HSV lässt sich von Heven düpieren

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Fußball-Westfalenliga 2: SV Holzwickede – TuS Heven 1:3 (1:0). Eine Niederlage so überflüssig und unnötig wie ein Kropf leistete sich der HSV im Heimspiel gegen den Ex-Oberligisten TuS Heven. Zwar haben die Peter-Schützlinge immer noch einen Abstand von sechs Punkten auf den ersten Abstiegsplatz, den weiterhin die Hevener belegen, doch versäumten sie es durch das 1:3, einen ganz großen Schritt in Richtung Klassenverbleib zu tun und dadurch beruhigter in die kommenden schweren Spielen in Kaan-Marienborn, gegen Brünninghausen und in Wickede zu gehen. Dabei ließ sich die Partie anfangs gar nicht so schlecht an für die Holzwickeder, die schon nach fünf Minuten das 1:0 durch einen Freistoß von Tim Lorenz von der Strafraumgrenze aus bejubeln konnten. Auch in der Folgezeit hatten die Gastgeber ein deutliches Plus, was die Torchancen anbetraf, aber sie machten den Sack nicht zu. Es wäre zu bezweifeln gewesen, ob sich die Hevener von einem zweiten oder dritten Gegentreffer erholt hätten. Und das hätte durchaus Fall sein können, ja, müssen, aber zweimal allein fand Patrick Sievers nicht den Weg ins Gästetor: Zunächst scheiterte er freistehend mit einem Kopfball an TuS-Ersatzkeeper Marvin Meyer, und dann verfehlte er das Hevener Gehäuse nach einem klugen Zuspiel von Markus Krawietz nur knapp. Die fast um ihre letzte Chance kämpfenden Besucher aus dem Wittener Vorort zeigten sich zwar sehr engagiert, konnten aber HSV-Schlussmann Torben Trapp in dieser Phase nur einmal mit einem Flachschuss prüfen. Das 1:0 zur Pause entsprach nicht die Gegebenheiten in den ersten 45 Minuten.

Auch kurz nach Wiederanpfiff hatten die HSV-Anhänger schon den Torjubel auf den Lippen, aber Dennis Hense konnte den Gästetorwart nicht überwinden. Dann ließ jedoch offensichtlich die Konzentration in der Holzwickeder Mannschaft zu und gab einige haarsträubenden Abspielfehler. Und nachdem zweimal Hevens David Nyenhuis in aussichtsreicher Position vergeben hatte, nutzte Ali-Mohammad Abou-Saleh einen dieser Patzer in der 73. Minute zum Ausgleichstreffer, indem er das Leder über das machtlosen Trapp hinweg ins Netz hob. Zwei Minuten später war Abou-Saleh erneut zur Stelle und staubte zum 1:2 ab, als Trapp zunächst eine scharfe Hereingabe von der linken Seite bravourös abgewehrt hatte. Und nur vier Minuten später die endgültige Entscheidung durch Ismail Ayar, als die Holzwickeder Deckung abermals im Tiefschlaf schien. Es gab zwar auch noch gute HSV-Chancen wie Sascha Grasteits Kopfball aufs kurze Eck, aber alles Bemühen war vergeblich, auch als Hevens Thume in der 83. Minute von Schiedsrichter Marcel Benkhoff (Ahaus) wegen einen Notbremse gegen Grasteit die rote Karte gezeigt bekam. Den daraus resultierenden Freistoß setzte Sievers lediglich an den Pfosten. Um ein Haar wäre die HSV-Schlappe noch klarer ausgefallen, hätte nicht Torwart Trapp einen von Sitki Üstün an Ayar verursachten und von Demir Mustic geschossenen Foulelfmeter glänzend pariert.

Trainerstimme Ingo Peter: „So ewas muss man einfach nicht erleben. Wir haben eine passable erste Halbzeit gespielt, aber die Chancen nicht genutzt. In der Pause habe ich meine Elf noch einmal vor den Hevenern gewarnt, aber einigen meiner Spieler ging auch nach Krankheit und Verletzung die Kraft aus.“

HSV:
Trapp – Üstün, Wilmanns, Groenewold, Köhler (55. Grasteit), Oscislawski, Lorenz (61. Leclaire), Hense, Sievers, Lenz (78. Gohr), Krawietz.
TuS: Meyer – Günzel (46. Haarmann), Basalan (74. Yilmaz), Cetinbag, Kasumi, Mustic, Kiral (55. Peci), Ayar, Nyenhuis, Thume, Golm.
Tore: 1:0 (5.) Lorenz; 1:1, 1:2 (73. und 75.) Abou-Saleh; 1:3 (79.) Ayar.
Bes. Vork.: Rote Karte für Thume (TuS)/83./Notbremse.

Bild: In dieser Szene kann sich der HSVer Markus Krawietz durchsetzen, ein Treffer gelang ihm jedoch nicht.

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