Kaiserau stellt sich „zu doof“ an gegen Wiescherhöfen

Kaiserau stellt sich „zu doof“ an gegen Wiescherhöfen

Fußball-Landesliga: SuS Kaiserau – TuS Wiescherhöfen 2:4 (0:2). Für den SuS Kaiserau war die Partie gegen die Gäste aus Wiescherhöfen nicht nur das Spiel eins nach der Winterpause, sondern auch das erste Pflichtspiel nach der Bekanntgabe des Wechsels von Coach Marc Woller. Dieser verändert sich bekanntlich am Ende der Spielzeit in Richtung Lünen. Bis dahin, so der Linienchef, gelte seine ganze Konzentration noch dem SuS, der in der Landesliga noch um den Klassenverbleib spielt.

Die nächsten Punkte konnten Wollers Schützlinge gegen Wiescherhöfen allerdings nicht einfahren. Dabei starteten die Gastgeber dominant und hatte deutlich mehr Spielanteile als die Gäste aus Hamm. Gegen tiefstehende Wiescherhöfener, die ohne Ex-Profi Mike Hanke anreisten, fiel der SuS-Offensive allerdings wenig ein. Dies bestraften die Gäste. Vehring ließ im Strafraum sein Bein stehen, ein TuS-Stürmer Gün nahm die Einladung an und verwandelte selbst den fälligen Strafstoß zur Führung. Einen Fehler im Aufbau verwerte Wiescherhöfen eiskalt zur 2:0-Pausenführung.

Als kurz nach Wiederanpfiff nach einer Ecke der dritte Treffer für die Gäste fiel, schien die Messe bereits gelesen. Doch die Umstellungen, die Trainer Woller in der Halbzeitpause vorgenommen hatte, griffen. Der SuS kämpfte sich noch mal heran. Nach dem 3:1-Treffer durch Vehring haderte man im Kaiserauer Lager mit einigen Entscheidungen des Unparteiischen. Zum einen soll der Treffer zum 4:1 aus dem Abseits heraus erfolgt sein. Auch als die Schwarz-Gelben heftig protestierten und einen Elfmeter forderten, blieb die Pfeife des Unparteiischen still. Zuvor war Henning Steffen im Strafraum der Gäste zu Fall gebracht worden.

Zwar gehörte dem SuS mit dem 4:2 durch Stender der Schlusspunkt der Partie. Am Ende reichte dies aber nicht, um noch einen Punkt an der Jahnstraße behalten zu können.

SuS-Trainer Marc Woller: Das ist wirklich doof gelaufen. In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel im Griff. Viel Ballbesitz, aber vor dem Tor waren wir etwas ungefährlich. Da fehlten uns die Ideen und Wiescherhöfen stand sehr tief. Wir bekamen einen total doofen Elfmeter. Den muss er geben. Vor dem zweiten Gegentor machten wir einen katastrophalen Fehler. So gingen wir mit zwei Toren Rückstand in die Pause. Danach haben wir umgestellt, aber nach einer Ecke kriegten wir das dritte Gegentor. Das hat schon viel von dem über den Haufen geworfen, was wir uns vorgenommen hatten. Durch einen Fernschuss von Vehring machten wir das 3:1. Danach kriegten wir ein ganz klares Abseitstor und uns wurde ein Elfmeter verwehrt, als Henning Steffen umgerissen wurde. Ab dem Zeitpunkt habe ich mich dann auch viel mit den Linienrichtern beschäftigt. Es ist unglücklich, dass in einem Spiel gegen Wiescherhöfen ein Gespann aus Hamm kommt. Das soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass wir uns doof angestellt haben. Das ist keine Entschuldigung. Da kam dann einfach viel zusammen.“

SuS: Vieregge, Steffen, Manka, Diecks, Gröne, Vehring, Weiß, Stender, Herrmann, Milcarek, Kropp (68. Gollan).
Tore: 0:1 (28.) Gün Strafstoß, 0:2 (45.) Gün, 0:3 (47.) A. Lorengel, 1:3 (74.) Vehring, 1:4 (81.) Ritter, 2:4 (90.) Stender.
Bestnote: Herrmann.

Bild: Der Kaiserauer Tom Diecks im Laufduell mit einem Wiescherhöfener Gegenspieler.

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