Krombacher-Kreispokal: IG Bönen zieht in das Finale ein – Späte Tore – Rudelbildungen – Zwei Rote Karten

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Fußball, Krombacher-Kreispokal, Halbfinale: Eintracht Werne – IG Bönen-Fußball 0:2 (0:0). Geschafft! Landesligist IG Bönen steht im Finale des Kreispokals und ist der Gegner der Hammer SpVg am 22. August am Bönener Rehbusch. 2:0 siegte der Favorit am Samstagabend beim ambitionierten A-Kreisligisten Werne. Ein verdienter Sieg, der aber gemessen am Spielverlauf und vor allem angesichts der sich gebotenen Chancen zu knapp ausgefallen ist.

Und genau diese Chancenverwertung gefiel IGB-Trainer Ferhat Cerci ganz und gar nicht. „Wenn du bei solchen Spielen nicht schnellstmöglich den Sack zumachst und die Chancen nicht verwertest, dann bleibt das Spiel offen und die Hektik nimmt zu“, bilanzierte er. „Wir hatten vier Hundertprozentige. Allein Serhat Gün hatte drei davon und auch noch Arif Et.“ So hätten wir dann 6:0 oder 6:1 gewinnen können.“ Dass es am Ende dann „nur“ ein 2:0 wurde, war nach dem Spielverlauf schon verdient, aber eben erst den späten Toren geschuldet. Arif Et verwandelte im Nachschuss einen Elfer nach Handspiel eines Werne-Spielers. 0:1 (68.).  In der Nachspielzeit beseitigte Yasin Acar schließlch alle Zweifel mit dem 0:2 und damit war der Finaleinzug festgezurrt.

Bildzeile: Jubel bei der IG nach dem Elfmetertor zum 1:0.

Schiedsrichter Jan Maßmann zögerte in der 68. Minute beim Handspiel eines Werners keine Sekunde, zeigte sofort auf den Punkt. Alle Proteste der Gastgeber nutzten nichts. Allerdings luden die Gastgeber ihren Frust anschließend in einer teilweise überharten Gangart ab. Kurtovic und Baslarli sahen für Fouls Gelb. Die Partie beruhigte sich nicht mehr. Es kam zu Rudelbildungen und zu Roten Karten. In der 77. Minute flog Wernes Adas runter wegen einer Tätlichkeit. Gleiches erlaubte sich nach Spielschluss Bönens Akyüz, sah ebenfalls Rot.

Laufbereitschaft und Spielaufbau stimmten weitgehend beim Favoriten. „Das war ordentlich“, was Ferhat Cerci auch seinen Spielern bestätigte, von denen einige seiner Meinung nach unter Normalform blieben, gerade in der Offensive. Die Auswechslungen stimmten ihn nicht auch nicht zufrieden. „Die Jungs, die reingekommen sind, bis auf Serhat Gün, haben nicht das gebracht, was ich mir vorgestellt habe“, seine Kritik. „Wenn du sie bringst, dann erhoffe ich mir noch einmal Power und zusätzliche Sicherheit. Das ist uns nicht gelungen. Das war unser Hauptproblem“

Bönen hatte im gesamten Spielverlauf die größeren Spielanteile und ließ eigentlich nur eine Torchance des Gegners zu. Den gefährlichen Distanzschuss konnte IG-Keeper Klemmer um den Pfosten lenken.

Der Bönener Coach hielt einen Mannen aber auch zugute, dass man noch mitten in der Vorbereitung ist. „Dass einiges noch nicht so läuft, ist klar. Ich erwarte jedoch schon eine gewisse Kaltschäuzigkeit in den Aktionen. Wir haben viel zu spät das 2:0 gemacht.  Das musste früher fallen, dann hätte man eine ruhigere Phase gehabt. Man hat ja gesehen, beim Stande von 1:0 hat Werne nochmal versucht, alles rauszuholen.  Das Spiel lief dann hin und her. Das sollte nicht sein.“

Eintracht: Rafalski, Sari (90. Kozlik), Akyüz, Kurtovic (80. Sylla), Martinovic, Saadouni (62. Sahin), Bajric, Adas, S. Baslarli, Bozkurt (74. D. Ünal), S. Ünal.
IG: Klemmer, Kaya (70. Born), Akyüz, Gümüstas (58. Gün), Et, Uysal, Kusakci, Algan, Dotor-Ledo, Kuhn (76. Budak), Tirgil
Tore: 0:1 (68.) Et Strafstoß, 0:2 (90.) Acar.
Bes. Vork.: Rote Karte für Adas wegen Tätlichkeit (77.); Rote Karte für Akyüz (97.) wegen Tätlichkeit.
Schiedsrichter: Jan Maßmann.

Bildzeile: Vor allem in der 2. Halbzeit legte Werne eine teilweise überharte Gangart an den Tag, wie in dieser Szene zu sehen ist.

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