HSC: weiter Oberliga-Zweiter – Ennepetal-Spiel am Donnerstag abgesagt – Clarholz-Pokalspiel am Samstag fraglich

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Fußball: Sechs Spiele, 18 Punkte und aktuell Rang 2 – und doch läuft spieltechnisch wenig beim Oberligisten Holzwickeder SC. Am Sonntag wurde wie berichtet nun auch das Spiel des 11. Spieltags am kommenden Donnerstag, 29. Oktober, beim TuS Ennepetal abgesagt. Damit hat der HSC mit den Begegnungen gegen den SV Schermbeck, Westfalia Herne, TuS Sprockhövel und Ennepetal schon vier Matches nachzuholen.

Das Spiel am kommenden Donnerstag in Ennepetal wurde abgesagt, da die gastgebenden Klutertstädter noch bis zum 27. Oktober in einer 14-tägigen Corona-Quarantäne aufgrund eines Falles im Umfeld des Teams sind. Nach Angaben des Sportlichen Leiters des TuS, Thomas Riedel in einem Zeitungs-Interview, hätten sogar einige Spieler angekündigt, auf weitere Einsätze vorerst verzichten zu wollen. Der Grund: Durch Arbeitsplätze in der Gastronomie, im Handwerk und in der Pflege habe man enge Kontakte zu Menschen und wolle diese nicht gefährden oder auch nicht eine erneute 14-tägige Quarantäne riskieren. Das hätten ihnen, neben „lobenswerter eigener Erkenntnis“, auch teilweise ihre jeweiligen Arbeitgeber in kontaktnahen Berufen überaus deutlich gemacht.

HSC eventuell am Samstag, 31. Oktober, im Westfalenpokal in Clarholz aktiv – aber auch nur vielleicht

Für den Holzwickeder SC bedeutet das nun einen weiteren Spieltag, wo man nur zuschauen kann. Erst am kommenden Samstag, 31. Oktober, ist noch das nächste Spiel terminiert – in der 1. Runde es Westfalenpokals bei Victoria Clarholz. Doch auch die Ostwestfalen befinden sich aktuell noch in einer 14-tägigen Quarantäne, die erst am kommenden Donnerstag beendet sein wird.

Halbwegs gute Nachricht für den HSC: Ab Montag, 26. Oktober, ist wieder Kontakt-Training möglich, da die Verfügung des Kreises Unna mit dem Shutdown für Fußball am Montag ausläuft. „Wir haben mit dem 14-tägigen Lockdown im Fußball viele Quarantänen verhindert“, kommentiert Kreis-Gesundheitsdezernent Uwe Hasche zufrieden. Die vergangenen 14 Tage hatte man also beim HSV kontaktlos und individuell, oder eben gar nicht, trainieren müssen. Die Trainingsbeteiligungen am letzten Dienstag und Donnerstag im Montanhydraulik-Stadion waren übrigens recht gut – auch wenn es kontaktlos zuging.

„Wann soll eigentlich noch wo und wann gespielt werden?“ Und über alldem steht die Corona-Pandemie….

Es sind am Ende Männer und Verantwortliche wie HSC-Geschäftsführer Günter Schütte, die sich fragen müssen, wann wer wo noch spielen kann – zudem auch noch die Zeit der schwer- bis unbespielbaren Plätze kommt. Wer dann als Verein noch mehrere Mannschaften in diversen Ligen hat, der weiß gar nicht mehr, wann es Nachholspiele geben soll. Mal ganz abgesehen davon, dass niemand weiß, wer demnächst positiv-getestet wird, in 14-tägige Quarantäne kommt oder gar schlimmer von Corona betroffen wird. Da erscheinen saisonübliche Absagen aufgrund des Wetters und der Platzbedingungen fast schon komplett nebensächlich.

So sieht es außerhalb aus

1000 Zuschauer waren am Sonntag noch beim Spiel der Sportfreunde Siegen gegen Finnentrop-Bamenohl zugelassen. 631 Zuschauer waren es am Ende (zum Vergleich: beim Derby zwischen dem BVB und Schalke waren es 300), die den 3 : 2-Erfolg der Siegener im Derby feierten. Der Grund für die große zugelassene Besucherzahl: 1.000 Zuschauer sind laut Verordnung „erst nach dem vierten Tag der Feststellung der Gefährdungsstufe 2 unzulässig“. Bedeutet: Es werden demnächst weniger Fans zugelassen – aber auch erst nach den „vier Tagen“.

100 Besucher verfolgten das 3 : 1 des HSC-Nachbarn SC Aplerbeck gegen Herne am Sonntag. Der ASC spielt am kommenden Donnerstag, 29. Oktober, um 19.30 Uhr in der Oberliga gegen den SC Paderborn II auf dem Kunstrasenplatz an der Schweizer-Allee.

Bochum „komplett dicht“

Der Fußballkreis Bochum macht indes nun komplett „dicht“. Ab Montag, 26. Oktober, ruht auf unbestimmte Zeit der Sport- und Trainingsbetrieb im Fußballkreis Bochum.

Bildzeile: Noch ist nicht klar, ob Sebastian Hahne (links) am kommenden Samstag, 31. Oktober, wie hier beim Sieg im Meisterschaftsspiel gegen Clarholz auch im Westfalenpokal beim gleichen Kontrahenten wieder „zaubern“ kann. Clarholz befindet sich bis kommenden Donnerstag noch in Corona-Quarantäne. Die erste Runde des Westfalenpokals indes müsste eigentlich bis zum 1. November ausgespielt sein.

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