HSC will Vreden in die (Jubiläums-)Suppe spucken

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Fußball-Oberliga Westfalen: SpVgg Vreden – Holzwickeder SC (Sonntag, 24. Oktober, 15 Uhr, Hamaland-Stadion, Ottensteiner Straße 64, Vreden). Weder in der Defensive noch in der Offensive rissen die sonntäglichen Kontrahenten im bisherigen Saisonverlauf Bäume aus. 8:21 Tore (Vreden, bei insgesamt acht Punkten) und 9:21 Tore (HSC, bei sieben Zählern) zeugen von sehr überschaubaren Vorstellungen beider. Nur der Tabellenletzte Herne hat ein Törchen mehr kassiert. Das schlägt sich in der Tabelle mit Rang 17 von 21 Teams (HSC) und Platz 15 (Vreden) in der nicht lügenden Tabelle nieder. Wobei der Gastgeber aus dem Westmünsterland unweit der niederländischen Grenze zuletzt wenigstens im Westfalenpokal einen Achtungserfolg erzielte. Die Spielvereinigung besiegte den SC Greven mit 8:1 und zog in das Viertelfinale ein. Dort treffen die Blau-Gelben auf den Regionalligisten RW Ahlen.

HSC seit fünf Spielen ohne Sieg

Die über 120 Kilometer lange Fahrt wird der HSC nebst Fans nicht gerade mit riesigem Selbstbewusstsein im Gepäck antreten. Doch auch Vreden hat zuletzt zweimal in Folge in der Oberliga als Verlierer den Platz verlassen. Angesichts dieser Statistiken kann es nur für beide Clubs heißen: Verlieren verboten, will man nicht frühzeitig sich ernsthaft mit der Abstiegsrunde anfreunden müssen.

SpVgg Vreden feiert 100-jähriges in diesem Jahr

Die Münsterländer stiegen vor der vergangenen, abgebrochenen Saison in die Oberliga auf. Zu einem Aufeinandertreffen mit Holzwickede kam es, coronabedingt, bisher nicht. Man kennt sich also nicht – nur hat der HSC zur Kenntnis genommen, dass mit Nicolas Ostenkötter ein Vredener mit vier Toren sehr zu beachten ist. Da musste HSC-Trainer Marc Woller also unter der Woche mal wieder die Telefone von (früheren) Trainerkollegen glühen lassen. Motivation wird die Spielvereinigung Vreden sicherlich auch durch ihr Jubiläum in diesem Jahr mitnehmen – denn zum 100. Bestehen will ja kein Verein gerne absteigen.

HSC weiter mit Personalsorgen

Nils Hoppe, Leon Gensicke und Moritz Müller werden dem HSC weiter fehlen. Ohnehin besteht in der wackligen Defensive mit den 21 Gegentreffern Handlungsbedarf. Aber vielleicht fühlt sich der HSC ja auswärts wohler in dieser Spielzeit, denn immerhin gelangen ja Siege in Clarholz und Schermbeck. Zuhause setzte es dagegen nur vier Heimpleiten – enttäuschend insbesondere für die heimischen Anhänger und fraglich, ob alle Fans wirklich die Anreise auf sich nehmen wollen. Aber eventuell lohnt sich vorab ja auch ein kurzer Ausflug ins nahegelegene niederländische Städtchen Doetinchem – auf ein schönes Frühstück, ein Heineken oder Affligem oder einen Kakao – und dann ab nach Vreden.

Lars Bramkamp leitet die Begegnung

Als Schiedsrichter setzte der Verband Lars Bramkamp ein. Der 26-jährige vom TuS Hattingen hat in dieser Saison bislang vier Regionalliga- und zwei Oberligaspiele höherklassig geleitet. Im Übrigen ist auch seine Schwester, Lea Bramkamp, eine Unparteiische, die höher Spiele leitet.

Bildzeilte: Für einen Einsatz am Sonntag in Vreden reicht es für den aktuell mit vier Treffern besten Torschützen des HSC, Leon Gensicke, noch nicht. Stattdessen wird er weiterhin hinter der Bande Übungen mit Physio Maarten Jacobs absolvieren müssen.

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