Altenberg

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Bobsport: Die Freude und Erleichterung war deutlich spürbar. Bobpilotin Laura Nolte (BSC Winterberg) gewann die Bronze-Medaille im Zweierbob bei der Weltmeisterschaft in Altenberg. Wie bereits im Vorjahr war Kaillie Humphries die Dominatorin im Sachsen Energie-Eiskanal. Die US-Amerikanerin gewann vor Kim Kalicki (TuS Eintracht Wiesbaden) in einer Gesamtzeit von 3:48,26 Minuten. Kalicki, die ihren Vize-WM-Titel aus dem Vorjahr verteidigte, lag nach vier Läufen 35 hundertstel Sekunden zurück, Nolte 1,01Sekunden. Die 22-jährige Nolte krönte eine erfolgreiche Saison nach dem Gewinn von drei Weltcuprennen, der Europameisterschaft, der Deutschen Meisterschaft und der Junioren-WM.

Nachdem sie bei der WM im Vorjahr in Altenberg gestürzt war, freute sie sich nun umso mehr über Edelmetall: „Es hat mich sehr überwältigt, wenn ich an letztes Jahr denke. Ich bin froh, dass es heute geklappt hat.“ Gewohnt stark waren Nolte und ihre Anschieberin Deborah Levi (SC Potsdam) wieder am Start. In allen vier Läufen schoben sie Startbestzeit. Laura Nolte hatte im Kampf um Bronze starke Konkurrenz aus dem eigenen Team. Nach Rang acht am Vortag legte Stephanie Schneider (WSC Erzgebirge Oberwiesenthal) mit der Winterberger Anschieberin Leonie Fiebig mit der zweitbesten Zeit einen phänomenalen dritten Lauf hin und machte vier Plätze gut. Der Vorsprung von Nolte betrug vor dem Schlussdurchgang so nur noch knappe 15 hundertstel Sekunden. Am Ende waren es dann 18 Hundertstel. „Wir hatten es Stephi gewünscht, dass sie nochmal aufholt, dass sie uns aber so unter Druck setzt, hätten wir nicht gedacht. Der Fehler nach Kurve 14 hätte nicht sein müssen im dritten Lauf. Zum Glück habe ich es im letzten Lauf getroffen“, sagte die glückliche Laura Nolte.

Olympiasiegerin Mariama Jamanka (BRC Thüringen) landete im vierten deutschen Bob auf Rang sechs hinter der Amerikanerin Elana MeyersTaylor. Der in Winterberg wohnende Bob-Bundestrainer René Spies freute sich über die zwei Medaillen zum WM-Auftakt für sein Team und meinte: „Die jungenPilotinnen Laura Nolte und Kim Kalicki lagen im Soll, sie haben das gut gemacht. Zwei Medaillen sind gut. Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass wir den Angriff auf Kaillie Humphries wagen. Wir waren dicht dran. Es hat aber noch nicht gereicht.“ Spies blickte zudem bereits nach vorne Richtung Olympia 2022 und erwartet die US-Amerikanerin auch in China als starke Konkurrenz: „Das wird eine ganz harte Nummer.“ (pst)

Bildzeile: Deborah Levi und Laura Nolte freuten sich am verschneiten Samstag-Spätnachmittag über WM-Bronze in Altenberg -Foto: BSD/Viesturs Lacis.

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