Königsborner Drittliga-Damen in einem Wechselbad der Gefühle

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Handball: Corona bereitet den Drittliga-Frauen des Königsborner SV ein Wechselbad der Gefühle. Denn: Zunächst der Verlust der Heimspielststätte in der Kreissporthalle. Es gab dann fast täglich Änderungen im Spielbetrieb. Im Kreis Hellweg fliegt bekanntlich kein Handball bis zum Jahresbeginn. Im Verband Westfalen ist erst einmal Pause, auch im Training, bis Ende November. Ab Oberliga herrschte zunächst Unklarheit, wie es weitergeht. Das betraf auch die KSV-Frauen, die sich unter dem Dach des DHB in der 3. Liga, Staffel Nord-West bewegen.

Der DHB der DHB „eruiert“ noch, ob die 3. Liga eine Profiliga ist, und demnach unter verschärften Corona-Schutz-Bedingungen weiterspielen „darf“. Wobei das „darf“ hier eindeutig durch ein „muss“ zu ersetzen ist. Denn das würde bedeuten, dass die Königsborner Damen mehrmals in der Woche getestet werden müssten. Weiterhin müsste weiter ohne Zuschauerbeteiligung gespielt werden. Beide Punkte bedeuten kaum zu stemmende finanzielle Belastungen. KSV-Vorsitzender Bernd Kuropka auf der KSV-Homepage: „Das wäre auch ein Hohn, denn keine Spielerin aus der ersten Mannschaft lebt vom Handball. Man kann nur hoffen, dass der DHB sich endlich mal an der Basis orientiert und nicht nur die Großen noch größer macht.“

Die 3. Liga startete am 17. Oktober, wobei die Begegnung Königsborn – ASC Dortmund ausfiel. Am folgenden Spieltag musste die Harbach-Truppe ran, verlor beim TV Hannover-Badenstedt-Vinnhorst 24:26. Bei der nächsten Partie hatten sich der VfL Oldenburg II und der KSV darauf geeinigt, das Spiel zu verlegen. Auf dem Spielplan steht jetzt am 21. November das Auswärtsspiel der Königsbornerinnen beim Hannoverschen SC.

Der berechtigte Wunsch nicht nur von Bernd Kuropka: „Wir hoffen alle auf bessere Zeiten und hoffen alle auf eine Rückkehr in ein normales Leben mit Sport, sozialen Kontakten und Bewegungsfreiheit. Leider wird uns das Virus wohl noch eine lange Zeit beschäftigen und diese Rückkehr verzögern.“

Bildzeile: KSV-Vorsitzender Bernd Kuropka (re.) hofft, dass „der DHB sich endlich mal an der Basis orientiert und nicht nur die Großen noch größer macht.“

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