HSG Unna kann Abstieg kaum noch vermeiden – Dellwig vermag Negativserie nicht zu stoppen

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Handball-Bezirksliga: RSV Altenbögge – HSG Unna 34:21 (19:12). Das war wohl der Abstieg für die HSG Unna. Wie ein Abstiegskandidat präsentierte sich auch die Mannschaft. Bis auf die Anfangsphase, wo die Unnaer mit 7:6 und auch 8:7 in Führung lagen, war anschließend nicht mehr viel zu sehen. Kaum Gegenwehr, viele technische Fehler und lückenhaft auch in der Deckung. Die Swoboda-Truppe war gegenüber dem Spiel gegen Beckum in der Vorwoche nicht wieder zu erkennen. Maßlos enttäuscht und kommentarlos verließ HSG-Coach Thomas Swoboda nach Spielschluss die Halle.

Jubel dagegen beim Sieger Altenbögge. Die RSV-Spieler verabschiedeten nach Spielende ihren scheidenden Coach Thomas Richter, der allen Grund zur Freude hatte. Der sah eine gut aufspielende Altenbögger Mannschaft, die sich ab der 20. Minute auf 13:9 absetzte. Zwei sehenswerte Gegenstöße bedeuteten das 16:9 (24.) und 17:10 (25.). Nach der Pause änderte sich das Spiel nicht. Unna blieb desolat und Altenbögge wurde immer stärker, was das 24:15 (39.) und 28:17 (48.) ausdrückte. Am Ende setzte es eine herbe Niederlage für Unna, die Schlimmstes befürchten lässt.

Trainerstimmen
Thomas Richter (RSV): So leicht hatte ich mir die Aufgabe nicht vorgestellt. Die Jungs haben mir im letzten Heimspiel ein schönes Abschiedsgeschenk gemacht. In den ersten zehn Minuten haben wir uns schwer getan. Dann bekamen wir mehr Sicherheit. Beutner war richtig gut, auch Joneleit im Tor hat einen Sahnetag erwischt. Sie waren die Hauptgaranten zu Sieg.
Thomas Resch (HSG-Vorsitzender): Wir waren nicht wieder zu erkennen gegenüber dem Beckum-Spiel zuletzt, Die Abwehrleistung war katastrophal. Kaum jemand in unsrer Mannschaft hat Normalform gezeigt. Für mich unerklärlich. Vor allem vorne haben wir zu viele technische Fehler gemacht. Altenbögge hat verdient gewonnen. Fragwürdig allerdings die Regelauslegungen der Schiedsrichter in einigen Situationen.

RSV Altenbögge: Joneleit, Wollek; Denge 1, Michalik 1, Leniger, Betz 3, Lublow 2’/1, Stracke 4, Geckert 8/1, Beutner 9/1, Florian 2, Bajramovic 3, Pieper 1, Bettermann.
HSG Unna: Wigger, Keller; Mann, Bartz 2, Faulstich 3, Schroer, Swoboda 3, Muhr 1, Wünnemann 2, Braach, Engelhard 9, Mundhenke.

TV Ennigerloh – TuS Jahn Dellwig 26:23 (13:13). Niederlage Nummer sieben in Folge für Dellwig. Auch im Kellerduell beim Tabellenvorletzten Ennigerloh hielt die Negativserie an. „Letztendlich  hätte mehr für uns heraus springen müssen“, resümierte TuS-Trainer Thomas Faltin nach Spielschluss. In der Endphase führte der Gast noch mit 22:21, vergab dann aber zwei bis drei hundertprozentige Chancen. Faltin: „Da hätten wir den Sack zumachen müssen und haben dadurch den Gegner wieder aufgebaut.“ Dem gelang in Überzahl zwei bis drei gute Aktionen, die zu den entscheidenden Toren führten. Am Ende stand Dellwig wieder mit leeren Händen da. Einziger Trost: Unna kann in den letzten beiden Spielen Dellwig in der Tabelle nicht mehr überholen. Rahn musste nach 15 Minuten verletzt ausscheiden.
TuS Jahn Dellwig: Walkuschefski, Withaut; Severin 4/3, Braach 2, Stammer 1, Wintzenburg 1, Rosteius 1, Olbrich 3, Richard 6, Plümer 5, Rahn.

Bild: Emotionaler Abschied von RSV-Trainer Thomas Richter im letzten Heimspiel.

Aktuell: Thomas Faltin bleibt auch in der kommenden Saison Trainer beim TuS Jahn Dellwig.

Bei Jahreshauptversammlung der HSG Unna  wurde Jens Toschläger als 2. Vorsitzender für Tim Lange – er war schon vorher ausgeschieden – gewhlt.

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