Jetzt soll der erste Heimsieg her – HSC will Abstiegszone verlassen

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Fußball-Oberliga: Holzwickeder SC – TuS Erndtebrück (So. 14.30 Uhr, Montanhydraulik-Stadion, Jahnstraße 7, Holzwickede). Spätestens am Sonntag um 16.15 Uhr soll der Ruf des Montanhydraulik-Stadions als Selbstbedienungsladen in der Saison 21/22 beendet sein. Fünf Heimspiele – fünf Niederlagen, so lautet die deprimierende Null-Punkte-Bilanz der laufenden Spielzeit. Nach dem 1:0 in Haltern und damit dem dritten Erfolg auf fremdem Geläuf sollen endlich auch mal die Fans in der eigenen Arena an der Jahnstraße jubeln dürfen. Mit dem Tabellenzehnten TuS Erndtebrück reist ein Team an, das Experten eher in der Abstiegs- als in der Aufstiegsrunde zum Ende der Hinserie sehen. Eine auf dem Papier machbare Aufgabe liegt da vor den Holzwickedern – doch noch ist der HSC nicht so gefestigt, dass das Spiel ein Selbstläufer werden wird.

HSC setzt auf zurückgekehrte Schlüsselspieler

Die personelle Situation beim Holzwickeder SC sieht wieder besser aus. Nils Hoppe wurde in der 86. Minute im Spiel gegen Haltern eingewechselt – er wird die Defensive weiter stabilisieren und ist auf wie auch abseits des Platzes für die Mannschaft ungemein wichtig. Robin Schultze verließ in Haltern für Hoppe den Platz – er hat seinen grippalen Infekt auskuriert. Leon Gensicke hat bereits zwei Spiele absolviert und in beiden Begegnungen seine Torgefährlichkeit und den „Biss“ gezeigt. Moritz Müller ist ebenfalls wieder fit und an Bord – und hatte in Haltern ja den Siegtreffer in der 73. Minute erzielt.

„Wir haben bereits zum Haltern-Spiel unser System leicht geändert. Ich denke und hoffe, dass sich die Spieler darin nun wohler fühlen“, sagte Trainer Marc Woller. Auch gegen Erndtebrück gelte es, einen Rückstand, wie viel zu oft in dieser Saison passiert, zu vermeiden. Verhindert werden soll, dass es dann nach einem Gegentor „in den Köpfen der Spieler arbeitet“. Zudem muss die Statistik, die für jedes Spiel des HSC mindestens zwei Gegentore aufweist, aufpoliert werden. Aber dafür kommt ja Nils Hoppe zurück – und auch die Formkurve von Spielern wie Moritz Müller, André Schneider und Jonathan Kyeremateng in der Defensive zeigt nach oben.

TuS Erndtebrück auf Platz zehn – aber noch nicht gefestigt 

Der TuS Erndtebrück startete sehr mäßig in die Spielzeit 21/22, hat sich aber inzwischen auf Platz zehn und damit aktuell noch auf einen Startplatz in der Aufstiegsrunde vorgearbeitet. Gefestigt aber ist das Team noch nicht, denn immer wieder gibt es Rückschläge – zuletzt das 1:4 in der vergangenen Woche in Rhynern. Zur Halbzeit hatte man durch einen Treffer von Torjäger Tim Schrage noch mit 1:0 geführt. In der zweiten Halbzeit aber zeigten die Wittgensteiner ihr anderes, schlechteres Gesicht, das sich in vier Gegentoren ausdrückte.

Bilanz zeigt immer viele Tore in Aufeinandertreffen der Kontrahenten

4:0 (4. Oktober 2020), 7:1 (17. November 2019) und 4:3 (27. März 2019) lauteten die Ergebnisse des HSC zuhause gegen die Mannen vom Pulverwald-Stadion. Am 12. September 2018 siegte der TuS Erndtebrück zuhause mit 1:0 gegen Holzwickede – es war der bislang einzige Sieg gegen den HSC.

Schiedsrichter ohne weite Anreise

Den Holzwickeder SC kennt der Unparteiische, Timo Gansloweit, gut. Der 25-jährige pfeift für den SC Husen-Kurl und gilt als der talentierteste Schiedsrichter Dortmunds. Mit Ordnung und Disziplin nimmt es Gansloweit sehr genau – beruflich ist er Polizist. Dennoch zieht er im Vergleich zu anderen Referees wenig Karten – er hält es lieber mit Dialog und auch klaren Ansagen auf dem Platz.

Bildzeile: Nils Hoppe im Abwehr-Einsatz beim Spiel am 17. November 2019 gegen den TuS Erndtebrück – damals gewann der HSC mit 7:1.

 

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