HSV empfängt Titelanwärter Marl-Hüls

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Fußball-Westfalenliga 2: SV Holzwickede – TSV Marl-Hüls (So., 15 Uhr, Montanhydraulik-Stadion).  Die letzten drei Spiele des HSV in dieser Saison haben es in sich, denn in ihnen treffen die Blau-Weißen auf Gegner, die sich allesamt mehr oder weniger noch Chancen auf die Meisterschaft in der Westfalenliga und den Aufstieg in die Oberliga ausrechnen können. Der erste dieser Kontrahenten, der TSV Marl-Hüls, zählt spätestens seit dem vergangenen Sonntag wieder zum ganz engen Kreis der Titelanwärter und will diese Ambitionen am Sonntagnachmittag im Montanhydraulik-Stadion nachdrücklich unter Beweis stellen. Mit dem 1:0 gegen den Mitkonkurrenten um die Meisterschaft, den 1. FC Kaan-Marienborn, sind die Marl-Hülser bis auf drei Punkte an Spitzenreiter Aplerbeck (gegen den sie am kommenden Sonntag spielen) herangekommen und haben eine sicherlich von vielen nicht für möglich gehaltene Serie von fünf Niederlagen in Folge beendet. Dass der von Saisonbeginn an hoch gehandelte TSV so ins Straucheln geraten ist, hatte eine seiner Ursachen in etlichen Verletzungen. Jetzt scheint der Kader der Flossbach-Truppe offensichtlich wieder sehr schlagkräftig aufgestellt und zudem mit einem überaus erfahrenen Ex-Bundesligaprofi verstärkt worden zu sein: Carlos Luciano da Silva, besser bekannt als Mineiro, schnürte unter anderem für Schalke 04 und Hertha BSC die Fußballstiefel. „Den Aufstieg haben wir noch nicht abgehakt“, gibt sich dann auch TSV-Coach Holger Flossbach nach dem Erfolg über die „Käner“ für den Rest der Saison kämpferisch. Ihm fehlt allerdings sein Top-Torjäger Christian Erwig, der 17 der 48 Marl-Hülser Treffer erzielt hat, nach seiner roten Karte aus der Partie in Langscheid-Enkhausen jedoch über das Saisonende hinaus gesperrt ist.

Aber auch HSV-Trainer Ingo Peter hat den gelb-rot gesperrten Fabian Lenz und weiterhin die verletzten Marco Hesse, Jan-Dirk Groenewold und Mischa Mihajlovic zu ersetzen. „Bleibt zu hoffen, dass unsere Verletztenliste nicht noch größer wird“, verweist Peter darauf, dass Marco Köhler (Gehirnerschütterung), Tim Lorenz (Rückenprobleme) und Peter Suchy (Zehenverletzung) zuletzt angeschlagen nicht zur Verfügung standen. „Wir brauchen ein starkes Team, um uns gegen den Titelanwärter gut behaupten zu können – so wie im Hinspiel, das wir zwar mit 0:2 verloren, dabei jedoch gleich mehrere hundertprozentige Chancen liegengelassen haben“, macht Ingo Peter seiner Elf Mut, die schlechte Leistung vom Vorsonntag beim Schlusslicht durch eine gute an diesem Spieltag gegen ein Spitzenteam wieder vergessen zu machen.

Bild: Der HSV muss auch weiter die verletzten Jan-Dirk Groenewold (Mitte) und Mischa Mihajlovic (li.) ersetzen

 

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