Kämpferischer HSC mit höchsten Saisonsieg – und interessante Gäste am Spielfeldrand

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Fußball: Die Analyse und Nachbereitung des 3:0-Auswärtserfolgs des Holzwickeder SC bei der Reserve von Preußen Münster zeigte die Dominanz des Gastes. „Keiner meiner Spieler hatte eine positive Zweikampfbilanz mit Ausnahme unseres Verteidigers Can Pohl“, musste Münsters Trainer Kieran Schulze-Marmeling konstatieren. Und auch im Kollektiv präsentierte sich der HSC ungemein engagiert, arbeitete gut gegen den Ball, zeigte ein gutes Pressing-Spiel und ließ die Domstädter ziemlich ratlos zurück.

Die Tore von Lucas Arenz per Elfmeter (35.), Robin Schultze (52.) und Marcel Duwe (90+3) bedeuteten einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf. Der HSC hat damit die direkten Abstiegsplätze verlassen – muss aber aufpassen, da einige tiefer platzierte Teams wie Meinerzhagen, Finnentrop und Haltern weniger Spiele absolviert haben und bei Siegen am HSC vorbeiziehen könnten. Ganz wichtig für den HSC wird es sein, einen direkten Abstiegsplatz unbedingt zu vermeiden.

Nur 40 Zuschauer beim Spiel in Münster – interessante Gäste am Rande der Bande

Die Sportliche Leitung des HSC mit Tim Harbott und Karl-Friedrich Lösbrock sowie Vorsitzender Udo Speer waren am Samstag in Münster unter den insgesamt 40 Besuchern. Sehr aufmerksamer Beobachter der Begegnung des HSC in Münster war unter anderem Benjamin Hartlieb, bis vor wenigen Tagen noch Sportlicher Leiter des Königsborner SV. Davor war der 42-jährige Trainer bei der U19 von Eintracht Dortmund, dem VfL Schwerte und dem Hombrucher SV gewesen.

Bildzeile: Benjamin Hartlieb (l.) schaute sich das Spiel des HSC in Münster an und sprach auch länger mit dem HSC-Vorsitzenden, Udo Speer.

Saisonabbruch mit Wertung ab 50 Prozent der Spiele möglich – direkter Abstiegsplatz daher streng verboten

Denn nach wie vor schwebt das Corona-Damokles-Schwert über der Liga. Sind 50 Prozent der Matches absolviert, kann die Spielzeit abgebrochen werden – und dann würden die letzten fünf Teams den Gang in die Westfalenliga antreten müssen. Holzwickede tut also sehr gut daran, die direkten Abstiegsplätze gar nicht erst zu besetzen.

HSC-Nahziel: keine siebte Heimniederlage in Folge

Am Donnerstag, 25. November, 19 Uhr, versucht der HSC im vorgezogenen Meisterschaftsspiel eine Horror-Serie zu beenden. Sechs Heimniederlagen setzte es in Folge im heimischen Montanhydraulik-Stadion. Gegen den Tabellendritten SC Paderborn II soll der Bock nun endlich umgestoßen werden. Paderborn verlor am Samstag zuhause gegen Rhynern mit 0:3.

HSC-Spiel am Donnerstag unter besonderer Aufmerksamkeit wegen 2G

Das Spiel am Donnerstag ist eine absolute Premiere für den HSC wie für den Fußball im Kreis insgesamt: Zugelassen sind nur Zuschauer, die nachweislich geimpft oder genesen sind (2G). Gleiches soll den Planungen nach auch für Spieler, Offizielle und Funktionäre gelten. Das könnte Teams zu personellen Änderungen zwingen, denn nicht alle Spieler in allen Ligen sind geimpft. Namen werden natürlich aus Datenschutzgründen und rechtlichen Gründen nicht genannt. „Egal was das Land NRW und der Verband am Ende verkünden, wir sind vorbereitet und werden auch die Kontrollen in aller Konsequenz durchführen“, kündigte HSC-Pressesprecher Lars Rohwer an. Auch für das Ballhaus im Montanhydraulik-Stadion gilt ab Mittwoch „2G“.

So manche Vereinsvertreter und andere Interessierte, die sich mit Corona-Maßnahmen und deren Umsetzung aktiv beschäftigen, werden sich das HSC-Spiel und die äußeren Umstände am Donnerstag sehr genau anschauen. Schließlich müssen sie am Samstag/Sonntag für ihre Plätze selber Lösungen zur 2G-Kontrolle finden und umsetzen. Übrigens eine Forderung von Ministerpräsident Hendrik Wüst, der am Sonntag im Fernsehen bei 2G eine harte Linie ankündigte und sagte: „Wir brauchen mehr Kontrollen und Kontrolldruck.“

Bildzeile: Das 3:0 beim SC Preußen Münster II war für den HSC bereits der vierte Auswärtssieg. Total verrückt: Zuhause kassierte die Woller-Truppe sechs Heimniederlagen in Folge.

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