HSV kann verhängnisvolle sieben Minuten in Wickede nicht ausklammern

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Fußball-Westfalenliga: Wenn da nur nicht die Minuten 52 bis 57 gewesen wären. Die ausgeklammert, dann hätte die SpVg Holzwickede möglicherweise etwas Zählbares aus dem Wickeder Pappeldstadion mit nach Hause nehmen können. So aber gehörten diese sieben Minuten zum Spiel – und die waren eben entscheidend. Wickede kam durch Toetz per Strafstoß und wenig später durch Schymanietz zum 2:0-Sieg. Dumme Tore, denn zum einen war es ein Handelfmeter und Treffer Nummer zwei resultierte aus einem Missverständnis zwischen Kaiser und Oscislawski.

„Wickede hat verdient gewonnen“, ordnete HSV-Coach Ingo Peter die Niederlage realistisch ein. Die Gastgeber hatten mehr Ballbesitz. Freude natürlich im anderen Lager. Wickedes Chefcoach Marko Schott freute sich zusammen mit seinem Assistenten Dirk Eitzert, der eigens dafür aus Mallorca angedüst kam, über den Dreier, der nach „einem Geduldsspiel“, wie er es bezeichnete, zustande kam. Beide machten deutlich, dass man auf jeden Fall die Oberliga anstrebe. Wickede und Marl-Hüls rangieren punktgleich an der Spitze. Da sind die Ambitionen beim HSV ganz anders. Klassenerhalt heißt hier das Ziel. Und der Holzwickeder Trainer ist sicher, dass man die noch fehlenden Punkte holen werde.

Chancen auf einen Treffer für Holzwickede waren im Pappelstadion auch gegeben:  Nach Pass von Sascha Grasteit auf Andreas Senga fehlten nur Zentimeter an der Gästeführung. Knapp am Wickeder Tor vorbei ging auch der Schuss von Sitki Üstün kurz nach der Pause und auch der Kopfball von Marco Köhler fand nicht den Weg ins Wickeder Tor. Trotz der Niederlage hat sich in der Tabelle für den HSV nicht viel geändert – man behielt seinen Sieben-Punkte-Vorsprung vor Heven. Die verloren in Kaan-Marienborn 1:2.

Der HSV muss nun am Pfingstmontag um 15 Uhr gegen den Kirchhörder SC im Montanhydraulik-Stadion punkten, um nicht noch ungewollt für weitere Spannung im Abstiegskampf zu sorgen. Die Holzwickeder sind allerdings gewarnt, da Kirchhörde zwar gegen Spitzenreiter Marl-Hüls mit 1:3 verlor, aber in Führung war. Zudem sind da Erinnerungen an die ganz schlechte Leistung aus dem Hinspiel, das mit 0:2 verloren wurde. Ingo Peter und Rolf Unnerstall waren in Kirchhörde vor Ort und machten sich ihr Bild vom kommenden Gegner.

Bild: Trainer-Statements nach dem Nachbarderby Wickede – HSV. Wickedes Vorsitzender Hans Walter von Oppenkowski (Mitte) im Gespräch mit den beiden Trainern Ingo Peter (li.) und Mark Schott.

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