HSV – Wickede: Nachbar-Derby voller Brisanz

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Fußball, Westfalenliga 2: SV Holzwickede – BV Westfalia Wickede (Sonntag, 18.00 Uhr, Montanhydraulik-Stadion). Das erste Meisterschaftsheimspiel des HSV in diesem Jahr ist an Brisanz kaum zu überbieten. Seit vielen Jahren sind die Derbys mit der Wickeder Westfalia mehr als nur Nachbarschaftsduelle und waren in den meisten Fällen hart umkämpft. 

Das kann auch in dieser Saison wieder so sein – selbst wenn der Blick auf die Tabelle etwas anderes besagen könnte. Mit 31 Punkten als momentan Tabellenzweiter haben die Dortmunder Vorstädter 14 Zähler mehr auf dem Konto als die Holzwickeder auf  Platz 12. Das Ziel der Westfalia ist klar: „Lasst uns den großen Traum Oberliga-Aufstieg 2013 wahr machen“, haben sich die Schott-Schützlinge im Mannschaftskreis vor Beginn des Rückrundenauftaktspiels gegen Zweckel versprochen und dann in dem Verfolgerduell nach 0:2-Rückstand mit bewundernswerter Moral noch ein 2:2 geschafft.

„Ich habe die Wickeder immer mit zu den Meisterschaftsfavoriten gezählt, und der Saisonverlauf gibt mir Recht“, hat der aus dem Urlaub zurückgekehrte HSV-Trainer Ingo Peter (Bild) eine hohe Meinung von den Gästen. Dennoch: „Wir brauchen uns nicht zu verstecken. Das haben wir beim 1:1 im Hinspiel nicht getan, und das wollen wir auch diesmal nicht tun“, sieht er seine Elf zwar beileibe nicht in der Favoritenrolle, aber an einem guten Tag durchaus auf Augenhöhe mit vermeintlich übermächtigen Teams. „Wir haben fast immer mithalten, aber nicht immer die Früchte unserer Arbeit, die wir vor und in den Spielen leisten, ernten können!“ Dass die Aufgabe gegen die Wickeder enorm schwer ist, steht für Peter und seinen „Co“ Marc Woller außer Frage. Nicht umsonst liegen die Dortmunder nur drei Punkte hinter Brünninghausen und sind somit der schärfste Verfolger des Spitzenreiters. Und dass Roman Schymanietz und Co. bislang auswärts erst ein einziges Mal völlig leer ausgegangen sind (1:3 in Wattenscheid), macht klar, welch fußballerisches Kaliber am Sonntagabend im Montanhydraulik-Stadion aufkreuzt.  Neun Siege, vier Unentschieden und nur drei Niederlagen bei 34:22-Toren sprechen eine deutliche Sprache.

Zwei Akteure im Wickeder Kader haben eine „HSV-Vergangenheit“: Tobias Wittchen zählt inzwischen zur Stammformation von Marko Schott, und auch Hendrik Huneke wird oft eingesetzt. Auf der Gegenseite steht fest, dass Fabian Lenz (beruflich in Asien) und Sitki Üstün (Knöchelverletzung) den HSV-Trainern nicht zur Verfügung stehen. Ansonsten sind voraussichtlich alle Mann an Bord. „Und vielleicht sind ja die neuen Umkleidekabinen, die wir am Sonntag erstmals benutzen, eine zusätzliche Motivation für uns!“, so Ingo Peter abschließend.

 

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