IG Bönen-Fußball stellt die Weichen Richtung Westfalenliga

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Fußball: Auch im vierten Jahr seiner Trainertätigkeit beim Landesligisten IG Bönen-Fußball ist Trainer Ferhat Cerci hochmotiviert. „Wir haben im letzten Jahr unser Ziel nicht erreicht“, erläutert er dazu seinen Standpunkt. „Das macht mich umso ehrgeiziger.“ Das Ziel sei sehr nahe gewesen, nämlich der Aufstieg. Ein Knackpunkt: Gegen eine Mannschaft wie Hilbeck habe man fünf Punkte liegen gelassen, die kosteten am Ende mit den Aufstieg.

„Das ärgert mich“, so Cerci weiter, „das macht mich umso mehr motivierter und ehrgeiziger. Wir möchten es dieses Jahr schaffen. Ich bin topmotiviert und habe richtig Bock. Gerade jetzt in der Pause hat man gemerkt, das einem der Fußball fehlt. Ich werde alles dafür tun, dass die Vision des Vereins und meine Vision in Erfüllung gehen. Ganz klar, wir wollen in die Westfalenliga.“ Das sind Wunsch und Ziel von Präsident Kemal Cakir und auch des Trainers. „Wenn alles nach Plan läuft, werden wir es schaffen“, ist er überzeugt. Druck vom Präsidenten verspürt er nicht, „da ist mein innerer Druck viel stärker. Wir haben ja nicht so aufgerüstet, um weiter Landesliga zu spielen.“

Sonntag war Trainingsauftakt. Vorher haben die Spieler in jeweils sechs Einheiten an sich gearbeitet. Laufeinheiten standen an. Kontrolle darüber erhielt das Trainerteam per Handy. „90 Prozent der Spieler haben mitgezogen, die anderen waren wegen Arbeit entschuldigt“, Cercis Fazit.“ Es gilt jedoch, einiges noch nachzuarbeiten.

Für alle wird es in den kommenden Wochen darum gehen, die Belastungen langsam zu steigern, Spielverständnis füreinander zu entwickeln und die Neuen zu integrieren. Die da heißen Arif Et, Ismail Budak, Yusu Kilic, Don Niketta und Ivan Mandusic. Die Winterzugänge Jesse Kuhn und Yasin Acar müssen ebenfalls als Neue angesehen werden, da sie vor der Coronapause auch nur zwei Mal gespielt haben. Der Kader für die neue Saison umfasst nicht mehr 26 Spieler, sondern nur noch 21.

Von den Neuen hat der Bönener Coach eine hohe Meinung. „Das sind absolute Verstärkungen. Vor allem in der Defensive dürften wir gut aufgestellt sein. Wir haben alle  mit unserer Vision überzeugt. Ein Mann wie Stümer Arif Et hatte doch zahlreiche Angebote von Oberligisten. Er wollte aber lieber mit uns Ziele erreichen, anstatt dort vielleicht rumzudümpeln.“

Experiment mit einem neuen Spielsystem – 2-3-5

In den folgenden Trainingseinheiten, drei Mal wöchentlich, soll zunächst dosiert gearbeitet werden. Überlastungen sollen vermieden werden, um mit den Spielern ohne muskuläre Probleme in die Saison zu starten. Im August geht es dann in eine „heiße“ Phase mit vier bis fünf Einheiten pro Woche. Das soll abwechslungsreich geschehen, mit Kraftzirkel und Spinning im Fitnessstudio und zahlreichen Testspielen. So gegen die Oberligisten Rhynern und Hamm, am 1. August geht es los mit dem Test gegen Bockum-Hövel. Zudem seien noch RW Ahlen, FC Roj, YEK Hassel und SVE Heessen weitere Gegner. Gesucht wird noch ein starker Gegner für den 29. oder 30. August, praktisch die Generalprobe für den möglichen Saisonstart. Im Halbfinale des Westfalen-Kreispokals geht es am 15. August gegen Eintracht Werne.

Gespannt ist man bei der IGB über die Staffeleinteilung. „Schön wäre es“, so Cerci, „wenn es dann gegen Kaiserau, Werne, Herbern, Hilbeck, Wiescherhöfen in Derbys gehen könnte. Doch egal in welcher Landesligagruppe wir auch antreten werden, wir wollen in jedem Fall ganz oben mitspielen.“

Bildzeile: Das IG-Trainerduo Ferhat Cerci (re.) und Evren Karka hat die Saisonvorbereitung des Landesligisten gestartet.

Das Trainerduo Ferhat Cerci/Evren Karka plant ein Experiment mit einem neuen Spielsystem. Ein 2-3-5. Das heißt: Mit zwei Innenverteidigern und drei zentralen Mittelfeldspielern soll der Angriffsdruck auf die Zentrale des Gegners erhöht werden. Die Außenbahnen sollen freigespielt werden. Cerci: „Ob es funktioniert, wird sich zeigen.“ Nicht mehr praktiziert werden soll die Rotation. „Die wird es wie im ersten Landesligajahr nicht mehr geben. Den Fehler mache ich nicht mehr. Das hat uns Punkte gekostet.“

Spieler für die „ersten Elf“ hat Ferhat Cerci schon im Hinterkopf, doch festgelegt sei nichts. Es gebe immer wieder Überraschungen, dass Spieler, die man anfänglich nicht so eingeordnet hatte, sich noch in die Mannschaft gespielt haben.

Bildzeile: Fünf Neuzugänge präsentierte die IG Bönen am Sonntag beim offiziellen Trainingsauftakt am Schulzentrum. Von links: Arif Et, Don Niketta, Yussuf Kilic, Ivan Mandusic und Ismail Budak.

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