Julia Ritter wird wohl Olympia in Tokio verpassen – EM nächstes Jahr in München im Visier

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Leichtathletik: „Kilometerfressen“ für die Olympia-Norm. Julia Ritter fährt mit Vater und Trainer Reiner (fast) überall hin, nutzt jede sich bietende Startgelegenheit, um den „Ausrutscher“, wie sie das so treffend formuliert, hinzubekommen. 18.50 Meter ist die Messlatte. Am Samstag führte ihre Reise nicht nach Attendorn wie ursprünglich geplant, sondern nach Odense, Dänemarks drittgrößte Stadt, wo sie den Kugelstoß-Wettbewerb dort bestritt. Ihre sportliche Ausbeute: „Nur“ 17.50 Meter. Weit entfernt von der Olympia-Norm. Immerhin darf sie sich mit dem inoffiziellen Titel dänische Meisterin schmücken.

Doch für Julia Ritter zählten keine Titel, nur das Ergebnis in Odense – und das war verständlicherweise nicht zufriedenstellend. Immerhin hatte sie am Tag zuvor in Halle wie berichtet 18.35 Meter gestoßen. Persönliche Bestleistung. Doch in Odense waren die Beine schwer, der Kopf leer. „Offenbar die Reaktionen auf die letzten Belastungen“, glaubt die Oberadenerin, „es lief nicht.“

Bis zum 29. Juni hätte Julia Ritter die 18.50 Meter stoßen müssen, um eine Chance auf Olympia in Tokio zu haben. Gelegenheiten dazu scheint es nicht mehr zu geben. Damit muss sich die 23-Jährige wohl abfinden, oder… „Vielleicht tut sich ja noch eine Überraschung auf“, sinniert sie. Am Mittwoch wird der DLV die Nominierungen für Olympia vornehmen.

Auch wenn es mit Tokio nicht klappt, ist für die Oberadenerin die Saison noch nicht beendet. „Ich werde weitere Startgelegenheiten in diesem Jahr nutzen und weitere 18Meter-Stöße oder noch mehr anpeilen. Im nächsten Jahr stehen die Europameisterschaften in München auf der Agenda. „Das ist dann mein nächstes, großes Ziel. Das ist mit meiner aktuellen Bestmarke zu schaffen. Ich will bis dahin aber noch weiter stoßen.“

Bildzeile: Julia Ritter verpasst wohl Olympia in Tokio, hat aber weiter die EM im nächsten Jahr im Visier.

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