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KSV-Handball „verliert“ seine Heimat – Riesenproblem tut sich für die Drittliga-Frauen auf

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Handball: Verständnis auf der einen Seite, Frust auf der anderen, der sportlichen Ebene, bei den Handballern des Königsborner SV. Dass die Kreissporthalle, Heimat des KSV,  im Pandemie-Plan des Kreises Unna eine große Rolle spielt, war zwar bekannt, aber dass die Halle tatsächlich einmal für diesen Plan zur Verfügung stehen muss, damit hatte niemand gerechnet.

Aber Corona macht es (leider) möglich. Der Kreis Unna benötigt die Halle, um ein Test-Zentrum für Corona-Tests zu errichten. Somit „verliert“ der KSV-Handball ab dem 31. August seine Heimat und muss in andere Hallen ausweichen. Und damit bekommen besonders die Drittliga-Frauen ein Riesenproblem. In der 3. Liga wird ausschließlich mit Harz gespielt – auch das Training ist darauf abgestimmt. Ein Training und Ausweichen in der harzfreien Kreissporthalle 2 oder in andere Unnaer Hallen ist nicht möglich. „Uns wird die sportliche Grundlage entzogen“, so ein frustrierter Trainer Kai Harbach. „Immerhin sind wir der ligahöchste Mannschaft in der Stadt und auch im Kreis und da sollte man doch Möglichkeiten für uns finden mit Harz trainieren zu können.“

Das Sportamt der Stadt Unna hat viele Trainingszeiten in der neuen Kreissporthalle 2 für den Verein freigegeben. Somit können die Mannschaften fast ihre Trainingseinheiten behalten.  Auch die Jugendspiele sowie die Spiele der Herrenmannschaften und der dritten und vierten Damenmannschaft werden in der neuen Halle stattfinden. Aufgrund der zu erwartenden Zuschauer wird die zweite Damenmannschaft ihre Spiele der Verbandsliga in der Hellweghalle austragen.

Anders die Lage für die erste Damenmannschaft. Da sie, bedingt durch die Zugehörigkeit zur 3. Liga, mit Harz spielen muss, ist ein Training in der harzfreien Kreissporthalle 2 nicht möglich. Die  Heimspiele der Mannschaft müssen in der Hellweghalle ausgeführt werden. Für wie lange dieser Zustand anhält, ist noch nicht bekannt. Auf jeden Fall müssen nun alle bisher terminierten Spiele umgeplant werden und es  muss für beide Hallen ein Hygienekonzept erstellt werden. Dies lag bisher nur für die Kreissporthalle 1 vor.

Königsborner Trainer hat volles Verständnis für Corona-Maßnahmen, die vonseiten des Kreises und der Stadt zu treffen sind, „aber es müsste uns auch geholfen werden.“ Für die  Heimspiele muss Sie wird daher in die Hellweghalle ausweichen müssen. Auch die Heimspiele der Mannschaft müssen in dieser ausgeführt werden.

Kleiner Lichtblick: Da die Kreissporthalle I im nächsten Jahr sowieso saniert werden soll, kann der KSV schon einmal üben, wie es in der Zukunft aussehen könnte.

Bildzeile: Die Neuen des KSV Jana Möllmann, Jessica Hackerts und Teresa Juenner.

Donnerstag-Testpiel gegen Zweitligist TV Beyeröhne

Am Donnerstagabend um 20 Uhr bestreitet Drittligist Königsborner SV das erste Testspiel unter Coronabedingungen in der Kreissporthalle gegen Zweitligist TV Beyeröhde – ohne Zuschauer. Dabei werden die Neuen der Königsbornerinnen, Jana Möllmann (ASC Dortmund), Teresa Juenner (Ruhrtal Witten) – beide Torfrauen – sowie Jessica Hackerts (Ruhrtal Witten) und Jona Krollmann (BVB und Zweitspielrecht), zum Einsatz kommen.

Bildzeile: Die Kreissporthalle 1 steht den Handballern des Königsborner SV ab 31. August für den Trainings- und Spielbetrieb vorerst nicht mehr zur Verfügung / Fotos KSV.

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