Laura Nolte absolviert ihr Krafttraining in einer Werkstatt – Vertrag verlängert

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Bobsport: Die Coronakrise fordert auch die Wintersportler. Ebenso die Unnaer Bobpilotin Laura Nolte. Während Teamkollegen ihres BSC Winterberg ihr Krafttraining in der zum Fitnessstudio umfunktionierten Umkleide der Veltins-EisArena absolvieren, absolviert Nolte ihr Trainingsprogramm hauptsächlich in einer Werkstatt des Autohauses K+W Automobile in Schwerte.

Das Autohaus gehört dem Vater von Christopher Weber, Anschieber des Bobs von Johannes Lochner. Beide trainieren in der umgeräumten Werkstatt Kraft. Als die Coronakrise begann, konnte man keine andere Sportstätte benutzen. Als Kaderahletin dürfte sie zwar auch im Olympiastützpunkt in Dortmund in der Halle und im Kaftraum trainieren, aber da gibt es ihrer Meinung nach nur Training zu vorgegebenen Zeiten und unter strengen Regeln. Das ist in der Werkstatt nicht der Fall, wo man auch alle notwendigen Regeln einhält, aber zu flexibleren Zeiten trainieren kann. In die Halle geht es nur zum Laufen.

Nolte wie Weber wohnen in Dortmund, starten im Weltcup aber weiterhin für den BSC Winterberg. Sowohl der Bobanschieber als auch die Bobpilotin. Das bleibt für Laura Nolte auch in den nächsten beiden Jahren so. Sie verlängerte ihren Vertrag mit
mit dem Klub jetzt bis zu den Olympischen Winterspielen 2022. Zwar gab es Abwerbeversuche für die Bobpilotin, die in der vergangenen Saison eine sensationelle Premiere im Weltcup feierte, aber dem Vernehmen nach fühlt sich die 21Jährige wohl beim BSC Winterberg und ist aus vollster Überzeugung geblieben.

Laura Nolte studiert Wirtschaftspsychologie an der Ruhr Universität Bochum. Wegen der Coronakrise sitzt sie derzeit nicht im Hörsaal, sondern es wird online studiert. Im Sommer will sie eigentlich ein Praktikum machen, doch ob das klappt, steht nicht fest. Dennoch: Trotz der Umstände läuft das Training, das Studium ebenso – auf Grund der Coronakrise ist zwar alles etwas alternativer, doch es funktioniert.

Bildzeile: Laura Nolte trainiert derzeit an einem eigentlich ungewöhnlichen Ort – in einer Werkstatt des Autohauses K+W Automobile in Schwerte / Foto privat.

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