HSV vor schwerem Einstieg in die dritte Westfalenliga-Saison

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Fußball, Westfalenliga 2: DJK TuS Hordel – SV Holzwickede (So.15 Uhr, Stadion Hordeler Heide, Bochum, Hordeler Heide 189). Einen schwereren Einstieg in die dritte Westfalenligasaison als mit der Auswärtspartie bei der DJK TuS Hordel hätte es für den HSV kaum geben können. Es gibt nicht wenige, die den Ex-Oberligisten auch in der neuen Spielzeit zumindestens zum erweiterten Kreis der Meisterschaftsaspiranten zählen, nachdem er in der vergangenen Saison mit 50 Punkten und 54:41-Toren Platz 5 belegt hatte.

Und dass in der Elf aus dem Bochumer Westen das Potenzial steckt, diesen Vorschusslorbeeren auch gerecht zu werden, davon hat sich HSV-Trainer Ingo Peter vor ein paar Tagen überzeugen können, als er nämlich das 3:1 der Hordeler im Test beim SV Schermbeck, immerhin Vorjahrs-Siebter der Parallelgruppe 1, live miterlebte. „Eine starke Truppe“, urteilte Peter, „aber das ist für uns beileibe keine neue Erkenntnis“. Schließlich haben die HSVer keines der vier Spiele, die sie bislang in der Westfalenliga gegen die DJK bestritten, gewinnen können. Zwei davon gestalteten sie jedoch unentschieden, so auch in der vergangenen Saison im Rückspiel beim 0:0 in der Hordeler Heide. Gerade diese Partie sollte den Holzwickedern gezeigt haben, dass sie zwar vor einer äußerst diffizilen Aufgabe stehen, aber nicht gleich von vornherein die Flinte ins Korn zu werfen brauchen.

Hordels neuer Coach Marco Rudnik, zuvor Jugendtrainer bei Rot-Weiß Essen, geht durchaus von einem „Geduldsspiel gegen das für seine außergewöhnlich gute Defensivarbeit bekannte Team von Ingo Peter“ aus, sieht aber die seiner Meinung nach individuelle Klasse seiner Jungs als den Trumpf in dieser Begegnung an. Rudnik setzt dabei unter anderem auf die Torjägerqualitäten eines Dawid Ginczek, der in der vorigen Saison verletzungsbedingt lange ausgefallen war. Verzichten muss der DJK-Coach jedoch auf die verletzten Neuzugänge Julian Stöhr und Josue-Serge Massoma, „aber dadurch werden die Hordeler keineswegs entscheidend geschwächt sein“, erwartet Ingo Peter einen Gastgeber, der sich auf seinem heimischen Kunstrasen nicht die Butter vom Brot nehmen lassen will.

Er selbst hofft, dass zumindestens einige seiner beim Test in Hüsten unter anderem wegen Blessuren fehlenden Akteure wie Markus Krawietz, Patrick Leclaire, Anjo Wilmanns und Michael Oscislawski in seinem Aufgebot stehen können. Auf keinen Fall dabei sind Sitki Üstün (Urlaub), Mischa Mihajlovic (Verletzung) und Patrick Sievers (beruflich im Ausland). „Unser weiter verbreiteter Kader bietet etliche Alternativen“, gibt sich der HSV-Trainer durchaus zuversichtlich, hat aber zugleich den nötigen Respekt vor der Leistungsstärke des Auftaktgegners.

Bild: Der HSV bangt in Hordel noch um den Einsatz von Torjäger Markus Krawietz

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