HSC verschläft Anfangsphase – 1:4 beim Regionalligisten SV Lippstadt – und doch war mehr drin

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Fußball-Testspiel: SV Lippstadt (Regionalliga) – Holzwickeder SC (Oberliga) 4:1 (2:1). Bei einem in der Vorbereitung schon deutlich formstärkeren Gegner unterlag Oberligist Holzwickeder SC am Samstagnachmittag mit 1:4. Der Regionalligist SV Lippstadt gewann auf der heimischen Sportanlage „Bruchbaum“ am Ende sicherlich verdient. Dennoch hätte der HSC durchaus mindestens ein 2:2 verdient. Aber da dürfen Fehler gegen einen Viertligisten, der schon mehrfach DFB-Pokalluft schnuppern durfte, einfach nicht passieren.

Die Vorentscheidung gegen den HSC fiel bereits in den ersten fünf Minuten. Den Lippstädter Sportkameraden Valentin Henneke hatte wohl so recht niemand aus dem Holzwickeder Lager auf der Rechnung. In Minute 3 und 5 legte er dem wackeren HSC-Keeper Kevin Beinsen gleich zwei „Eier“ ins Netz. 2:0 kurz nach dem Anpfiff des guten Schiedsrichters Johannes Liedke (TuS Ennepetal). Das war es fast schon. Marc Woller, Ex-Coach des SVL, aber feuerte sein Team von der Seitenlinie immer wieder an. „Wir waren ab der 20. Minute endlich richtig im Spiel“, so Woller später im Rückblick. In der 33. Minute schaffte dann Leon Gensicke das 1:2 aus Sicht der Holzwickeder – ein zu diesem Zeitpunkt verdientes Tor.

In der zweiten Hälfte hatte der HSC gleich drei Groß-Chancen durch Leon Gensicke, Lennart Uedickoben und Philipp Gödde. Doch das Leder wollte einfach nicht zum durchaus verdienten Ausgleich zum 2:2 in die Maschen des Kontrahenten. Stattdessen gab es einen Freistoß in der 77. Minute. Der kam auf den langen Pfosten. Dort stand, richtigerweise, Philipp Gödde. Doch von dessen Schädel ging das Leder eben nicht aus dem Strafraum heraus, sondern landete irgendwie im Netz der Holzwickeder zum 1:3. Damit war die Messe gelesen, die Köpfe der Holzwickeder gingen nach unten. Das 1:4 durch den Lippstädter Luca Steinfeldt war dann die logische Konsequenz.

Beim Hecker-Cup will der HSC die Fehler abstellen

Was also war in den 90 Minuten auf der Sportanlage „Bruchbaum“ konkret schiefgelaufen? Dazu Marc Woller: „Wir müssen schneller und gezielter unsere Angriffe vortragen. Und vor allem unsere Chancen besser nutzen. Gegen Lippstadt bekommt man als Auswärtsgast nicht so viele Möglichkeiten, das hätten wir besser machen können und müssen.“ Und das fast schon „alte Thema“: Im Spielaufbau muss es zügiger und präziser gehen.

Möglichkeiten zur Verbesserung gibt es bereits am Dienstag, 27. Juli, um 19.30 Uhr beim Hecker-Cup des SC Aplerbeck im dortigen Waldstadion. Gegner ist dann Westfalenligist BSV Schüren, der beim Brackeler Kreide-Karren-Cup immerhin den Landesligisten SuS Kaiserau mit 6 0 vom Kunstrasenpkatz fegte. Am Samstag, 31. Juli, um 19 Uhr geht es dann beim Hecker-Cup weiter gegen den Bezirksligisten VfR Sölde. Marc Woller zu beiden anstehenden Matches: „Da erwarte ich schon eine deutliche Steigerung. Das ist ein sehr prestigeträchtiger Wettbewerb, den wir mit Sicherheit nicht abschenken wollen und werden.“

HSC-Trainer Marc Woller: „Die Anfangsphase haben wir verschlafen und wurden in den ersten fünf Minuten durch zwei Tore bestraft. Das ist halt Regionalliga-Niveau. Ansonsten müssen wir unser Aufbauspiel weiter verbessern und schneller werden. Angriffe müssen zügiger vorgetragen werden. Zudem müssen wir unsere Torchancen viel besser nutzen. Insgesamt wäre hier in Lippstadt ein 2:2 denkbar, wenn nicht sogar verdient gewesen. Wir werden und müssen hart weiterarbeiten. Den nächsten Schritt erwarte ich von meinem Team beim prestigeträchtigen Hecker-Cup.“

HSC: Beinsen, Müller, Schneider, Delija, Gödde, Gensicke (70. Biancardi), Arentz, Schultze, Böcker, Uedickoven, Jenusch (60. Majewski).
Tore: 1:0 (3.) Henneke, 2:0 (5.) Henneke, 2:1 (33.) Gensicke, 3:1 (77.) Gödde Eigentor, 4:1 (Steinfeldt (85.).
Schiedsrichter: Johannes Liedke (TuS Ennepetal)

Bildzeile: Lucas Arentz gab sein Debüt für den HSC am Samstagnachmittag im Match bei seinem alten Verein SV Lippstadt. Doch auch er konnte das 1:4 nicht verhindern.

 

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