Königsborner Handball-Damen behalten die Punkte

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Handball: Die Punkte bleiben beim Königsborner SV. Das Spiel wird mit 2:0 und 0:0 Toren für den KSV gewertet. So lautet die Entscheidung von Andreas Tiemann, dem Vorsitzenden der Technischen Kommission im Handball Verband Westfalen (HVW), der sich mit dem Fall zu beschäftigen hatte. Damit wertete er die Vorkommnisse im Frauen-Verbandsligaspiel Königsborner SV – HSG Hohenlimburg, das wie berichtet beim Stande von 26:16 für den KSV in der 49. Minute abgebrochen wurde, weil ein Zuschauer HSG-Spielerinnen beleidigt haben soll. Hohenlimburg weigerte sich weiter zu spielen.

Sinngemäß heißt es in der Thiemann-Entscheidung, dass sich Offizielle von Hohenlimburg im Sinne der Handballregeln unsportlich verhalten und trotz Aufforderung der Schiedsrichter geweigert haben weiter zu spielen. Somit hätten sie den Spielabbruch verursacht. Ein klarer Urteilsspruch. Auf Anfrage erklärte dazu der KSV-Vorsitzende Bernd Kuropka, dass man froh sei, die Punkte behalten zu dürfen.

Was war am 23. Oktober in der besagten 49. Minute in der Hellwegsporthaller passiert?  Königsborns Spielerin Jona Krollmann wurde gefoult. Der besorgte Vater Kai Harbach – bekanntlich Coach der ersten Damen des KSV – sprang von der Tribüne auf das Spielfeld und wollte seiner Tochter verständlicherweise helfen. Nach einer Erstbehandlung führte er sie zur KSV-Spielerbank. Dabei soll er Hohenlimburger Spielerinnen beleidigt haben. So vermerkten es auch die Schiedsrichter im Spielbericht. Die Harbach-Beleidigungen nahm Hohenlimburg zum Anlass, nicht mehr weiterspielen zu wollen. Die Unparteiischen brachen daraufhin die Begegnung ab.

Das mögliche Fehlverhalten von Kai Harbach wird der Landesspruchausschuss noch gesondert im Sinne der Trainerordnung des DHB bewerten.

Bildzeile: Andreas Tiemann / Foto HVW

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