Im ersten Auswärtsspiel der neuen Saison tritt der ASV Hamm in Wilhelmshaven an

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Handball: Zum ersten Auswärtsspiel der neuen Saison tritt der ASV Hamm-Westfalen am Samstag beim starken Aufsteiger Wilhelmshavener HV an, der in der abgebrochenen Saison in der 3. Bundesliga Nord-West nur eine Niederlage kassierte und auch eine Spielklasse höher sportlich wieder eine gute Rolle spielen wollte, wenn man alleine die Verpflichtungen dreier Erstligaspieler berücksichtigt.

Für den ASV geht es darum, an die phasenweise starke Heimleistung gegen TV Emsdetten anzuknüpfen und zwei Punkte aus der Nordfrost-Arena zu entführen. „Das wird keine leichte Aufgabe, aber wenn wir unsere Stärken ausspielen, können wir etwas mitnehmen“, meinte ASV-Trainer Michael Lerscht, der sicher nur auf Spielmacher Merten Krings verzichten muss. Hinter den anderen angeschlagenen Akteuren Marian Orlowski und Marten Franke steht noch ein Fragezeichen, man entscheide kurzfristig über einen Einsatz, so der Coach, der sich voll und ganz auf die sportliche Vorbereitung dieses Auswärtsspieles konzentriert.

Denn abseits vom Sportlichen gibt es beim WHV, der zum Auftakt mit einem 29:32-Sieg in Hüttenberg gut gestartet ist, momentan viel Unruhe. Die dem Vernehmen nach hohen sportlichen Ziele sind beim Ligarückkehrer vollkommen in den Hintergrund gerückt. WHV-Geschäftsführer Maik Menninga ist im Fokus der Ermittlungsbehörden wie etwa die Kieler Nachrichten Mitte September vermeldeten, ermittelt werde wegen des Verdachts des Anlagebetrugs. Der in Untersuchungshaft befindliche Menning ist nicht nur Geschäftsführer des WHV, sondern mit seiner Firma Menninga Consulting einer der wichtigsten Sponsoren des Aufsteigers.

Der Verein sei zwar nicht Ziel der Ermittlungen, hieß es im Bericht weiter, dennoch sind beim WHV bereits Auswirkungen zu spüren. So verließen nicht nur erste Akteure der WHV, für die GmbH wurde am Mittwoch ein Insolvenzantrag gestellt. Gleichzeitig mit dessen Bekanntgabe veröffentlichten die Verantwortlichen auch die Wechsel von Juan de la Pena (SG BBM Bietigheim) und von Tim Rozmann (TuSEM Essen).

„Für uns wird das alles keine Rolle spielen. Denn auf der Platte werden Spieler stehen, die heiß auf einen Sieg sind – und die über eine Menge Bundesligaerfahrung verfügen. Wir sind gut beraten, das alles auszublenden und uns auf unsere Aufgaben zu konzentrieren“, betonte ASV-Trainer Michael Lerscht, der sich aber auch überzeugt davon zeigte, dass die Spieler der Westfalen das gut umsetzen werden. „Wir haben eine gute Trainingswoche hinter uns. Jetzt wollen wir in Wilhelmshaven nachlegen.“

Anwurf der Partie ist am Samstag um 19.30 Uhr, Handball-Deutschland.TV und Radio Lippe Welle Hamm übertragen live aus der Nordfrost-Arena.

Bildzeile: Spielmacher Merten Krings fehlt dem ASV am Samstag beim starken Aufsteiger Wilhelmshavener HV / Foto ASV

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