HSV trauert der Midenjuk-Chance nach

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Fußball-Westfalenliga: Die engagierte Vorstellung des SV Holzwickede gegen Titelanwärter Marl-Hüls machte die schlechte Vorstellung am Sonntag zuvor in Hohenlimburg vergessen. Die Peter-Truppe zeigte sich deutlich verbessert und zerstörte dem Gast wohl noch mögliche Meisterträume. Und hätte Marijo Midenjuk in der Schlussphase seine große Chancen genutzt, hätte  Marl-Hüls wohl ohne einen Zähler nach Hause fahren müssen. Der Holzwickeder schoss den herausstürzenden TSV-Schlussmann an. Das hätte die 2:0-Führung bedeutet.

Praktisch im Gegenzug fiel der Ausgleich: Eine Flanke kommt in den Strafraum, wo Mutluer freistehend Halilovic mit einem Flachschuss aus 13 Metern bezwingen konnte. Marl-Hüls drängte weiter, Diericks trifft die Latte und in der dritten Minute der Nachspielzeit liegt der Ball zum zweiten Mal im Holzwickeder Netz. Die Gäste jubeln, doch Schiri Goldmann versagt dem Treffer die Anerkennung – Abseits.

Die 1:0-Führung für Holzwickede besorgte Steffen Köhn, als er mit links an der 16m-Grenze Maß nahm und unhaltbar traf. Bis zur Pause hatten die Gastgeber auch noch weitere Möglichkeiten: Ein Flachschuss von Markus Krawietz konnte zur Ecke gelenkt werden (18.) und fünf Minuten vor der Pause verfehlte ein Freistoß von Sitki Üstün nur knapp das Gästegehäuse. Chancen für die Besucher waren nicht vorhanden. Das änderte sich auch nach der Pause zunächst nicht, obwohl die Gäste nun ihren Ex-Profi Mineiro aus dem Mittelfeld auf die Liberoposition und ihren wuchtigen Mannschaftskapitän Kai von der Gathen aus dem Abwehrzentrum in die Sturmmitte beorderten. Marl-Hüls hatte jetzt meist den Vorwärtsgang eingeschaltet, lief sich aber immer wieder in der HSV-Deckung fest. Was dennoch aufs Tor kam, landete in den Armen des sicheren Amir Halilovic. HSV-Ingo Peter war jedenfalls zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft „Man hat gesehen, die Mannschaft wollte noch einmal. Die Einstellung hat gestimmt.“

Am kommenden Spieltag gastiert der HSV beim FC Brünninghausen und zum Schluss gibt der aktuelle Tabellenzweite 1. FC Kaan-Marienborn seine Visitenkarte im Montanhydraulikstadion ab. Nicht mehr mit dabei sein wird Mischa Mihajlovic, der mit einer Knochenabsplitterung außer Gefecht gesetzt ist. In der kommenden Saison wird Jan Kleine nicht mehr zum HSV-Kader gehören – er geht zu seinem Stammverein Westfalia Rhynern zurück. Ob Christopher Franz bleibt, ist noch unklar. Als Neuzugang ist beim HSV Stephen Hutmacher (Mühlhausen) im Gespräch.

Bild: Viel Gesprächsstoff gab es offensichtlich unter den HSV-Spielern nach dem Schlusspfiff.

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