HSV-Fehler postwendend bestraft

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Fußball-Westfalenliga 2: SC Hassel – SV Holzwickede 2:1 (2:0). In einer Partie, die lange Zeit so aussah, als würde sie torlos enden, bezog der HSV eine zwar knappe, aber letztlich nicht unverdiente 1:2-Niederlage beim SC Hassel. Entscheidend war – wie Trainer Ingo Peter später zu Recht beklagte –, dass vor der Pause jeder Fehler seiner Elf postwendend bestraft wurde und im zweiten Durchgang zwar das Bemühen erkennbar war, aber den HSVern insgesamt gesehen doch die Linie fehlte.

Lange Zeit tat sich wenig am Lüttinghof. Die erste bemerkenswerte Torszene war in der 17. Minute ein Freistoß des Hasselers Mykola Makarchuk, der aber kein Problem für Holzwickedes Schlussmann Amir Halilovic darstellte. Nachdem der Gast in der 25. Minute die bis dahin klarste Chance besessen hatte, als der oft offensive Marco Köhler das SCH-Gehäuse mit einem Volleyschuss  nach Flanke von Christopher Franz nur knapp verfehlte, fiel acht Minuten später die überraschende Hasseler Führung: Tim Woberschal staubte ab, als der HSV-Keeper einen Freistoß aus 16 Metern von Pierrre Bendig nur abklatschen konnte. Dann musste Köhler als einer der auffälligsten HSV-Akteure schon nach 40 Minuten mit einer Oberschenkelzerrung ausgewechselt werden, und praktisch mit dem Halbzeitpfiff erhöhte Mike Rogowski im Nachschuss auf 2:0 für die Hausherren, die im ersten Abschnitt durchaus das aktivere Team gewesen waren.

Das änderte sich nach Wiederanpfiff zumindestens phasenweise und erst recht nach dem Anschlusstreffer des eingewechselten Marijo Midenjak. Der war in der 68. Minute für Fabian Lenz gekommen und überwand Hassels Schlussmann Sven Najemnik mit einem Flachschuss aus halblinker Position ins lange Eck. Der HSV war anschließend eifrig um den Ausgleichstreffer bemüht und gestattete den Gastgebern nur noch vereinzelte Konterangriffe, bei denen sie einmal in der 82. Minute bei einem Schuss von Daniel Moritz an Halilovic scheiterten. Die glasklaren Torchancen auf Seiten der Holzwickeder gab es jedoch nicht mehr, und so verpuffte der Schlussspurt der HSVer.

Trainerstimmen
Ingo Peter (HSV): Es wäre mehr für uns drin gewesen, aber im Grunde genommen war die ganze Partie ein Schweinespiel. Wir sind gut beraten, die Gefahr in der Tabelle nicht zu unterschätzen, und ich hoffe, dass meine Spieler entsprechend reagieren.
Michael Schrank (SCH): In der 1. Halbzeit waren wir spielerisch besser, jedoch ohne zwingende Torchancen. Danach kamen wir nicht mehr so ins Spiel, weil Holzwickede nun aggressiver war. Unser Sieg geht aber in Ordnung und ist gut für unsere Psyche.

HSV: Halilovic – Hutmacher,  Groenewold, Köhler (40. Suchy), Kaiser, Hense, Lorenz (46. Kleine),  Senga, Sievers, Franz, Lenz (68. Midenjak).
Tore: 1:0 (33.) Woberschal; 2:0 (45.) Rogowski; 2:1 (72.) Midenjak

 

Bild: Aus dieser Situation entstand das 1:0 für Hassel. Den Freistoß wehrte Amir Halilovic noch ab – gegen den Nachschuss war er chancenlos.

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