HSC will Negativserie gegen Angstgegner Schermbeck beenden – beide Teams mit verpatzten Generalproben  

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Fußball-Oberliga Westfalen: Sportverein Schermbeck 2020 – Holzwickeder SC (Sonntag, 12. September, 15 Uhr, Kunstrasenplatz der Volksbank-Arena II, Im Trog 52, 46514 Schermbeck). Dreimal gegeneinander in der Oberliga gespielt – und dreimal verloren. Der Sportverein Schermbeck 2020 zählt nun wirklich nicht zu den Lieblingsgegner des HSC. Im August 2018 gab es zuhause ein 1:2, im Februar 2019 in Schermbeck ein 0 1 und im August 2019 erneut zuhause ein 0:1.

Dann schnappte sich der Angstgegner aus dem Kreis Wesel im Juli 2019 auch noch mit dem HSCer Dominik Hanemann einen der damals besten Linksaußen der Oberliga. Alles keine guten Erinnerungen an einen Verein, der nach zwei Spieltagen Achter ist, aber mit drei Zählern die gleiche Punkteausbeute wie der HSC (13.) hat. Und dessen Sportlicher Leiter Cem Kara seinen SVS personell kräftig aufgerüstet hat. So schenkte das Team von Trainer Sleiman Salha gleich am 1. Spieltag dem Traditionsverein Westfalia Herne zuhause gleich sechs „Buden“ ein. Am 2. Spieltag aber lag Salha mit seinem Matchplan nach eigenen Angaben von daneben und setzte auf eine starke Defensive und Konter – und verlor bei Westfalia Rhynern mir 0:4.

Schermbeck verpflichtete namhafte Spieler – und einen Deutschen Meister

Königstransfer ist sicherlich Timur Karagülmez. Karagülmez, der schon als Profi in der 1. und 2. türkischen Liga aktiv war und vom FC Bocholt nach Schermbeck wechselte. Mitteldfeldmann Paul Stieber war 2015 Deutscher Meister mit U19 Schalke U19 an der Seite von Leroy Sané und Thilo Kehrer und mit Norbert Elgert als Trainer. Vor Schermbeck lief er unter anderem für Westfalia Herne und den SC Aplerbeck auf. Strategie von Cem Kara ist es, hungrige und gut-ausgebildete Spieler zu verpflichten. Dazu zählen die „Neuen“ Jan Bachmann (Rot-Weiß Oberhausen), Alexander Geraedts (Arminia Klosterhardt), Paul Stieber (Westfalia Herne), Enes Schick (TuS Haltern), Nikolai Pakowski (TV Jahn Hiesfeld) und Marvin Tenbült (1. FC Bocholt).

Aufpassen müssen die Holzwickeder auch auf Routinier Michael Smykacz, der, wie der HSCer Tomislav Ivancic, schon zwei Tore geschossen hat. Plan des SVS ist es, auch angesichts einer Reihe von angeschlagenen und verletzten Spielern, den September mit maximaler Punktezahl zu überstehen und um dann ab Oktober richtig anzugreifen.

Schermbeck verliert Kreispokalspiel im Elfmeterschießen

Bei der Generalprobe für das HSC-Spiel trat Schermbeck am Donnerstagabend in der 4. Runde des Kreispokals beim Westfalenligisten Erkenschwick an. Und das Team, das beileibe nicht mit einer B-Elf angetreten war, patzte. Am Ende hieß es 9:8 nach Elfmeterschießen für die gastgebende Spielvereinigung Erkenschwick. Bitter für den SVS: Nach dem Führungstor durch Tolga Özdemir in der 12. Minute wollte das erlösende zweite Tor nicht fallen – und so gab es stattdessen den Ausgleich für die Spielvereinigung durch den aus seinen Oberligazeiten bestens bekannten Stefan Oerterer in der dritten Minute der Nachspielzeit mit dem letzten Angriff der „Schwicker“. In der Elfmeterlotterie verschossen die Schermbecker dann zweimal – und das bedeutete das „Aus“ im Kreispokal.

HSC mit Sorgen in der Defensive

Vier Gegentore beim 2:4 im Heimspiel gegen den TuS Ennepetal und fünf Gegentreffer beim 1:5-Test am Dienstagabend beim Regionalligisten RW Ahlen. Es stimmt etwas nicht in der Abwehr – wobei optimales Defensivverhalten in vorderer Reihe beginnt. Nils Hoppe wird wohl wieder als Abwehrchef versuchen, die Defensive zusammenzuhalten. Jonathan Kyeremateng spielte nach seinem ordentlichen Kurzeinsatz gegen Ennepetal auch in Ahlen und könnte eine Option sein. Allerdings trabte er beim Training am Donnerstagabend nur über den Platz des Montanhydraulik-Stadions – „rund“ lief das nicht. Fraglich ist auch der Einsatz von Philipp Gödde, der kein Freund des Kunstrasens ist und eher eine Wechseloption sein wird.

Tobias Severins aus Wiedenbrück Spielleiter

Unparteiischer der Begegnung ist Tobias Severins aus Rheda-Wiedenbrück. Der Regionalliga- und A- sowie B-Junioren Bundesliga-Schiedsrichter und Assistent in der Dritten Liga ist einer der Erfahrenen seiner Zunft. Beruflich ist er im Marketing unterwegs.

Bildzeile: Eine Szene vom 0:1 aus dem Februar 2019. Gegen den SVS hat der HSC noch nie in der Oberliga gewonnen und die letzten drei Spiele allesamt verloren – wenn auch immer sehr knapp.

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