Julia Ritter kann ihre Erwartungen (noch) nicht erfüllen

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Leichtathletik: 17.35 Meter in Karlsruhe am Freitag. 17.31 Meter am Sonntag in Roglitz. Mit diesen Weiten im Kugelstoßen konnte sich die Oberadenerin Julia Ritter nicht anfreunden. „Es waren zwar die ersten beiden Wettkämpfe in diesem Jahr. Da hatte ich mir doch schon etwas mehr vorgestellt“, bekannte die 22-Jährige. Notiert wurden für sie die Plätze sieben (Karlsruhe) und vier (Rogiltz).

Unzufrieden war Julia Ritter nicht nur mit den Weiten, auch die Wettkampftechnik passte nicht. „Die Kraftwerte stimmen zwar“, übte sie Selbstkritik, „aber sie umzusetzen, das ist mir (noch) nicht gelungen.“ Im Training klappte das schon besser und ihre Stöße hätten ihrer Meinung nach weiter gehen müssen. Bis zu den Deutschen Hallen-Meisterschaften am 20./21. Februar in Dortmund muss sie im Training noch weiter an der Technik feilen.

Das 15. Sparkasse-Meeting im sächsischen Rochlitz lockte am Sonntag Bundeskader-Athleten aus ganz Deutschland in die Sporthalle am Regenbogen. Im Kugelstoß-Wettbewerb wuchtete Weltmeisterin Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge) die Vier-Kilo-Kugel im zweiten Versuch auf 18,93 Meter. Der Sieg, wenngleich sie eigentlich eine 19 vor dem Komma stehen haben wollte. Aber technisch passte es auch noch nicht. Auf den weiteren Plätzen folgten Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge – 17,86 m), Sara Gambetta (SV Halle – 17,67 m) und eben Julia Ritter (TV Wattenscheid 01 – 17,31 m) – sie alle kamen diesmal nicht über die 18 Meter hinaus. Da hatte sich Bundestrainer Sven Lang doch etwas mehr erhofft, relativierte aber, dass sich die Athletinnen noch am Anfang der Saison befänden.

Durchwachsener Abend in Karlsruhe für die fünf DLV-Athletinnen

Beim Indoor-Meeting in der Karlsruher Europahalle glänzte Auriol Dongmo (Portugal) mit 19,65 Metern. Die Siegerin erzielte in der jungen Hallensaison damit gleichzeitig eine Weltjahresbestleistung und einen Meetingrekord. Auch der zweite Platz ging mit einem Landesrekord weg. Die Schwedin Fanny Roos steigerte ihre eigene Bestmarke auf 18,64 Meter. Bestleistung auch für die drittplatzierte Britin Sophie McKinna (18,46 m).

Für die fünf DLV-Athletinnen im Feld verlief der Abend durchwachsen. Christina Schwanitz stieß gleich dreimal 18,27 Meter und wurde Vierte. Sara Gambetta (SV Halle) folgte als Sechste mit 18,08 Metern vor Julia Ritter mit 17,35m. Alina Kenzel (VfL Waiblingen), die sich in der Drehstoß-Technik versuchte, kam als Neunte nicht über 16,25 Meter hinaus. Für Katharina Maisch wurden gar nur 15,77m gemessen.

Bildzeile: Julia Ritter blieb in Karlsruhe und Roglitz hinter ihren Erwartungen zurück.

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