Julia Schlotmann zweifache westfälische Vizemeisterin

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Leichtathletik: Bei den westfälischen Leichtathletik-Jugendmeisterschaften konnte Julia Schlotmann vom SuS Oberaden gleich zwei faustdicke Überraschungen landen. In Lage wurde zweifache Vize-Westfalenmeisterin.

Ohne hohe Erwartungen an vordere Platzierungen, dafür jedoch mit großen Ambitionen hinsichtlich der Verbesserung persönlicher Bestleistungen startete die 17-Jährige Oberadenerin am vergangenen Wochenende in Lage. In Ihrer Lieblingsdisziplin, dem Weitsprung, begann sie gleich mit einem ordentlichen Sprung jenseits der 5m-Marke den Wettkampf. Im letzten Versuch des Vorkampfs verbesserte sich Julia hier noch einmal auf 5,17m und kam als Fünftplatzierte in den Endkampf der Besten Acht. Doch während sich die Konkurrenz im Finale nicht mehr steigern konnte, traf die Oberadenerin im fünften Versuch das Brett optimal und landete nach 5,34m in der Sandgrube. Mit dieser Leistung verbesserte sie ihre persönliche Bestleistung und war plötzlich wieder in den Medaillenrängen. Im sechsten und letzten Durchgang sprang dann nur noch eine Athletin weiter, so dass Julia sich über ihren ersten Vizemeistertitel freuen konnte.

Julia, seit Jahren als trainingsfleißigste und ehrgeizigste Athletin des SuS das Aushängeschild der Nachwuchsabteilung, hatte sich im Vorfeld auch über die 100m und 200m Sprintstrecke für die Meisterschaften qualifiziert. Nach der Freude über den unverhofften zweiten Platz am Samstag startete sie dann am Sonntag zuerst über im 100m Sprint. Hier erreichte sie nach 13,16 Sekunden als Vorletzte ihres Laufes das Ziel. Mit dieser Zeit blieb sie zwar hinter ihren Erwartungen, belegte aber in der Endabrechnung Platz 6, da im zweiten Zeitendlauf niemand schneller war. Auch mit dieser Platzierung konnte man im Vorfeld nicht rechnen und so freute sich Julia über das Erreichte.

Nur drei Stunden später stand die Schülerin, die 2021 das letzte Jahr als Jugendliche starten darf, erneut im Startblock. Diesmal ging es über die doppelte Distanz. Mutig ging sie das Rennen an und kam sehr gut durch die Kurve. Auf der Zielgeraden profitierte die 1,80m große Athletin von ihrem langen Schritt und kam in persönlicher Bestzeit von 26,77 Sekunden ins Ziel. Damit verbesserte sie ihre eigene Bestleistung um 1,5 Sekunden und belohnte sich damit für ihren Trainingsfleiß während der letzten Monate. Als Zweite des ersten Zeitendlaufes hieß es dann noch banges Warten, bis der zweite Lauf im Ziel war. Zur Freude von Julia und ihrem Vater und Trainer Ingo war dieser Lauf deutlich langsamer, so dass sich die 17jährige auch hier über einen unerwarteten, aber hochverdienten, zweiten Platz und damit die Vizemeisterschaft freuen konnte.

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