Lauf Team-Läufer suchen sich die Berge

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Hospizlauf 2016

Leichtathletik: Wer die Berge nicht vor der Haustür hat, der muss sie sich suchen. So oder ähnlich müssen die Organisatoren der Dortmunder Laufszene „Laufen in Dortmund“ sich das gedacht haben. Schon zum zweiten Mal beteiligten sich Christian Hahnen und Uwe Rüping, beide Lauf Team Unna, jetzt bei einem von den Dortmundern organisierten Marathon-Training. Die Strecke, die künstliche Hügel aufwirft, war dieses Mal die Motor-Crossstrecke in Werl. Dankbar ergriffen sie die Gelegenheit für dieses extra-harte Training mit Zeitwertung. Zeitgleich liefen sie nach 5 Stunden und 52 Sekunden ins Ziel ein. Leichter Regen in der Nacht zuvor hatte die Strecke noch etwas aufgeweicht und rutschig gemacht, sodass dringend Trailschuhe angesagt waren.

Nur 14 Tage später absolvierten die beiden einen weiteren Marathon mit echten Bergen in Solingen. Dieses Mal mit dabei Andreas Amberger, ebenfalls Lauf Team Unna. Der so genannte Wupperbergtrail über 42,2 km mit insgesamt 1575 Höhenmetern verlangte den Dreien alles ab. Im ähnlichen Zeitfenster platzierte sich Uwe Rüping (5:28:27 Std.) vier Minuten vor Christian Hahnen (5:32:27), während A. Amberger 5:52:01 Std. benötigte. Alle drei scheinen jetzt schon gut gerüstet zu sein für die Beteiligung am Röntgenlauf über die 63-km-Strecke Ende Oktober in Remscheid.

Eine ähnliche Absicht verfolgte Markus Sembach, der sich Mitte September erneut am so genannten Dorndellen Marathon auf der Bergehalde „Gutes Holz“ in Bergkamen beteiligt hat. Jetzt zum bereits zum 23. Mal ausgetragen, fiel es ihm, da er die Strecke inzwischen wie seine Westentasche kennt, nicht schwer, die hügeligen 42,2 km in 5 Std. 24:36 Minuten abzuspulen.

Bergläufer unter sich waren auch in Plettenberg (Sauerland) vertreten, wo sich Christian Hahnen (9:05:55 Std. / 2. Platz M45) zusammen mit Andreas Amberger (9:41:02 / 16. Platz M50) die 73 km lange Strecke ausgeguckt hatte. M. Sembach dagegen begnügte sich, da dieser Lauf nur eine Woche vor dem Dorndellen Marathon lag, mit der Marathondistanz in Plettenberg: er finishte nach 5:46:38 Stunden als 28. seiner AK M50.

Mit dabei beim Berlin Marathon am vergangenen Wochenende, wo ein neuer Weltrekordversuch um nur 6 Sekunden verpasst wurde, waren aus Unnaer Sicht Ingmar Uhrich (3:26:21 netto) und Michael Gruske (3:52:04). Man merkt trotz ihrer relativ guten Zeiten an den Platzierungen – Uhrich Platz 525 seiner AK M50 und Gruske Platz 160 der AK M60 – wie dicht diese beiden Altersklassen des europaweit wohl beliebtesten Stadtmarathons besetzt sind.

Jetzt schon drei Wochen zurückliegend, am 11. September, beteiligten sich am Dortmunder Citylauf drei Lauf-Team-Mitglieder. Dabei kam Andreas Milk (Bild) mit der ungewöhnlichen Wärme noch am besten zurecht. Er finishte in 46:51 min und gelangte auf Platz 12 der AK M50. Noch nicht ganz dem Anfänger-Modus entwachsen, den sie sich im Anfängerkurs im April/Mai zugelegt hatten, präsentierten sich Mirja Schömann (1:08:00 / 10. W40) und Cathrin Franke (1:12:26 / 11. W40) zu sein. Allerdings gaben auch sie zu, dass ihnen die Hitze arg zugesetzt hat. Andreas Milk war wohl nicht ganz zufrieden mit seiner Dortmunder Zeit, denn bei leicht angenehmeren Temperaturen finishte er zwei Wochen darauf beim Emdener Deltflauf in neuer persönlicher Bestzeit in 45:06 Minuten (4. Platz AK M50).

Und ganz aktuell meldet Gregor Kausträter eine Zeit von 2:00:48 Stunden (netto) im Halbmarathon, den er bei den Bertlicher Straßenläufen bestritt. Platz 9 der AK M45 war ihm sicher, wenngleich er nicht ganz zufrieden schien, die 2-Stundengrenze nicht geknackt zu haben. Soll heißen: „Ich kann auch besser!“

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