Krombacher-Kreispokal: IG Bönen wirft Oberligist Rhynern im Elferschießen aus dem Cup

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Fußball, Krombacher-Kreispokal, 2. Runde: IG Bönen-Fußball – Westfalia Rhynern 7:5 n.E. (0:0/2:2). Es wurde dunkel am Bönener Rehbusch. Fast schon zu dunkel. Doch alle fünf Bönener Elfmeterschützen behielten klare Sicht und verwandelten ihre Elfer sicher. Das waren Cabuk, Budak, Güvercin, Et und Algan. Das Ergebnis: 7:5 gewonnen und der Einzug in die 3. Runde des Pokals. Nach 90 Minuten hatte es am Bönener Rehbusch vor 300 Zuschauern 2:2 gestanden.

Bildzeile: Jubel bei den IG-Spielern nach dem Pokalerfolg.

Ärgerlich für Hakan Sezer – er wohnt in Bönen – in Diensten von Rhynern, dass er beim letzten Elfer am Bönener Keeper Marcel Klemmer scheiterte. Das war die Entscheidung. Zuvor hatte er jedoch in der Schlussminute für den 2:2-Ausgleich gesorgt und damit das Elfmeterschießen ermöglicht.

Bönen fand abwartend ins Spiel, tastete den Oberligisten erstmal ab und wurde dann zunehmend mutiger. Riesenchancen taten sich auf für Arif Et, der in aussrichtsreicher Position nicht abschloss (30.). Dann traf Gün nach Traumpass von Et aus acht Metern nur den Querbalken (37.). Da musste Bönen längst führen.

Neuzugang Emre Demir trifft zum 1:0

In Halbzeit zwei kreierte Bönen weitere Möglichkeiten. Doch erst nach gut einer Stunde Torjubel beim Landesligisten, als Neuzugang Emre Demir eine schöne Kombination erfolgreich abschloss. Die IG blieb am Drücker. Et und Zübeyir Kaya hatten den zweiten Treffer auf dem Fuß. Das Tor fiel allerdings dann auf der anderen Seite. Als IG-Keeper Marcel Klemmer eine Faustabwehr nicht weit genug wegboxen konnte, nahm Rhynerns Leon Müsse Maß und wuchtete die Leder aus der Distanz in die Bönener Maschen. 1:1. Doch schon zwei Minuten später antwortete Et im zweiten Versuch per Kopf mit dem 2:1. Et bugsierte die Lederkugel noch ein weiteres Mal ins Rhynerner Tor, doch der gut leitende Schiedsrichter Thorsten Molde sah den Torschützen im Abseits. Rhynern schien geschlagen, doch der eingewechselte Sezer stellte das 2:2 her.

IG Bönen trifft in Runde drei auf Oberligist Holzwickeder SC

Dann das Elfmeterschießen mit dem glücklicheren Ende für den Landesligisten. Rhynern war raus und die IG steht in der 3. Runde, wo es gegen Oberligist Holzwickeder SC geht.

Beim HSC hatte man das Bönener Weiterkommen registriert. HSC-Co-Trainer Florian Bartel: „Wir freuen uns auf dieses Spiel gegen diesen starken Gegner. Die IG Bönen hat große Ambitionen und ein erstklassiges Team. Wir freuen uns auf den 7. Oktober im Achtelfinale. Für alle Fußball-Freunde in Kreis wird das ein spannendes und großartiges Spiel.“

IGB: Klemmer, Spahic, Güvercin, Et, Uysal (57. Kaya), Acar (81.) Born, Kusakci, Budak, Dotor-Ledo, Demir (63. Algan), Gün (63. Cabuk).
Westfalia: Eul, Hellmich, di Vinti (46. Korkut), Toy, T. Franke (46. P. Franke), Müsse, Ploczicki, Gutsche, Daoudi, J. Kleine (57. Sezer), Michler.
Tore: 1:0 (63.) Demir, 1:1 (80.) Müsse, 2:1 (81.) Et, 2:2 (90.) Sezer – Elfmeter Cabuk, Budak, Güvercin, Et, Algan/IG – P. Franke, Müsse, Toy/Westfalia.

Trainerstimmen
Ferhat Cerci (IG): „Ich muss den Hut ziehen, was wir an spielerischem, läuferischem und kämpferischem geboten haben. Das haben wir am Sonntag in Haltern ein bisschen vermissen lassen, heute jedoch abgeliefert gegen einen Oberligisten. Das darf man nicht vergessen, wie Rhynern haben auch wir rotiert. Die Jungs, die reingekommen sind, haben mit zur mannschaftlichen Geschlossenheit beigetragen. Wir haben fünf Spieler aufgeboten, die am Sonntag nicht gespielt haben. Wir mussten das Spiel schon in der 1. Halbzeit für uns entscheiden. Dann wäre es nicht zum Elfmeterschießen gekommen. Das was ich als Positivum mitnehme, ist, dass wir uns gegen einen Oberligisten viele gute Chancen herausgearbeitet haben. Die müssen wir natürlich vollenden. Das ist unser Hauptproblem. Daran müssen wir weiter arbeiten.“
Michael Kaminski (Westfalia):“Ich muss IG Bönen zum verdienten Weiterkommen gratulieren.  Bis auf die Chancenverwertung hat das Bönen eigentlich gut gemacht. 2. Halbzeit hätten sie den Sack zumachen müssen. Wir haben uns kaum Chancen erspielt. Daraus haben wir jedoch zwei Tore gemacht. Dass es schwer werden würde, mit den jungen Spielern, war mir klar. Aber nicht alle waren jung, sodass ich schon etwas mehr erwartet habe. Wichtig ist auch, dass sich keiner verletzt hat.“

Bildzeile: Der Bönener Zübeyir Kaya (li.) versucht in dieser Szene Rhynerns Dennis Gutsche auszuspielen.

 

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