HSV blamiert sich beim Absteiger, hat aber trotzdem den Klassenerhalt sicher

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Fußball-Westfalenliga 2: SuS Langscheid/Enkhausen – SV Holzwickede 3:2 (0:0). Noch nie hatte der HSV ein Westfalenligaspiel gegen den SuS Langscheid/Enkhausen verloren und in fünf Spielen lediglich einmal ein Unentschieden zugelassen. Diese „Serie“ ging durch das 2:3 bei den schon lange als Absteiger feststehenden Sauerländern gehörig in die Binsen. „Ich muss mich für eine solche Leistung nicht schämen!“, war Trainer Ingo Peter restlos bedient von dem, was seine Akteure auf dem Kunstrasen im Langscheider Sportpark ablieferten. Und dabei hatte sie der Holzwickeder Coach im Vorfeld durchaus davor gewarnt, den SuS zu unterschätzen und in ihm einen leicht zu bezwingenden Punktelieferanten zu sehen. Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass die HSVer gegen vermeintliche „Underdogs“ Unterirdisches geboten haben. Dass der Klassenerhalt für die Blau-Weißen trotz der blamablen Vorstellung am Sorpesee endgültig sicher ist, weil Heven in Wickede lediglich einen Zähler holte und die sieben Punkte Differenz auf den HSV in nur noch zwei Begegnungen nicht mehr aufholen kann, ist zwar erfreulich, macht aber das, was den überwiegend aus Holzwickede angereisten Zuschauern in Langscheid geboten wurde, keinesfalls erträglicher. Schon vor der Pause konnten sich die Gäste bei ihrem Schlussmann Tim Hohmann und seinen Paraden in der 20., 23. und 27. Minute bedanken, dass sie nicht schon in dieser Phase in Rückstand geraten sind. Und dabei zeigten die Langscheider nur „Hausmannskost“, aber das reichte, zumal die HSVer in den ersten 45 Minuten kein einziges Mal in Richtung SuS-Gehäuse zielten.

Zwei Minuten nach Wiederanpfiff die Langscheider Führung, als Sebastian Schmerbeck völlig frei vor dem Tor auftauchte und Hohmann aus zwölf Metern keine Chance ließ. Dieser Treffer schien die Gäste endlich geweckt zu haben, denn nachdem zunächst Fabian Lenz aus kurzer Distanz gescheitert war, zog der an diesem Tag zu den wenigen Lichtblicken im HSV-Team zählende Mirco Gohr in der 52. Minute von der Mittellinie auf und davon und netzte überlegt zum 1:1 ein. Elf Minuten später aber geriet der Gast erneut in Rückstand, als Langscheids Steve Banyik mutterseelenallein und mühelos am hinteren Torpfosten eine hohe Hereingabe über die Linie drücken konnte. Den endgültigen Knockout bekamen die Gäste in der 86. Minute durch den gerade eingewechselten Burak Mucuk versetzt, der das Leder mit einer Art Bogenlampe im langen Eck versenkte. Da war dann Sascha Grasteits 3:2 nach guter Vorarbeit von Gohr in der ersten Minute der Nachspielzeit lediglich eine Ergebniskorrektur. Zu mehr reichte es – verdientermaßen – nicht.

SuS: Bauerdick – Gönülal, Banyik, Veseli, Vento (62. Ullmann), Kulisch (85. Mucuk), Klamann, Rattelsberger, Brüll (72. Rengshausen), Gawenda, Schmerbeck.
HSV: Hohmann – Köhn (60. Wilmanns), Hense, Groenewold, Kaiser, Oscislawski, Köhler (78. Sievers), Mihajlovic (69. Grasteit), Üstün, Lenz, Gohr.
Tore: 1:0 (47.) Schmerbeck; 1:1 (52.) Gohr; 2:1 (63.) Banyik; 3:1 (86.) Mucuk; 3:2 (90. + 1.) Grasteit.

Bild: Mirco Gohr war am Sorpesse einer der wenigen Lichtblicke beim HSV

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