Kamener Lukas Sklorz kämpft mit deutschem Para-Eishockeyteam in Schweden um Aufstieg in den A-Pool und um die Plätze für das Paralympics-Qualifikationsturnier

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Eishockey: Vom 17. bis 22. September findet im schwedischen Östersund die Para Eishockey-Weltmeisterschaft des B-Pools statt. Neben dem deutschen Team mit dem Kamener Lukas Sklorz kämpfen mit Gastgeber Schweden, Japan, Polen, Finnland sowie der starken Mannschaft aus China, fünf weitere Teams um einen Platz beim paralympischen Qualifikationsturnier für die Spiele in Peking 2022 und den Aufstieg in den A-Pool.

Am Dienstag startete die deutsche Para Eishockey-Nationalmannschaft ihre Reise nach Schweden. In der Östersund Arena beginnt dann ab dem heutigen 17. September der Kampf um die Plätze für das Paralympics-Qualifikationsturnier Ende November. Erster Gegenr ist Jaspan. „Für uns geht es darum, die guten Leistungen der letzten Spiele nun auch im entscheidenden Wettbewerb umzusetzen“, sagt Andreas Pokorny, Cheftrainer der Para Eishockey-Nationalmannschaft kurz vor dem Turnier. In mehreren Testspielen gegen A-Teams aus Italien und Norwegen befand sich die deutsche Mannschaft in der jüngeren Vergangenheit nicht nur auf Augenhöhe, sondern feierte auch einige Siege und hatte unter dem Strich eine positive Bilanz. Zudem konnte der Katarina Witt Cup 2021 im August in Dresden gewonnen werden – dort wurde Lukas Sklorz zum besten Spieler ausgezeichnet – , bei dem die Mannschaften aus Schweden und Tschechien mit von der Partie waren. Dieser Schwung soll nun mitgenommen werden, um nach 2006 die zweite Chance auf eine Paralympics-Teilnahme überhaupt zu wahren. „Wir fahren mit einer breiten Brust nach Östersund und möchten erfolgreich sein. Alle Spieler sind fit. Wir sind bereit“, sagt Pokorny.

„Wo wir genau stehen, erfahren wir erst vor Ort“

Für die deutsche Para Eishockey-Spieler ist die anstehende WM in Schweden nach der B-Weltmeisterschaft 2019 im heimischen Berlin das erste große Event auf internationaler Bühne. Der Pandemie geschuldet gestaltete sich die Vorbereitung auf das kommende Event nicht immer leicht: Fehlende Eisflächen und ausbleibende Wettbewerbe bestimmten lange Zeit das Geschehen im Para Eishockey. Hierdurch gestaltete sich auch die Beobachtung der Konkurrenz schwierig. „Wo wir genau stehen, erfahren wir erst vor Ort. Unser Leistungsstand im Vergleich zur Konkurrenz, vor allem aus Asien, ist die große Unbekannte“, so Pokorny.

„Platz zwei fest im Blick“

Beim Turnier in Östersund geht es für die Deutschen gegen Gastgeber Schweden, Japan, Polen, Finnland sowie die Favoriten aus China. Der Modus ist unkompliziert: Jeder spielt gegen jeden. Für die deutsche Mannschaft gilt also von Sekunde eins höchste Konzentration. „Das erste Spiel gegen Japan ist sofort ein Finale. Mit ihnen und Schweden werden wir uns vermutlich um die Plätze hinter China streiten“, sagt der Cheftrainer. Ein zweiter Platz würde den Aufstieg in den A-Pool und gleichzeitig eine Teilnahme am Qualifikationsturnier für die Paralympics in Peking 2022 bedeuten. Mit einem dritten Platz hingegen würde man ausschließlich ein Ticket für das Qualifikationsturnier lösen, wo das deutsche Team auf Norwegen, Italien und die Slowakei treffen würden. „Beide Platzierungen wären ein Erfolg. Allerdings haben wir den zweiten Rang fest im Blick“, gibt sich Pokorny ambitioniert.

Bildzeile: Die deutsche Mannschaft mit dem Kamener Lukas Sklorz (Mitte 4. v.li.) / Foto Andreas Tatus

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