Kommt die zehnminütige Zeitstrafe im Amateurfußball wieder?

392

Fußball: Kommt die zehnminütige Zeitstrafe im Amateurbereich wieder? Der DFB stimmte  einem Pilotprojekt in Hessen zu, das über zwei Jahre den Einsatz von Zeitstrafen auf Kreisebene, und zwar ausdrücklich bei Männern und Frauen, Jungen und Mädchen, testen soll. Nicht nur in Westfalen blickt man auf das Pilotprojekt.

Ablaufen soll das Ganze so, dass die Zeitstrafe als zusätzliches Instrument für den Schiedsrichter zwischen die Gelbe und Rote Karte gelegt werden soll. Erst nach einer abgesessenen Zeitstrafe soll es in der Regel einen Platzverweis geben.

Zur Saison 1978/1979 führte der Deutsche Fußball-Bund einst eine zehnminütige Zeitstrafe im Amateurbereich ein. Erst mit Einführung der Gelb-Roten Karte 1992 verschwand die Zeitstrafe im Seniorenbereich wieder. Nun gibt es Überlegungen, sie auf Kreisebene im Seniorenbereich wieder flächendeckend einzuführen.

Der Spieler soll sich so etwa für zehn Minuten am Spielfeldrand unter dem Einfluss von Personen seines Vereins wieder beruhigen. Gerade eine Gelb-Rote Karte, die der eine oder andere Akteur bislang aus Frust wegen Meckerns kassiert hat, könnte so wahrscheinlich vermieden werden. Der Wunsch nach dieser Lösung war aus den hessischen Vereinen an den Verband herangetragen worden. Von der Zeitstrafe erhoffen sich die Verantwortlichen vor allem eine Deeskalation – in den vergangenen Monaten wurden Schiedsrichter vermehrt angegriffen. Wie die Regel umgesetzt werden soll, bedarf noch der Beratung.

 

 

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.