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HSC will den Schermbeck-Fluch beenden

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Fußball-Oberliga: SV 1912 Schermbeck – Holzwickeder SC (So.15 Uhr, Kunstrasenplatz der Volksbank Arena II, Im Trog 52, 46514 Schermbeck). In drei Spielen drei Niederlagen: Für den HSC gab es in bislang zwei Spielzeiten gegen die Kicker aus dem Kreis Wesel rein gar nichts zu holen. Knapp ging es aber immer zu: 1:2 und 0:1 in der letzten Saison und am 18. August 2019 ein 0:1 im Montanhydraulik-Stadion. Am Sonntag soll die aus Holzwickeder Sicht „Furchtserie“ endlich mit etwas Zählbarem beendet werden. Die Vorzeichen stehen gar nicht so schlecht.

Austragung auf Kunstrasen kommt HSC aktuell sehr entgegen

So könnte sich die Vorbereitung, die in diesem Winter fast ausschließlich auf Kunstrasen stattfand, bezahlt machen. Alle Testspiele trug der HSC auf diesem weitgehend wetterunabhängigen Geläuf aus und blieb dabei bei vier Siegen (Neheim, Hohenlimburg, Schonnebeck und Wickede) bei zwei Remis (Brackel und Meerbusch) unbezwungen. Da der Rasenplatz in der schmucken Volksbank Arena I aufgrund der Witterung unbespielbar ist, müssen die Schermbecker „nach nebenan“ auf die vereinseigene, aber nicht gerade heißgeliebte Kunstrasenanlage umziehen.

Tabellennachbarn im Duell: Sechster (SVS) gegen Fünfter (HSC)

Sportlich gesehen wird es ein Spiel auf Augenhöhe ohne klaren Favoriten im Vorfeld geben. Beide Teams haben 27 Punkte. Nur dank der besseren Tordifferenz von 34 : 34 zu 22 : 24 belegt Holzwickede den 5. Rang. Bei dieser Betrachtung aber fällt der erste große Unterschied auf. Einen Pluspunkt hat der HSC dank der zwölf mehr erzielten Treffer im Angriff. Gleichsam aber heißt es aufgrund der nur kassierten 24 Tore „Vorteil in der Defensive“ für den Gastgeber aus dem Kreis Wesel.

Störende Nebengeräusche beim SV Schermbeck

Platz 6 in der Oberliga, Hallen-Stadtmeister, Halbfinale des Kreispokals und als Halbfinalist des Westfalenpokals die Chance, in die erste Runde des DFB-Pokals einzuziehen und mit der Integration des Abrahamhauses in die Sportanlage in großartiges soziales Projekt reicht dem SVS offenbar nicht, beziehungsweise fordert massive Veränderungen. So eröffneten die Fußballer in den vergangenen Tagen und Wochen eine weitere „Baustelle“ außerhalb des Platzes. Bei der Jahreshauptversammlung vor einigen Monaten hatten die Mitglieder beschlossen, ab Sommer 2020 den Verein aus dem Hauptverein auszugliedern und den dann reinen Fußballclub in SV Schermbeck 2020 umzubenennen – inklusive schönem, neuen Logo und Branding, neuen Konzepten, neuen Strukturen und neuen Plänen sowie mehreren neuen Vorstandsmitgliedern. Eine der Maßnahmen: Trainer Thomas Falkowski, der bislang erfolgreichste Coach des Vereins, darf sich im Sommer einen neuen Arbeitgeber suchen. Was der naturgemäß wenig erbaulich fand. Auch Spieler werden gehen, darunter so wichtige Säulen wie Patrick und Kevin Rudolph (beide TuS Bövinghausen), Gökhan Turan (Schütze des 1 : 0-Siegtreffers für den SVS im Hinspiel in Holzwickede) und Dominik Milaszewski, der mit sieben Treffern aktuell der treffsicherste Schermbecker.

Ehrgeizige Ziele trotz der Nebengeräusche

„Ausblenden“ wollen Verantwortliche und Spieler des SV Schermbeck die aktuellen Diskussionen abseits des Platzes. Klare Ziele, die auf den sozialen Medien unter „unsterblich“ gepostet werden: Möglichst Kreispokalsieger, Qualifikation DFB-Pokal, Top 5 Oberliga-Meisterschaft und Aufstieg der U 23 in die Bezirksliga (aktuell Dritter). Der HSC sollte also gewarnt sein – ein Vorteil ist die aktuelle Debatte rund um die Zukunft des SVS für die Holzwickeder sicherlich nicht.

Dominik Hanemann hat bereits für 2020/21 verlängert

Andere Kicker indes bleiben – darunter mit Dominik Hanemann ein Ex-HSCer und zu Holzwickeder Zeiten ein absoluter Führungsspieler, der aber auch oft knallhart, aber am Ende doch weitgehend fair zu Werke geht und zu guten, alten Holzwickeder Zeiten Gelbe Karten förmlich sammelte.

Erfolgreiche Schermbecker Vorbereitung

Die ebenfalls gute Vorbereitungs-Bilanz der Schermbecker gibt Axel Schmeing Recht. Als Höhepunkt wurde der Regionalligist Schalke 04 U 23 mit 1 : 0 geschlagen. Dazu kamen Siege beim Vertreter der Oberliga Niederrhein, 1. FC Kleve (2 : 1), beim Westfalenligisten YEG Hassel mit 2 : 0, und ein 4 : 4 gegen den starken Oberligisten FC Kray. Einzig gegen den Oberligisten ETW SW Essen setzte es zuhause ein 0 : 1. Aus den letzten fünf Meisterschaftsspielen holte Schermbeck acht Zähler.

Der HSC wird auf einen Spieler besonders aufpassen müssen. Michael Smykacz wechselte in der Winterpause von Westfalia Herne nach Schermbeck. Im Test gegen Kleve (2 : 1) vor einer Woche erzielte er gleich einen Treffer.

„Es beginnt eine neue Zeitrechnung“

Für das HSC-Trainer-Trio Axel Schmeing, Marcel Greig und Florian Bartel beginnt mit dem Meisterschaftsstart in diesem Jahr eine neue Zeitrechnung. „Die Vorbereitung mit vier Siegen und zwei Remis ist abgehakt. Dafür gibt es auch keine Extrapunkte“, so der HSC-Erfolgs-Coach. Jetzt geht es darum, an die letzten, sehr erfolgreichen Meisterschaftsspiele mit zwölf Punkten aus fünf Spielen anzuknüpfen und möglichst früh den Klassenerhalt einzutüten.“ Und da ist der HSC noch nicht ganz durch, auch wenn es 14 Punkte zum „Tal der Tränen“ sind. Aufgrund der Tabellenkonstellation in der Regionalliga mit den abstiegsgefährdeten TuS Haltern und SV Lippstadt sowie der bereits zurückgezogenen SG Wattenscheid kann es drei Absteiger aus der Oberliga geben.

Personell sieht es gut für die Holzwickeder aus. Ob Nils Hoppe von Anfang an spielt, ist noch fraglich.

Regionalliga-Schiri Florian Visse leitet die Begegnung

Für einen reibungslosen, regelkonformen Ablauf sorgte ein Unparteiischer, der in der Regionalliga zu Hause ist. Florian Visse vom SC Hörstel leitete zuletzt das Match zwischen Viktoria Köln und RW Oberhausen (0 : 3). Die Holzwickeder haben an den 29-jährigen keine so guten Erinnerungen in dieser Spielzeit: Beim 2 : 4 in Wiedenbrück war Visse ebenfalls Schiedsrichter. Schermbeck kennt ihn wiederum vom 2 : 1-Heimsieg gegen den TuS Erndtebrück.

Fast schon hohe Mathematik: Die Auf- und Abstiegsregelung in der Oberliga Westfalen

Die Auf- und Abstiegsregelung in der Oberliga Westfalen ist überaus kompliziert und hängt insbesondere von der Regionalliga West ab. Dort sind insbesondere der SV Lippstadt und der TuS Haltern stark abstiegsgefährdet. Die SG Wattenscheid 09 ist bereits erster Absteiger nach dem Rückzug aufgrund der finanziellen Lage. Die Bochumer Vorstädter aber wohl 2020/21 in der Oberliga Westfalen antreten.

Thema Aufstieg: Der Erste und Zweite steigen auf. Sollte eine Verein oder beide nicht aufsteigen wollen oder keine Lizenz bekommen, wären der Drittplatzierte und Viertplatzierte an der Reihe. Dazu aber müssen sie eine Lizenz beantragen und auch bekommen.

Thema Abstieg: Mindestens steigen der Letzte und Vorletzte ab. Sollten aus dem Gebiet des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen neben der SG Wattenscheid noch zwei weitere Clubs in die Oberligsa absteigen (beispielsweise Haltern und Lippstadt) oder würde sich die Zahl der Aufsteiger aus der Ober- in die Regionalliga aufgrund von nicht erteilten oder gar nicht erst beantragten Lizenzen verringern und keiner möchte nachrücken, dann würden drei Vereine aus der Oberliga Westfalen absteigen.
Und noch eine theoretische Konstellation. Sollte Preußen Münster aus der Dritten Liga in die Regionalliga West absteigen, hätte das ebenfalls Auswirkungen auf die Oberliga Westfalen. Denn dann dürfte die Reserve von Preußen Münster nicht in der Oberliga Westfalen, also eine Klasse unter der eigenen „Ersten“ verbleiben.

Viele Unwägbarkeiten, denen der HSC nur begegnen kann, indem er frühzeitig den Klassenerhalt schafft. Und da sind 14 Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz schon eine sehr gute Ausgangslage.

Bildunterschrift: Dominik „Herbert“ Hanemann (rechts), hier im HSC-Trikot bei der 0 : 1-Niederlage auf dem Kunstrasenplatz in Schermbeck in der vergangenen Saison, hat beim SVS um eine weitere Spielzeit verlängert und wird dann beim ausgegliederten SV Schermbeck 2020 auflaufen.

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