SV Holzwickede verlässt nach der Pause der Mut

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Fußball-Westfalenliga: Mengede 08/20 – SV Holzwickede 2:0 (0:0). Gegen eine vor allem im zweiten Abschnitt verbissen kämpfende, weil abstiegsbedrohte Elf aus Mengede bezog der HSV eine letztlich verdiente 0:2-Niederlage und rutschte selbst näher an die gefährdeten Regionen heran.

Dabei hatte es eigentlich bis zum Führungstor der Gastgeber in der 61. Minute durchaus gut für die Holzwickeder ausgesehen, aber danach fehlte es ihnen im Vergleich zu den 08/20ern an Mut, um das Blatt noch zu wenden. In der ersten Hälfte nahmen die Gäste, die wiederum von Marc Woller anstelle des weiterhin erkrankten Ingo Peter gecoacht wurden, die rustikale, meist von langen Bällen geprägte Gangart auf dem nicht leicht zu bespielenden, holprigen Platz im Mengeder Volksgarten an. Und sie hatte die insgesamt sogar die etwas besseren Torgelegenheiten. So in der 30. Minute, als Thanh Tan Tran aus der Drehung am Mengeder Keeper Dirk Jankowski scheiterte, und eine Minute später, als Steffen Köhn das Leder im Gewühl nicht an Jankowski vorbeistochern konnte.

Was auf der Gegenseite in Richtung Holzwickeder Gehäuse ging, wurde stets eine Beute des sicheren Youngsters Kevin Loke im HSV-Tor. Nach Wiederanpfiff kann eigentlich nur in der 52. Minute von einer guten Holzwickeder Chance gesprochen werden, aber bei einer Art Powerplay der Gäste blockten die Hausherren gleich mehrfach die Schussversuche der HSVer ab. Ansonsten besaßen die Mengeder, bei denen Trainer Mario Plechaty zur Pause durch die Hereinnahme von Robin Schultze die Offensive wirkungsvoll verstärkte, ein eindeutiges Chancenplus. Das führte dann nach gut einer Stunde zur Führung, als das Leder nach einem Freistoß im Gewühl vor dem HSV-Tor vor die Füße des freistehenden Fabian Pfennigstorf fiel und dieser Loke mit einem Flachschuss aus kürzester Distanz keine Abwehrmöglichkeit ließ. Die Holzwickeder versuchten zwar, zumindestens einen Punkt mit nach Hause zu nehmen, aber sie eröffneten den Hausherren durchaus mehrere klare Konterchancen, von denen Pfenningstorf in der 79. Minute eine zum alles entscheidenden 2:0 verwertete. In der Schlussminute verhinderte die Querlatte bei einem Schuss von Abdelkarim Bouzerda sogar noch den dritten Mengeder Treffer. Aber das wäre auch des Guten zu viel gewesen.
Mengede: Jankowski – Fels, Tielker, Uphues, Heinze, Grastelt, Dieckmann, Schulz (55. D, Schultze), Pfenningstorf, Ricke (46. R. Schultze), Bouzerda.
HSV: Loke – Hense, Aktas, Kaiser, Haumer, Köhn (72. Hesse), Senga, Suchy, Üstün (69. Lenz), Franz (85. Ernst), Tran.
Tore: 1:0, 2:0 (61., 79.) Pfenningstorf.
HSV-Bestnoten: Loke, Köhn.

Trainerstimmen
Marc Woller (HSV):
„Die zweite Halbzeit war aus meiner Sicht eine Katastrophe. Vor der Pause waren wir recht gut aufgestellt und hatten die besseren Möglichkeiten, aber danach haben wir unser Spiel abgeschenkt. Der Sieg der Mengeder ist daher verdient.“
Mario Plechaty (Mengede): „Ich war mit der Art und Weise des Spiels meiner Mannschaft vor allem in der zweiten Hälfte zufrieden, nachdem wir vorher zu verhalten gespielt haben. Nach der Pause haben wir mutiger agiert und überaus verdient gewonnen.“

 

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