K.o. in der Nachspielzeit

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Fußball, Westfalenliga 2: SV Holzwickede – Westfalia Wickede 1:2 (0:1). In der Nachspielzeit, genauer gesagt: in der 93. Minute kassierte Westfalenligist SV Holzwickede im Nachbarschaftsduell gegen Westfalia Wickede den „Knock-out“, als nämlich Wickedes Dominik Lipki nach einem zu kurz abgewehrten Freistoß mit einem Volleyschuss von der Strafraumgrenze aus das alles entscheidende 2:1 für den Tabellenzweiten erzielte und den gastgebenden Holzwickedern eine zu diesem Zeitpunkt äußerst unglückliche Heimniederlage zufügte.

Dass die Wickeder zum Seitenwechsel mit 1:0 in Führung lagen, ging durchaus in Ordnung. Denn die Dortmunder Vorstädter, für die Goalgetter Roman Schymanietz HSV-Keeper Amir Halilovic schon nach acht Minuten mit einem Flachschuss überwand, hatten gegen zu zaghafte Hausherren mehr vom Spiel, ohne jedoch zu einer Vielzahl von Torgelegenheiten zu kommen. Das traf auch für die HSVer zu, die zwar in der Abwehr sicher standen, aber in Mittelfeld und Angriff kaum druckvoll agierten.

Das änderte sich nach Wiederanpfiff durch die Hereinnahme von Sascha Ernst und Marco Hesse. Dadurch gewann das Holzwickeder Spiel deutlich an Gefährlichkeit und zeigte schon nach etwas mehr als einer Minute Erfolg. Der quirlige Christopher Franz wurde im Strafraum gelegt, den fälligen Strafstoß verwandelte Thanh-Tan Tran gewohnt sicher zum 1:1. Holzwickede war nun meist tonangebend und forderte nach 68 Minuten einen weiteren Elfmeter, als abermals Franz – für viele der gut 500 Zuschauer unfair – gebremst wurde, vom Schiedsrichter aber die gelbe Karte wegen einer „Schwalbe“ sah. Im weiteren Verlauf der Begegnung schienen die Gastgeber einem zweiten Treffer näher zu sein als die Wickeder. Doch in der Nachspielzeit kam alles anders… Kommentar von Wickedes Einwechselspieler Tim Schrade: „Solche Tore erzielst du nur, wenn du oben stehst.“

HSV-Trainer Ingo Peter: „Zur Pause war die Wickeder Führung noch vertretbar, aber nach 90 Minuten nicht mehr. Ein Unentschieden wäre da dem Spieverlauf gerechter geworden. Wir hätten einen Punkt verdient gehabt, denn in der zweiten Halbzeit waren wir lebhafter.“
SV Holzwickede: Halilovic – Haumer, Köhler, Aktas, Hense, Kaiser (46. Ernst), Köhn, Sievers (46. Hesse), Dündar (73. Rothholz), Franz, Tran.
Westfalia Wickede: Wylczoch – Baron, Lipki, Fröse, Dej, Schymanietz (79. Didion), Toetz, Städter, Zwahr (70. Schrade), Wittchen (79. Richter), Konya.
Tore: 0:1 (8.) Schymanietz; 1:1 (47. Foulelfmeter Tran; 1:2 (90. + 3) Lipki.
HSC-Bestnoten: Köhn, Franz, Tran.

 

Bild: Bei Minusgraden und eisigen Winden hätte sich der Zweierbob-Weltmeister Jannis Bäcker aus Holzwickede vor dem Spiel der Spielvereinigung Holzwickede gegen Westfalia Wickede  eigentlich in seinem Element fühlen müssen. Von HSV-Kapitän Dennis Hense und HSv-Vorstand Rolf Unnerstall bekam er vor dem Anpfiff des Derbys einen Blumenstrauß für seinen WM-Titelgewinn überreicht.

 

 

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