Julia Ritter besiegt Weltmeisterin Christina Schwanitz

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Leichtathletik: In einem Monat beginnen die Olympischen Spiele in Tokio. Das große Nahziel der Oberadenerin Julia Ritter. Aber: Sie muss mit der 4kg-Kugel die Norm von 18.50 Meter noch erfüllen. Für die 23-Jährige ist das ein Wettlauf nicht nur mit den noch fehlenden Zentimetern, sondern auch mit der Zeit. Julia nutzt derzeit jede Wettkampfgelegenheit. Am heutigen Dienstag war sie beim Meeting im Kurpark von Bad Liebenzell  am Start – und siegte mit der Weite von 18.13 Meter.

Wieder ein 18Meter-Stoß und der Sieg. Die Serie von Julia Ritter hält. Und was noch wertvoller ist, sie platzierte sich vor Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge). Die Weltmeisterin wurde mit 18,11 Meter Zweite hinter der Oberadenerin. Für Schwanitz war es der erste Wettkampf nach einer Quarantäne-Zwangspause. Rang drei bei schwierigen Bedingungen in einem Holzring belegte Alina Kenzel aus Waiblingen mit 18,00 Meter.

Erstmals waren in Bad Liebenzell Zuschauer zum Meeting zugelassen. „Das hat doch sehr beflügelt“, war Julia Ritter von der Atmosphäre angetan. Sie startete mit einem 18.04m-Stoß. Schwanitz konterte mit 18.09m. Julia legte wiederum die Siegerweite von 18.13m vor, Schwanitz kam da mit 18.11m nicht mehr heran. „Ich habe gewonnen gegen gute Konkurrenz“, freute sich die Oberadenerin, „das macht mich sehr stolz, ein schönes Gefühl und gibt weiter Auftrieb.“

Die Jagd auf die Olympianorm geht indes von Julia Ritter weiter. Schon am Freitag ist der nächste Start in Halle geplant, Samstag in Attendorn und Sonntag in Leverkusen. Warten und die weiteren Gelegenheiten auf den so sehr erhofften „Ausrutscher“, nämlich die Olympianorm.

Bildzeile: Alina Kenzel, Dritte in Bad Liebenzell, beglückwünscht die Siegerin Julia Ritter. Rechts daneben steht Christina Schwanitz, die sich ebenfalls geschlagen geben musste / Foto privat.

 

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