HSC strebt gegen Erndtebrück nun nach erstem Heimsieg – Schlüsselspieler Nils Hoppe wieder an Bord

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Fußball: Der Negativserie von sieben sieglosen Spielen in Folge hat Oberligist Holzwickeder SC mit dem 1:0 Auswärtssieg in Haltern ein Ende gesetzt. Nun bereitet sich der HSC sehr konzentriert und fokussiert auf die Beendigung einer weiteren Horror-Bilanz vor. Am Sonntag, 14. November, soll nach fünf Heimspiel-Pleiten endlich der erste Sieg in dieser Spielzeit im Montanhydraulik-Stadion her. Anstoß ist um 14.30 Uhr.

Der Erfolg in der Halterner Stausee-Arena hat dem aktuellen 17. der Oberliga-Westfalen kräftig Rückenwind gegeben. Dennoch weiß Trainer Marc Woller den hart erarbeiteten und auch etwas glücklichen Sieg richtig einzuordnen. „Ich habe es der Mannschaft vor dem Spiel gesagt, dass wir unbedingt versuchen müssen, einmal nicht, wie in allen vorhergegangenen Spielen, mit 0:1 in Rückstand geraten. Das ist uns gelungen. Dazu kam eine starke Leistung von Torhüter Torben Simon, der uns mit mindestens drei Superparaden im Spiel gehalten hat. Und schließlich Kompliment auch an meine Mannschaft, die den Kampf auf dem schwer zu bespielenden, tiefen Untergrund angenommen hat und selber mit einigen schönen Spielzügen Akzente gesetzt hat“, so Marc Woller nach dem Match vor nur 130 Zuschauern am Stausee.

„Schade, dass es keine Pressekonferenz gab“

Naturgemäß war das Team richtig gut nach Abpfiff drauf. Da schmeckte das „Feierabendbier“ noch mal so gut. Und auch Marc Woller zeigte Humor: „Schade, dass es keine Pressekonferenz gab. Bislang haben mich ja immer die gegnerischen Trainer getröstet, ihr Bedauern ausgesprochen und Trost-Komplimente verteilt. Das hätte ich heute gerne mal andersherum gemacht.“ Überglücklich war auch Keeper Torben Simon, der den urlaubenden Kevin Beinsen prächtig vertreten hatte. Das einst blütenweiße Torhüter-Dress war lehmverschmiert – aber Simon bester Laune. Immerhin hatte er Hundertprozentige der gewiss nicht spielerisch-schlechten Offensiven des TuS, David Loheider und Ali Ibrahim mit tollen Paraden vereitelt.

Tor hätte eigentlich so gar nicht fallen dürfen – doch Verteidiger Moritz Müller mit Torjäger-Instinkt

Den Spielern des HSC ist es am Ende egal. Doch wenn es nach der taktischen Marschroute gegangen wäre, war dieser Spielzug in der 73. Minute so nicht geplant. „Das war doch verkehrte Fußballwelt. Unser Stürmer Philipp Gödde ackert auf der linken Seite und erkämpft sich den Ball. Wir wollten ihn schon fragen, was er denn auf dieser Position macht, doch dann kam dieser Geistesblitz und der tolle Pass Richtung langen Pfosten“, so Co-Trainer Daniel Frieg. Müller, der nach seiner im Kreispokalspiel vor einigen Wochen erlittenen Verletzung lange ausgefallen war, bugsierte das Leder über die Linie zum unhaltbaren und auch etwas glücklichen Erfolg der Holzwickeder. Doch wenn das gegnerische Team seine Chancen nicht nutzt, macht es halt der HSC. Für Moritz Müller war es nach nur drei Minute auf dem Platz (er war in der 70. Minute für Marcel Duwe gekommen) eine großartige Rückkehr ins Team – und so lautstark wie Moritz Müller feiert kaum ein anderer Spieler. Der Urschrei nach dem Torschuss war Ausdruck der Erleichterung und auch etwas Frustbewältigung nach der längeren Verletzungspause.

Bildzeile: Leon Gensicke, wie man ihn kennt: Mit vollem Einsatzspielte der Ex-Wattenscheider auch beim 1 : 0-Auswärtserfolg in Haltern.

Schlüsselspieler Nils Hoppe mit Comeback

In der 86. Minute gab es für das gute Dutzend mitgereister Fans und den HSC-Vorstand mit Vereins-Chef Udo Speer sowie Tim Harbott und Karl-Friedrich Lösbrock von der Sportlichen Leitung eine weitere, gute Nachricht. Nils Hoppe wurde, nach nur wenigen Trainingseinheiten unter der Woche, ins Spiel gebracht. Er übernahm sofort die Kapitänsbinde und war in der Schlussoffensive Halterns ein ganz wichtiger Akteur in der Defensive. Was aber keinesfalls bedeutet, dass die anderen Defensiven ihre Sache nicht gut gemacht hatten. Im Gegenteil: Jonathan Kyeremateng und André Schneider machten ihren Job an diesem Sonntag sehr gut.

Nun intensive Trainingseinheiten in Vorbereitung auf das Erndtebrück-Spiel

„Wir müssen weiter hart im Training arbeiten“, kündigte Marc Woller nach dem Spiel intensive Einheiten an. Der Gegner am kommenden Sonntag, TuS Erndtebrück, verlor am Sonntag zuhause mit 1:4 gegen Westfalia Rhynern. Nach 45 Minuten hatten die Siegerländer nach einem Tor mit dem Halbzeitpfiff durch Torjäger Tim Schrage noch mit 1:0 geführt. Erndtebrück steht aktuell auf dem zehnten Rang – und damit auf dem letzten Platz, der zur Qualifikation für die Aufstiegsrunde reicht. Aktuell trennen den HSC von diesem begehrten Platz fünf Punkte – mit dem ersten Heimsieg würde man diesen Abstand deutlich verkleinern.

Vorab-Info des HSC: Auswärtsspiel des HSC bei Preußen Münster II bereits am Samstag, 20. November

Das nächste Auswärtsspiel des HSC findet am Samstag, 20. November, bei Preußen Münster II statt. Anstoß ist um 14.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des SCP. Der Grund: Sonntag, 21. November, ist Totensonntag und damit ein stiller Feiertag. Für alle Freunde und Fans des BVB eine ungünstige Situation: Am 20. November spielt auch der BVB daheim um 15.30 Uhr gegen den VfB Stuttgart.

Auch HSC-Heimspiel gegen den SC Paderborn II vorverlegt

Und auch das folgende Heimspiel gegen den SC Paderborn II ist verlegt worden. Gespielt wird bereits am Donnerstag, 25. November, 19 Uhr im Montanhydraulik-Stadion. Der Grund für diese Vorverlegung ist der Holzwickeder Weihnachtsmarkt. Sowohl die Mannschaft als auch der Vorstand wie auch das Ballhaus-Team sind beim Weihnachtsmarkt fest eingebunden und eingeplant.

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