KSV-Damen spielen Angsthasen-Handball gegen Spitzenreiter Aldekerk

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Handball, 3. Bundesliga Frauen: Königsborner SV – TV Aldekerk 21:30 (10:16). Tabellenführer TV Aldekerk war eine Nummer zu groß für Aufsteiger Königsborner SV. Das Hinspiel hatten die KSV-Damen „mit acht“ verloren – am Samstag wurde es im Heimspiel deutlicher. Nach 60 eher schwachen Minuten hieß es am Ende 21:30. Entsprechend enttäuscht zeigte sich KSV-Trainer Kai Harbach: „Wir haben Angsthasen-Handball gespielt. So gewinnt man kein Spiel mehr.“

Mutig zu spielen, das hatte der Königsborner Coach seinen Damen vor dem Anpfiff mit auf den Weg gegeben. Doch davon war phasenweise nur in Halbzeit eins etwas zu sehen. 5:6 (12.) und 9:11 (24.) hieß es zwischenzeitlich. Doch schon hier wurde deutlich, dass sich die Gastgeberinnen nur schwerlich gegen die offensive Deckung des Spitzenreiters behaupten konnten. Zur Halbzeit war der Rückstand schon auf 10:16 angewachsen. Und er wuchs weiter nach der Pause. Ein 15:23 stand in der 43. Minute an der Anzeigetafel in der nicht wie sonst gefüllten Kreissporthalle. So hielt sich die sonst so lautstarke Unterstützung von den Rängen in Grenzen. Die Königsborner Deckung zeigte sich löchrig und vorne häuften sich die technischen Fehler. Einfachste Bälle konnten nicht kontrolliert werden. So nahm das Unheil seinen Lauf. Am Ende stand eine Heimniederlage „mit neun“ zu Buche.

KSV-Trainer Kai Harbach in seiner weiteren Spielanalyse: „Aldekerk hat nicht unbedingt den Top-Spitzenreiter ausgespielt, aber sie mussten einfach nur auf unsere Fehler warten und das hat denen gereicht. Das haben sie gut gelöst. Wir dagegen haben heute wirklich grausam schlecht gespielt. Da sehe ich richtig schwarz, was die nächsten Wochen angeht. So gewinnt man kein Spiel. Darüber müssen wir nicht diskutieren. Wir wussten, dass Aldekerk offensiv decken würde, aber die Abspielfehler und das Null-Tempo, was wir gezeigt haben, das war schon richtig traurig. Von der Leistung und zumal Zuhause bin ich maßlos enttäuscht.  Jetzt wird es richtig schwer. Die Pause war nicht maßgeblich für den schwachen Auftritt, das ist eine Einstellungssache. Ich habe vor dem Spiel gesagt, das wir mutig spielen wollen, in der Pause habe ich dann gesagt, wir spielen wie Angsthasen. Wir haben uns nichts zugetraut, es kam überhaupt kein Feuer auf bei den einzelnen Spielerinnen. Für die Liga war das deutlich zu wenig. Schnell abhaken.“

KSV: Ebel, Seckelmann; Matalerz 4/4, Wrede 1, Benden 2, Prasch, Pelz, Köppel 1, Feldmann 1, Bergmann 5, Esterhaus 4, Gerbe 2.

Bild: Meike Esterhaus (re.) nimmt sich hier einen Wurf aus dem Rückraum. Insgesamt war die Königsborner Leistung enttäuschend.

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