HSC: Wieder gegen einen „SCP“ – Dieses Mal soll gegen eine Profi-Zweitvertretung gewonnen werden

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Fußball-Oberliga: SC Preußen Münster II – Holzwickeder SC (Sonntag, 8. März, 15 Uhr, Provinzial Youngstars Arena, Am Berg Fidel 41, Münster. Vor dem Match eine Kerze im Münsteraner Dom anzünden, angesichts der zuletzt nur noch mäßigen Leistungen in der Meisterschaft, kann gewiss nicht schaden. Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche gastiert der HSC in einer Dom- und Bischofstadt. Nach dem unnötigen und teils auch unglücklichen 2 : 3 am vergangenen Sonntag bei der Reserve des SC Paderborn (SCP) geht es nun zur Zweitvertretung von Preußen Münster (auch SCP). Die ist gut drauf, ist seit sechs Spielen ohne Niederlage, hatte zuletzt viel Moral beim 4 : 3-Erfolg bei Westfalia Herne gezeigt und auch das Hinspiel in Holzwickede bereits mit 2 : 0 gewonnen. Beide Kontrahenten sind als Achter (Münster) und Neunter (HSC) mit jeweils 28 Punkten Tabellennachbar und haben 14 Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Viele Parallelen zum Paderborn-Spiel

Gespielt wird erneut auf einem Kunstrasenplatz, einem Trainingsplatz ohne allzu großen Komfort für die Zuschauer. Das Preußen-Stadion direkt nebenan steht aufgrund der wenigen Besucher nicht zur Debatte. Der HSC setzt auch keinen Mannschafts- und Fanbus ein. Und auch die SCP-Reserve wird in der Regel nur von wenigen Fans angefeuert. Da steht also wirklich der „reine Fußball“ im Vordergrund.

Dazu kommt die Ungewissheit, mit welchen Spielern SCP-Spielern Trainer Sören Weinfurtner auflaufen wird. Die „Erste“ der Münsteraner bestreitet am Samstag ein echtes Abstiegsendspiel in der Dritten Liga bei Viktoria Köln und wird dort alles an Aktiven aufbieten, was qualitativ so geht. Aufpassen muss der HSC auf die bärenstarken Ousman Touray, den Ex-Herner Erkan Duyer und Nicolai Remberg. Letzterer erzielte in der Hinrunde in Holzwickede die 1 . 0-Führung, die Nils Burchardt dann kurz vor Abpfiff auf 2 : 0 ausbaute (81.). Ousman Touray war es, der mit seinem Tor am letzten Sonntag zum 4 : 3 Herne ins Tal der Tränen stürzte und seine Preußen mit ganz breiter Brust ins Holzwickede-Match gehen lässt. Wer dann das Team noch aus dem erweiterten Kader der „Ersten“ verstärken wird, hängt auch von deren samstäglicher Partie bei Viktoria Köln ab.

„Mal zuhören und Plan umsetzen“

Trainerfuchs Axel Schmeing kennt zum einen den Gegner, hat aber auch mit Kollegen telefoniert und sich über Stärken und Schwächen der „Adlerträger“ ausgetauscht. „Marcel Greig, Florian Bartel und ich haben einen Plan ausgearbeitet, der funktionieren sollte. Allerdings sollte, anders als vor dem Paderborn-Spiel, diesen Plan jeder beherzigen, Positionen behalten, mitdenken und zuhören“, so Schmeing. Der SCP ist nämlich, obwohl man erst 25 Gegentore kassiert hat, nicht unüberwindbar. Personell hat der HSC alles an Bord und kann variabel aufspielen.

Gleicher Schiedsrichter wie im Hinspiel

Mit Leonidas Exuzidis (Arminia Ickern) leitet der gleiche Referee wie im Hinspiel die Begegnung. Der im „Zivilleben“ als Journalist tätige Exuzidis ist in der Oberliga überaus erfahren, dürfte aber auch im Duell zweier gleichwertiger Gegner aus dem gesicherten Mittelfeld keine allzu großen Probleme haben. Den HSC pfiff er neben dem 0 : 2 im Hinspiel ein weiteres Mal: im September 2018, also in der vergangenen Spielzeit beim 1 : 1 in Siegen.

„Hygiene-Faust“ gegen Coronar-Infektion

Auch beim sonntäglichen Spiel wird das Thema „Coronar“ nicht außen vor bleiben. Die Spieler werden sich nicht, wie bereits in Paderborn praktiziert, nicht abklatschen oder die Hände geben, sondern nur in Torwart-Manier kurz grüßen. „Hygiene-Faust“ nannte das Axel Schmeing beim Praktizieren der Begrüßung.

Spiel beim SV Schermbeck wird am 23. April nachgeholt

Das im Februar ausgefallene Meisterschaftsspiel des HSC beim SV Schermbeck wird erst Ende April nachgeholt. Beide Vereine einigten sich jetzt auf Donnerstag, 23. April, 19.30 Uhr in Schermbeck. Angesetzt wurde das Spiel gleich auf dem Kunstrasenplatz – und nicht auf dem Rasenplatz der Schermbecker Arena. Damit soll garantiert werden, dass in jedem Fall gespielt werden kann.

Keine Osterferien für den HSC

Der Osterurlaub für Trainer und Spieler des HSC ist gestrichen. Über die Osterfeiertage muss der HSC gleich zwei Top-Meisterschaftsspiele bestreiten und sich darauf entsprechend vorbereiten. Am Gründonnerstag, 9. April, 19 Uhr, heißt der Gegner im heimischen Montanhydraulik-Stadion Spitzenreiter SC Wiedenbrück. Am Ostermontag, 13. April, führt der „Osterausflug“ ins benachbarte Aplerbeck. Dort steht um 15 Uhr das Derby gegen den SC Aplerbeck auf dem Programm. Es sollen dabei tunlichst drei Punkte ins „Sammelkörbchen“.

Bildzeile: Auf Tore von Nico Berghorst (hier beim 0 : 2 in der Hinrunde gegen den sonntäglichen Gegner, die Reserve von Preußen Münster) hofft der HSC. Gegen Paderborn II war er in der 1. Minute erfolgreich, vergab aber im weiteren Spielverlauf so einige Chancen.

 

 

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