SuS Kaiserau dreht das Spiel in der 2. Halbzeit

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Fußball-Bezirksliga: Königsborner SV – SuS Kaiserau 1:2 (1:0). Es hätte „sein“ Spiel sein können. Tim Heptner, im Vorjahr noch Schwarz-Gelber und jetzt Königsborner Stürmer, steht vier Minuten vor dem Schlusspfiff drei Meter halblinks vor dem Kaiserauer Tor, hat freie Schussbahn. Statt mit links den Ball direkt zu nehmen und einzuschieben, versucht er noch einen Schlenker nach rechts, wird dann abgedrängt und kommt nicht mehr zum Schuss. So blieb es bei dem einen Treffer von Heptner. Dem  zweiten war er so nah. Seine Mannschaft verlor 1:2.

Die ersten 45 Minuten gehörten unter Flutlicht und unter den Augen von Staffelleiter Lothar König den Platzherren, die das auch durch das Tor zahlenmäßig ausdrückten. Das reichte nicht, denn die Gäste legten zwei nach. Dumm der Ausgleich: Sherif Yesil hatten den anrennenden Daniel Milcarek mit einem Bodycheck im Strafraum zu Fall gebracht (48.). Völlig unnötig. David Böhm (Bild) war’es egal. Er schnappt sich den Ball, läuft an, schießt. 1:1 –  unhaltbar. Danach verteiltes Spiel mit Vorteilen für Kaiserau.  In der 72. Minute kommt Timo Milcarek an den Ball, läuft und läuft in Richtung Königsborner Tor, dann der Querpass auf den mitgelaufenen Jankowski und der hat keine Mühe, die Lederkugel zum 2:1 einzuschieben. Danach verstärken die Hausherren zwar ihre Angriffsbemühungen, doch die Kaiserauer standen hinten gut gestaffelt, blockten insbesondere Heptner zwei Mal ruppig vor dem eigenen 16m ab. Die daraus resultierenden  Freistöße waren nicht platziert genug, um Kaiseraus Schluss Sascha Beher in Verlegenheit zu bringen. Am Ende jubelte Schwarz-Gelb.

Trainerstimmen:
Frank Griesdorn (KSV): „
Die 1. Halbzeit von uns war gut. Da haben wir kombiniert und druckvoll nach vorne gespielt. Nach der Pause kam nicht mehr viel von uns. Da wurde nur noch gepöhlt und mit hohen Bällen operiert. Eine schlimme Niederlage.“
Patrick Rakoczy (SuS): „Es war ein typisches Derby. Es ging um vieles, da konnte kein gutes Spiel aufkommen. Wenn Heptner den Ball kurz vor Schluss rein gemacht hätten, hätten wir uns über ein 2:2 auch nicht beschweren können. So haben wir uns durch den Dreier mehr Luft nach untern verschaffen können.“

Bestnoten:  Duda, Strothmann (beide KSV) – Böhm, Gollan, Arnold (alle SuS).

Königsborner SV: Neuhaus, Nüsken (56. Tran), Yesil, Bartsch (77. Portmann), Duda, Strothmann, Bichner, Eichhorst, Heptner, D. Ruzok, Martello (65. Cafaro).
SuS Kaiserau: Beher, Wilmans, A. Rakoczy (38. Icke), Gollan, T. Milcarek, D. Milcarek, Jankowski, Böhm, Allouggarhe, Arnold,  Schuster (75.  Gröne).
Tore: 1:0 (4.) Heptner, 1:1 (48.) Strafstoß Böhm, 1:2 (72.) Jankowski.

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