HSV weiß, was Sonntag gegen Eving auf dem Spiel steht

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Fußball-Westfalenliga: SV Holzwickede – TuS Eving (So. 15 Uhr, Montanhydraulikstadion). Solch ein Saisonfinale hätte sich der HSV sicherlich nicht gewünscht, aber nicht zuletzt wegen einer schon dramatisch zu nennenden Verletzungsmisere und zum Teil unglücklicher Last-Minute-Niederlagen muss er am Sonntagnachmittag in der allerletzten Begegnung gegen den mit 29 Zählern punktgleichen TuS Eving den entscheidenden Schritt ins zweite Jahr Westfalenliga unternehmen.

Dazu reicht den Holzwickedern auf Grund der eindeutig besseren Tordifferenz von minus zwei zu minus 26 zwar schon ein Unentschieden, „aber auf ein solches Vabanquespiel dürfen und wollen wir uns erst gar nicht einlassen“, warnt Trainer Ingo Peter (Bild). Er hat den Gast aus dem Norden Dortmunds am vergangenen Sonntag beim Heimspiel gegen den wahrscheinlichen Meister Zweckel unter die Lupe nehmen lassen und erfahren, dass sich die Evinger trotz früher Unterzahl (Florian Juka sah schon nach zehn Minuten die rote Karte) sehr gut gegen den Favoriten aus der Affäre gezogen und erst nach der Pause die Treffer zum 0:3 kassiert haben. „Und mein Kollege Dimitrios Kalpakidis wird alles daran setzen, dem TuS den Klassenerhalt sozusagen als ,Abschiedsgeschenk’ zu hinterlassen, bevor er in der nächsten Saison als Spielertrainer nach Schüren geht“, erwartet Peter eine aufopferungsvoll kämpfende Gästeelf.

„Doch auch wir wissen natürlich, was auf dem Spiel steht“, vertraut der HSV-Coach auf die mit 20 Punkten positive Heimbilanz seiner Mannschaft und darauf, dass sie Mittel und Wege findet, den Wunschgedanken der Evinger zu durchkreuzen, ihre bisher zwölf Auswärtspunkte um drei weitere aufzustocken. Denn nur mit einem Sieg im Montanhydraulik-Stadion können die Dortmunder Vorstädter, bei denen Juka wegen seiner roten Karte und der am Knie verletzte Sebastian Homann fehlen werden, die Klasse erhalten. Theoretisch könnte sich zwar auch noch Dröschede retten, aber die Borussia muss dabei auf ein Unentschieden zwischen dem HSV und Eving spekulieren und selbst in Langscheid-Enkhausen mit mehr als 20 Toren Vorsprung gewinnen. „An solche Rechenexempel verschwenden wir keinen Gedanken“, sagt Ingo Peter, „wir müssen einfach nur unsere Hausaufgaben erfolgreich erledigen und mit der entsprechenden Einstellung in die Partie gehen“. Verzichten müssen die HSVer weiter auf die langzeitverletzten Thanh Tan Tran, Marco Hesse und Dennis Hense. Die zuletzt verletzungsbedingt fehlenden Michael Rothholz und Peter Suchy hoffen hingegen, dass sie zumindestens als Auswechselspieler dazu beitragen können, die personelle Situation der Gastgeber etwas erträglicher zu gestalten. Das Hinspiel gewannen die Evinger mit 1:0 – durch ein Tor in der 87. Minute. ,,Auch das wird uns zusätzlich motivieren“, ist Ingo Peter sicher.

 

 

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