HSVer früh und spät geschockt

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Fußball, Westfalenliga 2: DJK TuS Hordel – SV Holzwickede 2:0 (1:0). Der Saisonauftakt in der Westfalenliga ging für den SV Holzwickede beim 0:2 in Bochum-Hordel daneben – vor allem, weil sich die Elf von Ingo Peter schon nach 35 Sekunden und dann noch einmal drei Minuten vor dem Ende schocken ließ und ihrerseits die allerklarste Chance des Spiels nicht nutzte.

Die Holzwickeder schienen nach dem Anpfiff gedanklich noch nicht bei der Sache zu sein. Jedenfalls vertändelten sie das Leder auf der rechten Abwehrseite und waren auch nicht zur Stelle, als Hordels Dustin Hoffmann nach einem Einwurf frei aus zwölf Metern zum Schuss kam und Tim Hohmann im HSV-Kasten keine Chance ließ. Von diesem Schock nach 35 Sekunden erholten sich die Gäste nur langsam und stellten den Hordeler Schlussmann Kevin Kampschäfer mit Flachschüssen von Sascha Grasteit (13.) und Tim Lorenz (21.) nicht vor die allergrößten Probleme. Aber nachdem Hordels Kevin Rudolph in der 23. Minute den Ball aussichtsreich verzogen hatte, bot sich den HSVern fünf Minuten später eine „Hundertprozentige“: Fabian Lenz verlängerte das Leder geschickt zu Sascha Grasteit, der völlig allein auf Kampschäfer zustrebte und den Ball am DJK-Keeper vorbeischob – aber nicht ins Tor, sondern nur an den linken Innenpfosten. Das hätte der Ausgleich sein können, ja, sein müssen. Bis auf einen Gewaltschuss von Hordels Philipp Dragicevic, der knapp das Ziel verfehlte, geriet das HSV-Tor in dieser Phase nicht in Gefahr.

Das änderte sich auch nicht nach Wiederanpfiff. Nur einmal (60.) musste der Holzwickeder Schlussmann gegen Dragicevic klären. Ansonsten hatten die Gäste meist mehr vom Spiel, was sich aber letztlich nicht auszahlte – weil zum einen der Schiedsrichter in der 66. Minute einem Tor von Marco Köhler nach Ansicht vieler HSVer wegen Abseits zu Unrecht die Anerkennung verwehrte und weil der eingewechselte Dino Suljakovic in der 72. Minute einen wuchtigen Kopfball nach Eckstoß von Mirco Gohr über die Querlatte setzte. Hordel lauerte auf Konter – und hatte damit in der 87. Minute Erfolg, als die HSV-Deckung nicht im Bilde war und Dragicevic davoneilen ließ.

HSV-Trainer Ingo Peter: „Wir waren zum Teil sehr gut im Spiel, hatten sogar mehr Torchancen und haben ein Tor nicht anerkannt bekommen, aber wenn man zweimal solche Fehler macht wie wir… Daraus müssen wir lernen“.

DJK TuS: Kampschäfer – Misawa, Bakenecker, Barrera, Ginczek, K. Rudolph (70. Iohara), Hoffmann (66. Berlinski), Büscher (90. Jürgensen), P. Rudolph, Helfer, Dragicevic.
HSV: Hohmann – Poczkaj, Groenewold, Köhler, Kaiser, Köhn (46. Wettklo), Hense, Oscislawski, Lorenz (73. Gohr), Grasteit (63. Suljakovic), Lenz.
Tore: 1:0 (1.) Hoffmann; 2:0 (87.) Dragicevic.

Bild: Christopher Kaiser, hier im Laufduell mit einem Hordeler Kontrahenten, zählte beim 0 : 2 gegen Hordel zu den besten Holzwickedern.

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