Jon Knolle war der Held der ersten Etappe der Deutschlandtour

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Leichtathletik: „Es gibt so Tage, da gelingt einfach alles“, so beschrieb der Unnaer  Jon Knolle die erste Etappe der Deutschlandtour von Stralsund nach Schwerin.

Der Spitzenreiter der Rad-Bundesliga (das ist eine Serie mehrerer schwerer Rennen für die U23 Klasse) war nach guten internationalen Erfolgen im Vormonat mit dem Partnerteam des RSV Unna, dem Team SKS Sauerland, ins Höhentrainingslager nach Livigno gereist und hatte hart an den Ausdauerwerten gearbeitet. Nach dem Trainingslager rief der Journalismus-Student den RSV Unna-Vorsitzenden Hans Kuhn an und berichtete von seiner guten Form und den Plänen, vielleicht über gute Ergebnisse bei der prestigeträchtigen Deutschlandtour einen Profivertrag in einen großen Team ergattern zu können. Sein Vereinskollege Michel Heßmann hat das gerade geschafft und beim World Tour Team Jumbo-Visma unterschrieben.

Direkt die erste Deutschlandtour-Etappe bot dem Unnaer dazu Gelegenheit. Eine Spitzengruppe mit seinem Vereinskameraden Justin Wolf hatte sich abgesetzt und Jon kämpfte 30 km lang im Alleingang, um diese Gruppe einzuholen. Nach einer kurzen Erholungsphase griffen dann die RSV Unna-Mitglieder gemeinsam an und nur noch Nationalfahrer Huppertz konnte ihnen folgen. Live vom TV (ZDF) übertragen fuhr dann das Trio 20 km an der Spitze, holte sich Bonussekunden bei Zwischensprints  und wehrte sich gegen die Aufholjagd vor allem des deutschen BORA-Teams. Erst auf den letzten Kilometern vor dem Ziel in Schwerin wurden die Drei gestellt und überquerten aber mit dem Spitzenfeld die Ziellinie.

Stolz im traditionell weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers

Durch die errungenen Bonussekunden schob sich Jon Knolle auf den ersten Platz der Wertung der Nachwuchsfahrer und wurde zudem als angriffsstärkster Fahrer des Tages auf dem großen Podium vor vielen hundert Zuschauern ausgezeichnet. Stolz im traditionell weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers wurde Jon dann vor der 2. Etappe in Sangerhausen im Südharz dem Publikum vorgestellt und vom RSV Unna-Präsidenten Hans Kuhn persönlich begrüßt, der zur Unterstützung seines Mitglieds extra nach Sangerhausen angereist war. Neben dem Tour-Spitzenreiter Pascal Ackermann durfte Jon in der ersten Reihe am Start Aufstellung nehmen. Leider verlief die Etappe dann bei Kälte und Dauerregen im Thüringer Wald extrem schlecht für ihn. Nach einem Sturz musste er 100 km auf einem nicht passenden Ersatzrad fahren und verlor viel Zeit.

Justin Wolf blieb vom Sturzpech verschont und kam mit der Spitzengruppe ins Ziel. Dieser gute Gesamtstand verhinderte dann auf der letzten Etappe, dass der Ausreißversuch von Justin erfolgreich verlief. Da er den etablierten Spitzenfahrern im Gesamtklassement dadurch zu nahe kam, wurde er mit vereinter Arbeit der World-Tour-Teams wieder eingefangen. Beide Unnaer kamen schlussendlich mit dem Hauptfeld in Nürnberg an. Nun heißt es für Justin Wolf weiter auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Belgien hinzuarbeiten, während Jon Knolle besonders seinen Bundesligagesamtsieg am 19. September beim Finale im sauerländischen Winterberg  gezielt vorbereiten wird.

Bildzeile: RSV-Vorsitzender Hans Kuhn begrüßt Jon Knolle mit dem Weißen Trikot in Sangerhausen.

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