Kaiserau-Trainer Jörg Lange im Interview

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Fußball: SKU traf Jörg Lange, Trainer des Landesligisten SuS Kaiserau, zum Trainingsauftakt und thematisierte die aktuellen Dinge wie Staffeleinteilung, Trainingsauftakt, Landesliga, Leistungsvermögen der Mannschaft, Saisonziel und personelle Veränderungen.

Der SuS Kaiserau hat die Saisonvorbereitung gestartet.
Jörg Lange: Das ist richtig. Am Dienstag geht es bei uns offiziell los. Wir haben jetzt auch mit dem 6. September, dem Saisonstart, ein konkretes Ziel vor Augen. Wir hoffen, dass der Termin auch haltbar ist und alle gesund bleiben. Wir freuen, dass es wieder los geht. Wir hatten schon Anfang Juli einen Auftakt, wenn auch lockerer, dann eine kurze Pause gemacht, um auch die Motivation neu zu schüren. Jetzt wird intensiver gearbeitet.

Wie haben Sie die Staffeleinteilungen des Verbandes aufgenommen?
Jörg Lange: Überrascht hat mich unsere Zuordnung zur Landesliga 3 nicht. An dem Punkt, wo es vier Landesliga-Staffeln geben sollte, haben wir auf die 3 gehofft. So ist es auch gekommen. So gibt es wieder mehr Derbys gegen die Dortmunder Clubs.

Ist die Landesliga 3 stärker oder schwächer geworden gegenüber den Vorjahr?
Jörg Lange: Die Liga wird wahrscheinlich weiterhin ausgeglichen sein. Davon gehe ich aus, ohne schon einen kompletten Überblick zu haben. Mit Türkspor Dortmund gibt es einen Topfavoriten. Daran werden sich leistungsmäßig alle orientieren müssen. Ansonsten wird es eine spannende Herausforderung. Ich glaube, wir haben schon in der Rückrunde der letzten Saison gezeigt, dass wir einen guten Entwicklungsschritt gemacht haben. Dann kam die Unterbrechung mit Corona wie für die anderen Clubs auch. Zur neuen Saison wollen wir da wieder ansetzen, da das auch fortsetzen, um möglichst viele Punkte zu sammeln.

Wie beurteilen Sie das aktuelle Leistungsvermögen Ihrer Mannschaft?
Jörg Lange: Wir sind auf jeden Fall ausgeglichener geworden. Es ist aber schwer, derzeit eine subjetive Aussage zu machen. Wir haben nahezu keinen verloren. Ansonsten haben wir Potenzial dazu bekommen durch die beiden Externen von Brambauer, Timo Kollakowski und Christoph Krziwanek. Beide bringen schon eine gewisse Erfahrung mit, was sicherlich nicht schlecht ist für unsere noch junge Mannschaft. Das gilt auch für Henning Heubel. Dazu sind noch mal sechs A-Jugendliche dazu gekommen. Wir wollen in der Mannschaft das Feuer schüren und für Forore sorgen. Von daher haben wir jetzt ganz viele Möglichkeiten, uns fußballerisch weiter zu entwickeln. Wir wollen den Weg weitergehen, den der Verein auch anstrebt, nämlich auf eigene Jungs bauen und sie weiterentwickeln. Wir wollen eine junge Mannschaft auf dem Platz haben, die für Euphorie sorgt, Fußball demonstriert und auch zeigt. Insofern ist ganz viel Vorfreude da.

Welches Saisonziel streben Sie mit der Mannschaft an?
Jörg Lange: Das Ziel ist klar,  dass wir möglichst frühzeitig die Klasse halten wollen.  Man muss insgesamt aber abwarten, wie sich die Saison entwickelt. Letztes Jahr waren wir auch auf einem guten Weg, dann sind aber zwei Leistungsträger in der Hinrunde ausgefallen. Das hat uns weh getan. Dieses Jahr können wir solche Ausfälle sicher besser kompensieren. Auch deshalb weil die Liga so ausgeglichen ist, kann es ja auch mal besser werden. Wir sind demütig, wissen, dass wir alles reinhauen müssen. Dann sind wir auch konkurrenzfähig. Wir haben im Vorjahr wenig Spiele deutlich verloren, waren in Schlagweite. Insofern bin ich optimistisch, dass wir eine gute Rolle in der Liga spielen und uns frühzeitig von unten raushalten können. Aber, es gibt halt noch viele Unwägsamkeiten. Wir wollen mit Ausnahme von Türkspor, die wir nätürlich ärgern wollen, konkurrenzfähg sein.

Wie gestalten sich die Saisonvorbereitung?
Jörg Lange: Anfangs geht es ja immer um Grundlagen sowie Ausdauer. Wir haben die Möglichkeiten, jetzt schon ein bisschen fortgeschrittener anzufangen. Wir können die Sachen, die wir taktisch schon im Vorjahr angefangen haben, weiter fortführen. Für ein paar Jungs ist es neu, für eine paar andere können wir es verfeinern. Insofern ist es eine gute Mischung. Wir brauchen vor allem viel Wettkampf. Laufen kann ja jeder. Jetzt geht es darum, die fußballspezifischen Inhalte in den Fokus zu rücken. Daran können wir jetzt sieben Wochen arbeiten.

Und dazu gehören auch Testspiele.
Jörg Lange: Es sind, glaube ich, neun Testspiele terminiert. Noch ist nicht endgültig klar, ob das Turnier in Brackel stattfindet. Von daher könnte noch das eine oder andere Spiel dazukommen. Der Start ist am Sonntag gegen Nordkirchen. Wir hoffen natürlich, dass wir viel wechseln können in der Vorbereitung. Das ist in dieser Phase ein Vorteil. Wenn wir vier Mal wechseln dürfen, dann machen wir das auch. Jetzt sind wir erst mal froh, dass wir wieder spielen dürfen.

Sie machen den Trainerjob mit Robert Kittel?
Jörg Lange: Patrick Kulinski ist ja bekanntlich weg. Ich mache das mit Robert Kittel alleine. Die Gespräche mit anderen Kollegen, die wir geführt haben, sind aus verschiedenen Gründen so ein bisschen ins Leere gelaufen. Ich bin aber guter Dinge. Robert und ich haben die ersten Trainingseinheiten schon ganz gut gestaltet. Es macht Spaß. Wir haben schon im Vorjahr harmoniert. Wir wünschen uns den Erfolg. Ich bin optimistisch, dass Robert und ich das hinbekommen..

Hat sich sonst noch etwas im Team verändert?
Jörg Lange: Wir haben uns im Team noch etwas breiter ausgestellt. Physiotherapeutin Kerstin Weber ist fortan beruflich etwas stärker eingespannt, muss kürzer treten, bleibt aber an unserer Seite. Als Athletik-Trainerin haben wir Joana Neef gewinnen können. So sind wir dann breiter aufgestellt. Wir freuen uns auch,  dass wir auf der Torwarttrainerposition mit Andi Braun Verstärkung bekommen haben. Andi war zuvor beim BVB und hier bei Hannes Wolf engagiert. Er wird gewiss aus unseren Torhütern das Letzte rauskitzeln. Er passt menschlich zu uns und hat auch selber Spaß an der Arbeit.  Von daher sind wir gut aufgestellt.

Herr Lange, vielen Dank für das Gespräch.

Bildzeile: Die Neuen beim Trainingsauftakt des SuS Kaiserau mit den Trainern Robert Kittel und Jörg Lange – (obere Reihe v.li.) Robert Kittel, Christoph Krziwanek, Henning Heubel, Jörg Lange. (Mitte) Physiotherapeutin Joanna Neef, Mats Weber, Timo Kollakowski, Torwarttrainer Andreas Braun. (vorne) Tillmann Siebert und Tom Schulz.

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