Fußball-Kreisliga A: Nachlese zum 7. Spieltag

675

Fußball: Die Überraschung des 7. Spieltages wird vom Unnaer Südfriedhof gemeldet. Hier musste sich Spitzenreiter RW Unna dem Aufsteiger VfK Weddinghofen 1:3 geschlagen geben. „Wir haben uns das Heimspiel natürlich ganz anders vorgestellt“, blickte RWU-Coach Sebastian Laub auf die 90 Minuten zurück, „die Enttäuschung ist jetzt riesengroß.“ Er sah zu viele Fehlpässe seiner Mannschaft, die auch zu hektisch agierte, gedanklich nicht frisch wirkte. Insgesamt bescheinigte er dem Gegner einen verdienten Sieg. Wilhelm Schlej steht aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung. Burak Akar, der bereits seit einiger Zeit in der „Ersten“ von RWU spielt, bleibt jetzt fest im Kader. Zuvor spielte Akar in der „Zweiten“. Neugebauer, Richter und Fröse fehlten

Mit einem Sieg hatte Laubs VfK-Kollege Daniel Knapp nicht gerechnet, wäre schon mit einem Unentschieden zufrieden gewesen. Es kam besser. Weddinghofen war kämpferisch und läuferisch die bessere Mannschaft. Sein Erfolgsrezept: „Wir haben defensiv wenig zugelassen und unsere Gelegenheiten genutzt.“ Mit dem vierten Saisonsieg schob sich der Aufsteiger auf Tabellenrang fünf vor.

Ralf Dreier, Trainer der SG Massen, ging mit gemischten Gefühlen in das Stadtderby in Hemmerde. Die Tatsache, dass die Hemmerder gerade gegen stärkere Mannschaft über sich hinaus wachsen, bereitete ihm Kopfzerbrechen. Und dann musste er auch noch vor dem Anpfiff sein Team umbauen, denn Kohlmann und Jaeger konnten nicht auflaufen, kamen erst später rein. Doch dann lief es und zur Halbzeit lag die SGM schon 3:0 in Front. „Dann kam das, was häufiger bei uns vorkommt“, monierte der Coach, „wir lassen die Zügel schleifen und der Gegner kommt heran.  Nach den Chancen auf beiden Seiten hätte es auch 8:4 ausgehen können. Dennoch war es ein verdienter Sieg für uns.“
Seine Kollege vom TuS Hemmerde, Georgios Kipreos, war mit der Einstellung seiner Mannen überhaupt nicht zufrieden. „Wir haben die erste Halbzeit total verpennt“, kartete er nach. In der Halbzeitpause fand „Yogo“ die richtigen Worte, sein TuS wurde stärker und machte das 1:3. Weitere Chancen wurden nicht genutzt und so musste man die fünfte Niederlage hinnehmen.

Sowohl für den SuS Oberaden als auch für SuS Kaiserau II wurde die Begegnung als richtungsweisend ausgegeben. Dabei fehlten SuS-Coach Michael Pannicke  Schulz, Tobio-Lemos und Suljakovic. Erikoglu und Goslawski konnten doch spielen. Doch wie schon oft nutzte Oberaden die sich bietenden Chancen nicht. „Wir scheitern im Moment an uns selbst“, nicht nur am Sonntag Pannickes Erkenntnis. Gewinnen wollte er, um den Anschluss an das untere Mittelfeld zu erreichen. Daraus wurde nichts und der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt schon fünf Zähler.
Ein Tor von Ben-Martin Jendis in der 61. Minute entschied das Derby am Oberadener Römerberg zugunsten der Kaiserauer. „Ein glücklicher, aber sehr wichtiger Sieg für uns“, freute sich SuS-Coach Michael Hoffmann über den positiven Spielausgang. Mit nunmehr sieben Zählern rutschte Schwarz-Gelb auf Tabellenrang 13 vor.

Mit dem 1:0 des TSC Kamen gegen Cappenberg zeigte sich TSC-Trainer Tuncay Sönmez überhaupt nicht zufrieden. Wenn man den Gegner 90 Minuten im Griff  hat und sich klare Chancen herausspielt, aber nicht trifft, dann kommt so ein Ergebnis zustande“, ärgerte er sich. „Cappenberg hatte zwei Torschüsse und macht einen rein. Das ist ärgerlich.“ Auf Seiten der Kamener waren Keske, Iscan, Tekkanat und Aktas wieder dabei.
Die Serie beim BSV Heeren hielt auch gegen die U23 von Westfalia Wethmar. Im nunmehr fünften Spiel blieb die Eckei-Truppe ungeschlagen. Erst nach der Pause wurde seine Mannschaft galliger und verdiente sich das 2:2-Unentschieden. BSV-Coach Sebastian Eckei: „Das spricht für die Moral, wenn man gegen so einen Gegner nach einem solchen Spielstand nochmal zurück kommt. Insgesamt bin ich mit der Leistung ab der 30. Minute zufrieden.“ Zwei Kloeter-Tore bedeuteten den Ausgleich. Saethamma und Felix fehlten rotgesperrt, Kissing war im Urlaub.
Westfalia-Trainer Simon Erling anerkannte, dass sich Heeren aufgrund der 2. Halbzeit den Punkt verdient hat. „Wir sind eben noch nicht so weit, solch einen Vorsprung dann auch einfach mal dreckig über die Zeit zu bringen.“ Ihm erscheint es wichtig, dass man aus dem Spielverlauf endlich einmal die richtigen Lehren ziehe, um es künftig besser zu machen.
„Nicht gut gespielt, aber die drei Punkte gegen TuS Niederaden geholt“. Auf diesen Nenner brachte Adrian Ruzok, Trainer des SV Frömern das 4:2 für sein Team Er musste nur auf Martello verzichten.
Alex Berger, der Niederadener Coach haderte vor allem mit der miserablen Chancenverwertung. „Wir haben uns mal wieder selbst übertroffen, einmal im Chancen vergeben und einmal im Produzieren von Fehlern.“
Nach dem Sechserpack zuletzt gegen RW Unna musste der Königsborner SV wiederum ein halbes Dutzend Gegentore beim neuen Spitzenreiter Bork einstecken. 1:1 hieß es noch zur Halbzeit, doch dann ging dem KSV die Luft aus. Kein Wunder, denn es fehlten mit Grassat, Kisa, Schiller, Dinyelu, Krzyzak, Bügel, Heyna, Bräckelmann und Eichhorst fast eine komplette Mannschaft.
Ohne Verstärkung von oben und auch ohne acht Leistungsträger landete die U23 des SSV Mühlhausen-Uelzen  einen verdienten 4:2-Heimerfolg gegen den SV Bausenhagen. SSV-Coach Maik Portmann – er musste selbst eine Stunde lang mithelfen auf dem Platz – zog den Hut vor der Leistung seiner Truppe. Die frühe Führung durch Schröder habe ihm in die Karten gespielt, bekannte „Porti“. Holzapfel  markierte das 2:1 und binnen sechs Minuten schraubten erneut Schröder und Lokatis das Ergebnis auf 4:1. Das war der Sieg.
SVB-Co-Trainer Uli Neuhaus war absolut enttäuscht von seiner Truppe: „Wir alle sind stinksauer“, schimpfte er. „Vorne machen wir unsere Chancen nicht weg und hinten klingelt es.“ Eine solche Leistung müsse man kritisch hinterfragen. Der SVB ist mittlerweile auf Rang 14 abgerutscht.

SpVg Bönen, IG Bönen und SuS Rünthe erfolgreich

Zufrieden zeigte sich Hendrik Dördelmann, Trainer der SpVg Bönen, nach dem 3:0-Auswärtserfolg bei der Wiescherhöfener Reserve. Zufrieden mit der Abwehr mit der Viererkette Öncül, Güner, Holtmann unl Poljsak sowie mit dem Angriff, der gemessen an den Chancen durchaus noch mehr Tore hätte erzielen können. Zu viele spielerische Lösungen habe man gesucht statt konsequenter abzuschließen. Kommenden Sonntag hat die Spielvereinigung spielfrei und dann kommen  nacheinander die dicken Brocken Werne, BV Hamm und Herringen.

Nicht viel Positives konnte Tayfun Basyigit, Spielertrainer der IG Bönen, trotz des 4:3-Sieges auswärts bei der Hammer SpVg III mitnehmen. „Unverdient gewonnen“, lautete sein Fazit. Spielerisch lief nicht viel, kämpferisch bedingt nur in Halbzeit zwei. Sauer war er insbesondere über Öztürk und Toure, die  in den Schlussminuten die Rote Karte sahen. „Nicht unberechtigt“, befand Basyigit. Sie vergrößern die ohnehin schon erheblichen Personalprobleme.

Nur einen Treffer ließ der erneut ersatzgeschwächte TVG Flierich-Lenningsen gegen den Favoriten Mark zu. Der fiel in der 52. Minute, als der Marker Torschütze blank am zweiten Pfosten stand und einköpfte. Die fünfte Niederlage im siebten Spiel. Nur vier Punkte hat der Tabellenvierzehnte aufzuweisen, einen Zähler mehr als Wiescherhöfen II, Hammer SpVg III und Lohauserholz II auf den Abstiegsrängen. Dennoch bleibt man noch gelassen am Butterwinkel.

Mächtigen Redebedarf hatte Emre Aktas, Trainer RW Unna II, nach dem 1:7 in Stockum in dieser Woche: Die Mannschaft habe sich zu früh aufgegeben, seine Kritik. Da wollte er auch nicht gelten lassen, dass mit Drees und Dikmen das komplette zentrale Mittelfeld gefehlt hat. Aktas: „Dennoch hatten wir nach dem 0:1 zahlreiche Möglichkeiten zum möglichen Torerfolg. Doch dann produzierte RWU zahlreiche Fehler und wurde dafür bestraft.

Saisonsieg Nummer drei für den SuS Rünthe – und dazu auch hochverdient, wie SuS-Trainer Engin Abali, Trainer SuS Rünthe, nach Spielschluss konstatierte. „Wichtige Punkte gegen einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.“ Einzig mit der Chancenauswertung war der SuS-Coach nicht zufrieden. „Der Sieg hätte eigentlich viel klarer ausfallen müssen.“ Mit dem 4:2-Erfolg verschaffte sich Rünthe etwas Luft auf die abstiegsgefährdete Zone.

Bild: Mühlhausens Trainer Maik Portmann war am Sonntag gleich doppelt gefordert. Zum einen half er als Feldspieler eine Stunde mit aus und den Rest des Spiels coachte er von der Seitenlinie.

Vorheriger ArtikelBSV-Frauen gewinnen Landesliga-Vergleich und ziehen ins Pokal-Halbfinale ein
Nächster ArtikelFußball-Kreisliga A: Prognosen und Tipps zum 8. Spieltag von Alexander Berger

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.