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HSC: weitere Matchbälle oder „Nichtabstieg auf dem Silbertablett“ durch Hilfe Dritter

HSC: weitere Matchbälle oder „Nichtabstieg auf dem Silbertablett“ durch Hilfe Dritter

Fußball: Den ersten Matchball im Kampf um den Klassenerhalt hat der Oberligist Holzwickeder Sport Club (HSC) am Mittwochabend fast schon leichtfertig mit der hochverdienten 0:2-Niederlage beim FC Gütersloh  weggeworfen. Ohne eigene, echte Torchance ist es halt schwer, einen Gegner, der leidenschaftlich kämpft, lautstark von über 700 Zuschauern angefeuert wird und auf einigen Positionen mit Spielern besetzt ist, die mehr als Oberliga-Format haben, am Ende die Nase vorn zu haben. Und so schlichen die HSC-Kicker, die schon während des Spiels wie statistisches Beiwerk zur Nichtabstiegsfeier des FCG wirkten, bedröppelt vom Platz.

Und auch die Busfahrt zurück ins rund 80 Kilometer entfernte Holzwickede war nicht gerade von Euphorie geprägt. Unterdessen feierten die Gastgeber mit Jubelsprüngen, Gesang und einer „Raupe“ vor den eigenen Fans die 41 Punkte, die den Klassenerhalt bedeuten. Allein diese letzten Szenen sollten für den HSC als nun Tabellen-13. Ansporn sein, den noch notwendigen einen einzigen (!) notwendigen Punkt am Sonntag, 19. Mai, in Hamm oder allerspätestens am Sonntag, 26. Mai, dem letzten Spieltag, im heimischen Montanhydraulik-Stadion gegen den FC Brünninghausen zu holen.

Axel Schmeing: Habe großen Kampf in zweiter Hälfte gesehen

HSC-Trainer Axel Schmeing verzichtete nach dem Spiel und im „Kreis“ auf die ganz große Kopfwäsche. Die Ansprache wurde eher eine nicht so rabiate „Kopfmassage“, denn Schmeing hatte, wie er zu Protokoll gab, nicht alles als so „superschlecht“ empfunden. So habe er einen „großen Kampf in der zweiten Hälfte gesehen“. In der Tat konnte man dem HSC in den zweiten 45 Minuten das Engagement nicht ganz absprechen. Insbesondere Dominik Hanemann, Robin Rosowski oder auch Nils Hoppe warfen sich in die Bälle und scheuten keine Zweikämpfe. Deutlich steigerte sich auch im Spielverlauf der junge Moritz Müller. Er wurde, nach Anlaufschwierigkeiten, ab der 30. Minute wieder, wie zuletzt, zu „Mister Zuverlässig“. Sein etwas nachlässiges Abwehrverhalten gegen einen zugegebenerweise sehr starken Nico Flock, Sohn des Ex-Gütersloher Trainers Dirk Flock, hatte zum frühen 0 : 1 (16.) aus Holzwickeder Sicht geführt. Doch trotz allen Engagements: Die durch Einsatz und teils auch durch Pressing gewonnenen Bälle für den HSC landeten prompt und „wie magisch-angezogen“ dann doch immer wieder bei den Gegnern. Keine einzige wirklich nennenswerte Torchance für Holzwickede stand am Ende auf dem Papier – und so kann man halt zwei Gegentreffer nicht kompensieren.  Das zweite Tor für den FCG durch den eingewechselten Martin Aciz in der 83. Minute, entstanden durch einen abgeblockten Schuss von Robin Rosowski und einen anschließenden, überfallartigen Konter des Heimteams sowie als „Krönung“ des schnellen Gegenangriffs einen „Tunnel“ durch die Beine von HSC-Keeper Kevin Beinsen, war die Entscheidung und hochverdient.

Ein Punkt muss her gegen Hamm oder Brünninghausen – oder SG Wattenscheid oder Hammer Punkteabzüge helfen

Mit der mageren Vorstellung in Gütersloh hat es sich der HSC nun selber schwer gemacht. Vier Eisen hat der HSC bei der Mission Klassenerhalt dennoch noch im Feuer. Ein Remis in den letzten beiden Spielen in Hamm (19. Mai) oder in Brünninghausen (26. Mai) würde reichen. Problem: Beide Gegner brauchen selber jeden Punkt und werden den Holzwickedern einen Kampf auf Biegen und Brechen liefern. Mit der in Gütersloh gezeigten Einstellung und den spielerischen Möglichkeiten wird das ganz eng. Doch auch Hamm, denen ja noch Punktabzüge drohen als auch Brünninghausen, stehen unter Druck, was auch eine Chance für den HSC sein kann. Brünninghausen verlor in der letzten Minute der Nachspielzeit am Mittwochabend zuhause gegen Herne mit 1 : 2. Dazu wurde am Donnerstag bekannt, dass Stürmer Arif Et, in der Oberliga der zweitbeste nach Timo Scharping (Rheine) in der neuen Spielzeit zu den Amateuren von Borussia Dortmund in die Regionalliga wechselt. Die SpVg Hamm unterlag am Mittwochabend zuhause in der 24nexx-Arena im Kreispokal-Halbfinale trotz „fast voller Kapelle“ gegen Rhynern mit 0 : 2.

Die dritte Chance für den HSC: Sollte die SG Wattenscheid, der 13. der Regionalliga West, am Samstag zuhause gegen den SV Straelen gewinnen oder zumindest einen Punkt holen, wäre Straelen Absteiger und damit gäbe es nur zwei Oberliga-Absteiger. Und damit wäre Holzwickede aufgrund der besseren Tordifferenz aller Abstiegskandidaten gerettet.

Und die vierte Chance: Hamm bekommt die drei Punkte abgezogen. Auch dann wäre der HSC aufgrund der besseren Tordifferenz so gut wie durch. Die letzten beiden Chancen wären am Ende aber irgendwie unbefriedigend, denn eine Rettung aus eigener Kraft wäre doch die schönste Rettung. Aber am Ende fragt ohnehin niemand nach, wie der Klassenerhalt geschafft wurde – Hauptsache, es wird geschafft.

Verletzungsliste wieder länger

Die ohnehin schon ellenlange Ausfallliste beim HSC wurde vor dem Gütersloh-Spiel noch einmal länger. Abwehrspieler Tom Niklas Kaluza fehlte wegen der fünften Gelben Karte, ist aber in Hamm am Sonntag wieder dabei. Für Zé Mertens und Joshua Heinrichs ist die Saison beendet. Mertens leidet unter Muskelproblemen. Für Heinrichs kam es knüppeldick. Nach bisherigen Untersuchungsergebnissen ist die Sehne unter dem Fuß wohl „durch“. Damit droht eine wochen- vielleicht gar monatelange Pause. Nils Hoppe, obwohl mit einem Bluterguss auch angeschlagen, konnte indes spielen und zeigte kämpferisch eine gute Leistung, warf sich immer wieder in Bälle und ging kaum einem Zweikampf aus dem Wege. Auch wieder dabei war Mischa Mihajlovic, der immer sichtlich bemüht war. Eingewechselt wurden ferner Justin Pfaff, David Vaitkevicius und Patrick Sacher. Dabei war, aber nicht ins kam, der Neuzugang von Roda Kerkrade, Ersan Kusakci. Seit Wochen dreht Marcel Duwe wieder seine Laufrunden – wenn der Klassenerhalt vorzeitig gesichert wird und ist, wäre eventuell sogar ein Einsatz von ein paar Minuten im letzten Spiel gegen Brünninghausen im Bereich des Möglichen. Verdient hätte es sich Duwe allemal, denn nach seinem Kreuzbandriss hat er viel an seiner Athletik gearbeitet, die Muskeln wieder aufgebaut und auch mit einer Ernährungsumstellung schon vor längerer Zeit die Basis für ein Comeback geschaffen.

Rolf Unnerstall und Heiner Steinhoff trafen sich mit Heribert Bruchhagen

Am Rande des Spiels gab es ein Spieler ehemaliger Fußballkameraden. Heribert Bruchhagen, Ex-Manager von Schalke 04 und Arminia Bielefeld sowie Ex-Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt und der „HSV Fußball AG“, TV-Experte und ehemaliges Vorstandsmitglied der DFL, traf sich mit dem HSC-Ehrenvorsitzenden Rolf Unnerstall und dem bekannten ehemaligen Fußballer und Fußballexperte aus Unna, Heiner Steinhoff. Es gab einiges zu erzählen, denn Rolf Unnerstall hatte seit 1968 für zwei Spielzeiten bei der damaligen DJK Gütersloh gespielt – wie auch Bruchhagen. Heiner Steinhoff wiederum spielte mit seinem damaligem Verein, Hammer SpVg, am 22. März 1980/81 in der Oberliga-Saison gegen Gütersloh an und siegte, als Aufsteiger, mit 3 : 0. Heiner Steinhoff, bekannt als Vorstopper, schaffte es dabei, den Gütersloher Torschützenkönig Gisbert Paus (21 Tore in 25 Spielen) schier zur Verzweiflung zu bringen. Heribert Bruchhagen selber war von 1968 bis 1978 Spieler bei der DJK Gütersloh und von 1978 bis 1982 beim FC Gütersloh. Seine Position wurde damals als „hängende Spitze“ bezeichnet. Von 1982 bis 1988 war er, der studierte Sport- und Geografielehrer, Trainer des FC Gütersloh.

Bild: Leere Blicke nach einem 0:2 in einem blutleeren Spiel in Gütersloh. Dominik Hanemann, Robin Rosowski und Sebastian Hahne (v.li.) waren nach dem vergebenen ersten Matchball im Kampf um den Oberliga-Klassenerhalt unzufrieden und sauer.

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