HSC zieht verdient dank Hahne-Doppelpack gegen Kaiserau in Runde 3 des Kreispokals ein

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Fußball, Krombacher Kreispokal, 2. Runde: SuS Kaiserau (Landesliga 3) – Holzwickeder SC (Oberliga Westfalen) 0:4 (0:1). Verdient und ungefährdet zog Oberligist Holzwickeder SC in die dritte Runde des Krombacher Kreispokals ein. Den standesgemäßen 4:0-Erfolg gegen den tapferen Landesligisten machten die Holzwickeder nach langer 1:0-Führung aber erst in der Schluss-Viertelstunde durch drei Treffer perfekt.

Gerade am Ende merkte man dem SuS an, dass das Team erst vor 48 Stunden das letzte Meisterschaftsspiel beim 3:4 in Hilbeck absolviert und dort viele „Körner“ gelassen hatte. Komplimente für das engagierte Team aus Kaiserau kamen dann nach Abpfiff auch von HSC-Coach Axel Schmeing: „Das war mehr als ein Warmlaufen oder auch Trainingsspiel vor unserem Saisonauftakt am kommenden Sonntag bei der Hammer SpVg. Die Truppe von meinem Kollegen Jörg Lange hat wirklich sehr gut mitgespielt und dagegengehalten. Mein Kompliment.“

Der Oberligist bot für die Meisterschafts-Generalprobe nahezu seine „erste Kapelle“ auf. Und die presste hoch und ließ die Schwarz-Gelben gar nicht erst zur Entfaltung kommen. Chancen von Sebastian Hahne, Robin Schultze und Marcel Duwe wurden gut vorbereitet und herausgespielt – nur der Abschluss war zunächst noch mit viel Luft nach oben ausgestattet. In der 14. Minute dann aber die verdiente Führung für den Oberligisten. Pass auf Sebastian Hahne, der spielte Kaiseraus Keeper Lukas Beßmann aus und schoss zur Führung ins leere Tor. Es ging nahezu im Minutenrhythmus weiter gen Kaiserauer Tor. Die beste Chance verpasste Enis Delija, der um Zentimeter am Kasten vorbeizielte (18.). Alhusain Barry war es dann, der für den SuS das erste Ausrufezeichen setzte – sein Schuss ging allerdings über den Kasten von Kevin Beinsen. Beinahe auf den Kopf gestellt worden wäre die erste Hälfte, als in der 45. Minute ein Kopfball von Henning Steffen vom Holzwickeder Nils Hoppe auf der Linie geklärt wurde. So ging es mit einem knappen 1:0 in die Halbzeitpause.

Bildzeile: Marcel Duve (am Ball) gegen Tom Schulz heißt hier das Duell um den Ball.

Lehrer Jörg Lange zog die richtigen Lehren

Kaiseraus Trainer Jörg Lange, im Hauptberuf Lehrer und Schulleiter an der Realschule Oberaden, hatte dann wohl in der Halbzeitpause die richtigen Lehren gezogen. Die ersten 20 Minuten der zweiten 45 Minuten spielte Kaiserau richtig gut mit – ohne allerdings zu großen Torchancen zu kommen. Eines wurde aber immer deutlicher: Dem SuS schwanden die Kräfte. Für den HSC war das das Zeichen, wieder eine Schüppe drauf zu legen. Sebastian Hahne eröffnete das fröhliche Scheibenschießen in der 66. und 68. Minute mit (noch) zwei Fehlschüssen. Den Deckel auf das Spiel setzte der eingewechselte Robin Rosowski in der 77. Minute durch einen schönen Konter. Und dann ein Tor, das ganz wichtig für das Selbstvertrauen des für den HSC so enorm wichtigen und gegen Kaiserau überaus kampf- und laufstarken sowie spielfreudigen Nico Berghorst war. Sein 3 : 0 in der 79. Minute beseitigte jeglichen Zweifel am Favoritensieg. Die Fans der Holzwickeder Ultras durften dann noch mal ihr „Kikeriki“ lautstark skandieren, als Sebastian Hahne zum 4 : 0 mit einem fulminanten Schuss aus halblinker Position einnetzte (84.).

HSC jetzt gegen Sieger aus IG Bönen gegen Westfalia Rhynern

Zur Belohnung für ihren engagierten Auftritt dürfen sich die Schmeing-Mannen nun auf einen attraktiven Gegner in der dritten Runde freuen. Der Sieger aus IG Bönen (Landesliga) gegen den Oberliga-Konkurrenten Westfalia Rhynern wartet – und im Falle eines Weiterkommens von Rhynern sogar ein Heimspiel im Montanhydraulik-Stadion. Bönen gegen Rhynern wird am Donnerstag, 10. September, ausgetragen. Befürchtet Axel Schmeing da bei so vielen Meisterschaftsspielen und englischen Wochen sowie Auftritten auch noch im Westfalenpokal einen Verschleiß seiner Truppe? „Spiele sind aus Sicht eines jeden Spielers doch besser und machen mehr Spaß als Training. Von daher: Wir wollen gerne überall weiterkommen und Spiele gewinnen.“

Verletztenmisere des HSC geht weiter  

Gerade nahtlos geht die Verletztenmisere des HSC aus der letzten Spielzeit weiter. Nun hat es auch Joshua Heinrichs erwischt. Beim „letzten Grätsch-Versuch“ beim Training am vergangenen Donnerstag fiel er auf seine ohnehin schon lädierte und operierte Schulter. Ihm droht nun eine längere Pause – es stehen noch weitere ärztliche Untersuchungen an. Weiterhin fehlen längerfristig Philipp Gödde, Til Busemann und Ferdinand Franzrahe. „Mehr Spieler sollten nun wirklich nicht dazukommen“, so Axel Schmeing. Entwarnung gibt es bei Mirco Gohr: Er spielte gegen Kaiserau am Dienstag bis zur 64. Minute und seiner Auswechslung sehr stark in der Defensive.

Tickets für das Kreis-Derby Hammer SpVg gegen HSC

Am Sonntag, 13. September, steht das erste Oberliga Spiel für den HSC in dieser Saison an. Um 15 Uhr erfolgt der Anstoß in der 24nexx Arena ist am Sonntag um 15 Uhr. Jeder Zuschauer muss sich bereits vorab registrieren. Dem HSC stehen auch hier wieder 50 Karten zur Verfügung. HSC-Zuschauer, die sich registrieren möchten, senden eine E-Mail an lars.rohwer@hsc-holzwickede.de , mit dem Namen der Person und der Telefonnummer. Es ist nur eine Anmeldung pro Person möglich. Auf die Mail folgt keine Bestätigung, es sei denn, das Kontingent wird überschritten. Die Namen gehen anschließend an die Hammer SpVg. Die Karte wird vor Ort an der Tageskasse personalisiert hinterlegt und ist vor Ort zu bezahlen (7 Euro).

Trainerstimmen
Jörg Lange (Kaiserau):
Wir haben heute wirklich alles gegeben. Ich bin mit der Leistung meines Teams zufrieden. Besonders die Phase nach der Halbzeitpause, also die ersten 20 Minuten in der zweiten Hälfte, hat mir gut gefallen. Das war ein ganz anderes Auftreten meiner Elf als beim 0 : 9 vor exakt vier Wochen in einem Testspiel im Montanhydraulik-Stadion. Schade, dass der Kopfball von Henning Steffen mit dem Halbzeitpfiff auf der Linie geklärt worden ist. Wäre es ein Treffer geworden, wäre vielleicht sogar noch etwas drin gewesen. Wir sind jetzt leider ausgeschieden – und jetzt beginnt das Brot und Butter-Geschäft, also die Landesliga. Und da haben wir ja mit dem Klassenerhalt ein ganz klares Ziel, auf das wir konsequent hinarbeiten werden. Am besten schon am Sonntag, wenn wir die Sportfreunde Wanne empfangen.
Axel Schmeing (HSC): Die ersten 25 Minuten haben mir von meiner Mannschaft sehr gut gefallen. Wir waren dominant, hatten viele Torchancen. Nur an der Torausbeute müssen wir arbeiten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit war Kaiserau gut im Spiel, da waren wir nicht mehr so dominant. Das ist mein Kritikpunkt heute, diese Phase nach der Pause. Kompliment an den SuS: Sie waren kampfstark und gut organisiert.

Kaiserau: Lukas Beßmann, Steffen Henning, Lukas Schuster, Lukas Manka, Alhusain Barry (78. Frederik Stöwe), Tom Schulz, Michael Seifert (82. Christoph Krziwanek), Moritz Schriefer, Nikolas Herrmann, Tillmann Siebert (60. Marvin Schuster), Timo Milcarek (70. Max Weber).
HSC: Kevin Beinsen, Kevin Beinsen, Moritz Müller (58. Connor Riley McLeod), René Richter, Enis Delija (58. Lennart Uedickoven), Marcel Duwe (70. Robin Rosowski), Sebastian Hahne, Nils Hoppe, Robin Schultze, Mohamed Yarhdi, Mirco Gohr (64. Maximilian Venos), Nico Berghorst.
Tore: 0:1 (14.) Hahne, 0:2 (77.) Rosowski, 0:3 (79.) Berghorst, 0:4 (84.) Hahne.
Zuschauer: 170
Schiedsrichter: Niklas Erkeling (TuS Germania Lohauserholz-Daberg): sehr souverän und ohne Probleme in einem Spiel mit nur drei Gelben Karten.

Bildzeile: Holzwickedes Robin Schultze (Mitte) und der Kaiserauer Michael Seifert kämpfen in dieser Szene um den Ballbesitz.

 

 

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