HSC-Trainer Axel Schmeing: „Wer jetzt von mehr träumt, dem wünsche ich gute Besserung“

481

Fußball: Fünfter Platz mit 27 Punkten, ein Nachholspiel in der Hinterhand: Aktuell sieht es gut für den Oberligisten Holzwickeder SC aus. Zur guten Stimmung passte dann auch, dass sich gleich 18 Spieler beim offiziellen Trainingsauftakt am Dienstagabend auf dem Kunstrasenplatz am Schulzentrum tummelten. Doch der momentan schöne (Tabellen-)Schein kann höchst trügerisch sein. Niemand weiß, ob nicht, neben dem Letzten und Vorletzten im schlimmsten Falle bei westfälischen Absteigern aus der Regionalliga und der Dritten Liga auch der Dritt- und Viertletzte, den Weg in die Westfalenliga antreten müssen. Dazu kommt, dass sich in der Winterpause einige Teams gezielt und sehr gut verstärkt haben, bereits jetzt mit guten Vorbereitungsergebnissen aufwarten und die Liga insgesamt sehr ausgeglichen ist, so dass jeder jeden schlagen kann.

„Tabelle macht Spaß“ – doch das ist nur eine Momentaufnahme

Und so war es eine leidenschaftliche, intensive und vor allem warnende Ansprache, die Trainer Axel Schmeing im Mittelkreis vor versammelter Mannschaft hielt. „Klar, die Tabelle macht augenblicklich Spaß. Auch die Tatsache, dass wir von den letzten sechs Spielen fünf siegreich gestalten konnten. Doch wer jetzt von mehr träumt, dem wünsche ich gute Besserung“. Alles andere, als unser vor der Spielzeit ausgegebenes Saisonziel „Klassenerhalt“ ist nämlich Träumerei“, so der Chefcoach. Damit sich keiner auf Lorbeeren ausruhen kann, kündigte der Trainerfuchs in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten einen harten Konkurrenzkampf an. „Die Karten werden neu gemischt“, so Schmeing. Das gilt für die Position 1 im Kasten, um den sich Rückkehrer Kevin Beinsen und Malte Hegemann vehement bewerben. Auch in der Offensive habe man jetzt mehr Möglichkeiten durch Neuzugang Steven Kodra, der ab sofort in der Meisterschaft spielberechtigt ist und den wiedergenesenen Nico Berghorst und Marcel „Cello“ Reichwein. „Eine Stammplatzgarantie gibt es für niemanden“, kündigte Axel Schmeing an. Doch er weiß auch: „Wir müssen von Verletzungen endlich mal verschont bleiben. Das war schon sehr hart in der Vorrunde.“

Weihnachtsmann brachte kein (Spieler-)Geschenk für Axel Schmeing

Liga und Spiele sind kein Wunschkonzert – und auch der Weihnachtsmann hatte kein (Spieler-)Geschenk für Axel Schmeing dabei. „Verstärkungen sind nicht drin. Denn was einige mögliche Verstärkungen als Summe aufgerufen haben, können wir uns schlichtweg nicht erlauben, allein schon, um das Gesamtgefüge nicht aus dem Lot zu bringen“, so Schmeing. Doch so ein bisschen lag dann doch für den Trainer unter dem Weihnachtsbaum. Steven Kodra (Westfalia Herne) ist ab sofort für die Meisterschaft spielberechtigt. Joshua Heinrich stößt nach seiner Schulterverletzung und einem Auslands-Studienaufenhalt am 16. Januar zum Team. Marcel Duwe schuftet nach seinem Kreuzbandriss für ein Comeback – er hat am 21. Januar weitere ärztliche Untersuchungen. Fallen sie positiv aus, könnte er noch in dieser Spielzeit wieder für den HSC auflaufen. Auch Ersan Özkan kann wieder nach seiner überstandenen Verletzungspause, eine Option werden.

Nicht mehr im HSC-Dress auflaufen werden Muhamed Acil (Türkspor Dortmund), Christian Wazian (unbekannt), Florian Knafla (Mengede 08/20 und Torhüter Lars Stellberg, der vor der Saison von Westfalia Huckarde gekommen war, sich aber nicht durchsetzen konnte. Damian Illic ist so unglücklich verletzt, dass es in dieser Spielzeit für ihn nicht mehr zu Einsätzen reichen wird.

Sonntag zuhause gegen SC Neheim – alle Tests im Überblick
Am kommenden Sonntag, 12. Januar, steht für den HSC der erste Test auf dem Programm. Um 15 Uhr geht es auf der Opherdicker Haarstrang-Sportanlage gegen den Westfalenligisten SC Neheim.
Alle Spiele auf einen Blick:

Sonntag, 12. Januar, 15 Uhr, Haarstrang-Sportanlage Opherdicke: HSC gegen SC Neheim (Westfalenliga)

Sonntag, 19. Januar, 15 Uhr, Kunstrasenplatz Kirchenberg Stadion Hohenlimburg: SV Hohenlimburg (Westfalenliga) – HSC

Dienstag, 21. Januar,19.30 Uhr, Kunstrasenplatz am Brackeler Hallenbad an der Oesterstraße: SV Brackel (Landesliga) – Holzwickeder SC

Sonntag, 26. Januar, 14.30 Uhr, Kunstrasenplatz Sportplatz Lank: TSV Meerbusch (Oberliga Niederrhein) – Holzwickeder SC

Sonntag, 2. Februar, 15 Uhr, Montanhydraulik-Stadion: HSC – SpVg Schonnebeck (Oberliga Niederrhein)

Dienstag, 4. Februar, 19 Uhr, Montanhydraulik-Stadion: HSC – Westfalia Wickede (Westfalenliga).

Das erste Meisterschaftsspiel im neuen Jahr 2020 findet dann am Sonntag, 9. Februar, um 15 Uhr beim SV Schermbeck statt. Am Sonntag, 16. Februar, 15 Uhr geht es dann im Heimspiel gegen Westfalia Herne. Samstag, 22. Februar, 14 Uhr, daheim gegen Siegen.

Spektakuläre Wechsel und Entlassungen in der Oberliga – und Testspiele

Pause oder Langeweile in der Winterpause? Das gilt nicht für die Oberliga Westfalen. Kostprobe? Spitzenreiter SC Wiedenbrück entließ, trotz „platz an der Sonne“, am Montagabend Cheftrainer Björn Mehnert und zwar „um die langfristige Entwicklung sicherzustellen“. Mehnert war gerade auf dem Weg zum Training, als ihm der SCW-Vorstand die Nachricht übermittelte. Der 43-jährige A-Lizenzinhaber spielte unter anderem für Preußen Münster, Wuppertaler SV und Borussia Dortmund II. Vor Wiedenbrück war er Coach bei Westfalia Rhynern, SV Hohenlimburg und der Reservemannschaft des Wuppertaler SV. Sein Vertrag wäre noch bis 2021 gelaufen.

Westfalia Herne freut sich über die Rückkehr von Kapitän Maurice Temme, dessen Wechsel nach Wuppertal in die Regionalliga sich ganz kurzfristig zerschlagen hat. Hakan Sezer kehrt Regionalligist SV Lippstadt den Rücken und geht zurück zum HSC-Ligakonkurrenten Westfalia Rhynern.

Gute Frühform zeigt Oberliga-Schlusslicht Hammer Spielvereinigung, die den SV Hohenlimburg in einem Test mit 6 : 0 vom Platz fegte. Dabei überzeugte Niklas Nölle, der den Holzwickeder SC in der Hinrunde verlassen hatte. Der RSV Meinerzhagen unterlag daheim, trotz zwischenzeitlicher 2 : 0-Führung, dem Regionalligisten Bonner SC knapp mit 2 : 3.

Bild: Beim inoffiziellen Auftakt am Sonntag rannten gut zehn Spieler um die Dortmunder Galopprennbahn und verbesserten damit ihre Fitness. Beim offiziellen Auftakt am Dienstagabend begrüßte das Trainerteam Axel Schmeing, Marcel Greig und Florian Bartel 18 Spieler.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.