KSB Unna: Volles Haus beim Thema „Mobbing und seine Präventionsmöglichkeiten“ – Sport bietet Möglichkeiten dazu

Allgemein: Luisa Müller, Freiwilligendienstlerin (FSJ) bei der Sportjugend im KreisSportBund Unna e.V., stellte in der vergangenen Woche ihr Filmprojekt zum Thema Mobbing vor. „Kurz nach Beginn meines FSJ an der Kardinal-von-Galen Grundschule in Werne Stockum kam mir die Idee zu diesem Projekt. Ursache war unter anderem der Umgang der Kinder untereinander und die Art und Weise miteinander zu reden“, so Müller zu dem scheinbar ungewöhnlichen Projekt an einer Grundschule. Mobbing z.B. durch Ausgrenzung hat es immer schon gegeben. Doch der Einsatz moderner Medien und vor allem unsere Handykultur in der bereits Kindergartenkinder ein Handy und damit WhatsApp benutzen, macht das Thema für die Schüler und Schülerinnen noch bedeutender.

Um das Thema interessanter und anschaulicher für die Kinder zu gestalten, hat sich Müller des Mediums Film bedient. Damit eröffnete sich ihr die Möglichkeit, die Bearbeitung des Themas den Eltern der Kinder aber auch anderen Schülerinnen und Schülern in der Schule zu zeigen und somit an dem Thema teilzuhaben.

Zwei Monate hat Müller im Unterricht mit den 3. und 4. Klassen verschiedenste Punkte zu diesem Thema erarbeitet. Dabei wurde nicht nur gedreht, sondern auch Plakate z.B. mit dem Titel „Ich bin stark, du bist stark, gemeinsam sind wir stark“ erstellt. In den dritten Klassen ging es dabei bevorzugt um Prävention zur Vermeidung von Mobbing und welche Möglichkeiten der Sport in diesem Bereich bietet. In den vierten Klassen wurde zudem intensiv das Thema „Cybermobbing“ bearbeitet. Ziel war es, die Kinder zu sensibilisieren und Strategien zur Vermeidung und auch Bewältigung von Konflikten zu erarbeiten. Leider, und das zeigte auch der Film, ist einigen Kindern, häufig aber auch Erwachsenen, nicht bewusst, was sie mit ihren „Veröffentlichungen“ anderen Menschen antun. Erarbeitet wurde noch, dass es nicht nur Opfer und Täter gibt. Auf einem Plakat konnte man lesen, dass es dann noch Mitläufer, Zuschauer und Wegschauer gibt, die sich mitschuldig an dem Mobbing machen.

Martin Kusber vom KSB Unna und zuständig für die Betreuung der FSJlerInnen bei der Sportjugend im KSB Unna bedankte sich bei Müller für ihren Einsatz, der weit über ihre dienstliche Verpflichtung hinausging. Trotz der kurzen Zeit, so Kusber, haben die Kinder gesehen und gelernt, was Mobbing ausmacht und was sie tun können, wenn sie in eine solche Situation geraten. „Das Gelernte noch einmal visuell präsentiert zu bekommen, vertieft das Verständnis in die Problematik noch. Ich hoffe, dass die Kinder es dadurch nie vergessen werden“, zieht Kusber ein sehr positives Resümee aus der Projektarbeit von Luisa Müller.

Bild: KSB Unna

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