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Knapp eine Sekunde fehlt Denis Schmitz zur WM-Norm

Knapp eine Sekunde fehlt Denis Schmitz zur WM-Norm

Behindertensport: Knapp eine Sekunde fehlt über 100 Meter, WM-Norm verpasst – und damit bleibt Denis Schmitz bei der Behinderten-Weltmeisterschaft ab 14. Juli in London nur die Rolle des Zuschauers. Wehmut beim 25jährigen Paralympics-Teilnehmer von Rio aus Unna, der für die RGS Bönen startet. Damit ist die Saison für den Renn-Rollstuhlfahrer aus Unna auch schon wieder zu Ende.

Knapp eine Sekunde fehlte dem 25-Jährigen letztlich um die Qualifikation für die Titelkämpfe in der Wettkampfklasse T33 zu meistern. Wobei sein Vater und Trainer Rüdiger Schmitz sich sicher ist, dass die vom Verband festgelegten 18,71 Sekunden durchaus knackbar waren. „Die Zeit hätte er schaffen können“, sagt er und verweist auf die schnellen Rennen bei den Wettkämpfen in der Schweiz in Arbon und Nordwil. „Wenn er da fehlerfrei durchgekommen wäre, hätte er es wahrscheinlich gepackt. Aber die Fehler waren so massiv, die haben viel Zeit gekostet“, erklärt der Trainer, der allerdings noch auf der Suche ist, was genau seinen Sohn damals aus dem Schwung brachte.

So bleibt der Saisonhöhepunkt mit der WM in diesem Jahr aus, doch neue Ziele hat sich das Duo längst gesetzt. Die Teilnahme an den Olympischen Spielen von Tokyo 2020 hatte sich Denis Schmitz ja schon unmittelbar nach der Rückkehr aus Rio vorgenommen. Im nächsten Jahr will er bei der Heim-EM in Berlin unbedingt dabei sein. Auch dort wird es höchstwahrscheinlich wieder nur um einen Start über die 100 Meter gehen. Die 200- und 400 Meter-Distanzen, die Schmitz eigentlich bevorzugt, werden auf internationalen Meisterschaften eher selten ausgeschrieben. Rüdiger Schmitz traut es seinem Schützling zu, im nächsten Jahr die Norm zu schaffen. Doch er befürchtet, dass die Zeit nach unten geschraubt wird. „Der Weltranglistenerste hat den Rekord zuletzt zweimal verbessert. Deshalb glaube ich, dass die Norm nochmal härter wird“, sagt er. Schmitz liegt aktuell hinter dem schnellen Kuwaiti Ahmad Almutairi (16,46 Sekunden) auf Rang sechs.

Ein neuer Rennrollstuhl soll her – Suche nach Sponsoren

Deshalb wird Denis Schmitz, Anfang Juni zu Unnas Sportler des Jahres gekrönt, die derzeitigen Trainingsumfänge nicht herunterfahren. 2017 hatten Vater und Sohn ursprünglich sogar nur als Übergangsjahr gesehen, weil er nach Rio mit Unterstützung des Leichtathletik-Coachs des Deutschen Rollstuhl-Sportverbandes, Heinrich Köberle, seine Sitzposition optimiert hat. „Er hat das sehr gut umgesetzt. Wir waren überrascht, dass es so schnell ging“, sagt Rüdiger Schmitz. Nur eine weitere Leistungsexplosion um mehrere Sekunden schon zu Beginn der Saison hatte Denis Schmitz überhaupt von einer Teilnahme an der WM träumen lassen. Jetzt geht es im Training darum, sich zu steigern, die Haltung im Rollstuhl weiter zu verbessern und Fehler abzustellen.

Ein weiteres Großprojekt haben sich die Schmitz ebenfalls auf die Fahnen geschrieben. Ein neuer Rennrollstuhl muss her. „Der alte ist zwei, drei Jahre alt und aufgebraucht“, sagt Rüdiger Schmitz. Die veränderte Sitzposition und die mehr nach hinten verlegte Beinstellung führen zu einer anderen Gewichtung und einem erschwerten Ein- und Aussteigen. Ein neues Sportgerät würde auch hier helfen, bessere Zeiten zu erreichen. „Der alte Stuhl hat um die 7500 Euro gekostet. So ungefähr wird das wieder kosten“, erklärt Vater Schmitz, der derzeit auf der Suche nach Sponsoren und Spendern ist, die ihm helfen, die teure Ausrüstung zu finanzieren.

Bild: Denis Schmitz in seinem Rennrollstuhl in Aktion

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